Glück: Was bedeutet das eigentlich genau?

Was bedeutet Glück eigentlich?

Das mit dem Glück ist ja so eine Sache. Für die meisten Menschen gehört es zu den erstrebenswertesten Dingen in ihrem Leben. Und trotzdem bleibt der Begriff irgendwie schwammig.

Wenn dann aber doch mal jemand nachhakt, was genau denn eigentlich dieses äußerst lohnenswerte “Glück” ist, dann gibt es entweder viele unterschiedliche Antworten – oder keine. 

Also gehen wir der Sache doch mal auf den Grund und gucken uns die unterschiedlichen Definitionsversuche an.

Kurz-Check für Eilige

Was ist denn eigentlich Glück? Das Glück ist so individuell wie wir Menschen. Denn was Glück für dich bedeutet, hängt unter anderem von deinen Genen, deinen Wünschen und deinem Umfeld ab. Wenn wir von Glück sprechen, meinen wir also alle unsere eigene kleine Happy-World im Universum. Und das ist auch gut so.
Für Will und Rosie besteht das Glück aus vier Komponenten: Der Zuversicht, jedes Problem meistern zu können. Dem Mut, sich große Ziele zu setzen und für sie zu kämpfen. Der Liebe, die sie geben und annehmen können. Dem Sinn, den sie ihrem Leben und ihren Taten verleihen.

Aristoteles und sein Eudaimonia

Hast du schon einmal was von Eudaimonia gehört? So nämlich nannte der berühmte Philosoph Aristoteles das Grundkonzept des Lebensglücks seinerzeit. Und irgendwie klingt das Wort ja auch nach einem magischen Ort der Freude, an dem fröhliche Euphorie das Grundgefühl ist und jeder macht, wonach ihm eben gerade ist, oder?

“Glück ist das letzte Ziel menschlicher Handlungen.”

Aristoteles

Das Glückskonzept von Aristoteles ist allerdings nicht ganz so simpel: Eudaimonia heißt auf Deutsch “Das gute Leben”. Der Gedanke dahinter: Menschen erreichen das Glück, wenn sie ihr Leben im Einklang mit ihrer Umwelt führen und viel Gutes für die Gemeinschaft tun. 

Wenn du also deinen Werten entsprechend handelst, einen Sinn in deinem Leben gefunden hast und dein Leben lang dazu lernst und nach Verbesserung strebst – dann bist du laut Aristoteles ein sehr glücklicher Mensch.

Stoiker versus Hedonisten

Ziemlich viel zu tun für etwas Glück, denkst du? Die Stoische Theorie geht sogar noch einen Schritt weiter: Der Stoiker geht nämlich davon aus, dass man das Glück findet, wenn man sich komplett von äußeren Einflüssen und Besitztümern befreit und so mit sich selbst ins Reine kommt. 

Stoiker und Hedonisten sind sich beim Thema Glück uneinig. (Symbolbild)
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Nehmen wir jetzt einmal an, einer dieser Stoiker geht mit einem Hedonisten ein Bier trinken – spätestens beim Thema Glück wäre die erste Diskussion vorprogrammiert. Denn für den Hedonisten ist klar, dass das Glück und damit auch der Sinn des Lebens aus möglichst vielen Genuss-Momenten und dem Vermeiden von Schmerz besteht. 


Lass Glück in dein Postfach!

Apropos: Wenn du mehr Glücksmomente in deinem Leben brauchst, dann fang doch mit einem Funken Glück in deinem Postfach an und abonniere den Happy-Newsletter:

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In der Psychologischen Forschung wiederum beschreibt Glück ganz einfach das subjektive Wohlbefinden eines Menschen, der mehr positive als negative Gefühle empfindet und mit seinem Leben im Grunde zufrieden ist. 

Der Unterschied zwischen Luck und Happiness

Du siehst: Eine Definition des Glücks ist gar nicht so einfach zu finden. Im Englischen zum Beispiel gibt es schon rein sprachlich zwei Arten des Glücks: Happiness und luck

Luck meint dabei das Zufallsglück, das dir geschieht und auf das du keinen Einfluss hast. Happiness hingegen ist das glückliche zufriedene Leben, das bei vielen von uns ganz oben auf der Wunschliste steht. 

Richtig oder falsch, das gibt es bei der Definition von Glück nicht. Die richtigen Worte zu finden, ist trotzdem nicht so einfach. Aber vielleicht helfen dir die folgenden Zitate ja dabei, herauszufinden, was Glück für dich ganz persönlich bedeutet  – oder was es einmal sein könnte.

“Glück ist, wenn das Gehirn die Klappe hält.”

Mo Gawdat

“Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg.”

Buddha

“Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.”

Hermann Hesse

“Glück, das ist einfach eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.”

Ernest Hemingway

“Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich vorgenommen haben.”

Abraham Lincoln

Will und Rosies Glücksrezept

Natürlich haben auch Will und Rosie sich Gedanken darüber gemacht, was Glück denn eigentlich genau für sie bedeutet. Und sie sind zu dem Schluss gekommen, dass das Glück so vielfältig ist, wie jeder Mensch für sich. Also muss am Ende jeder für sich selbst dieses so mächtige Wort definieren.

Ihre vier wesentlichen Zutaten für ein glückliches Leben:

  1. Die Zuversicht, jedes Problem meistern zu können.
  2. Der Mut, sich große Ziele zu setzen und für sie zu kämpfen.
  3. Die Liebe, die sie geben und annehmen können.
  4. Der Sinn, den sie ihrem Leben und ihren Taten verleihen.

Vier Theorien des Glücks

Die Glücksforschung beschäftigt sich weniger mit der Beschreibung des Wortes, als vielmehr mit den Dingen, die ein gutes Leben ausmachen. Allerdings sind sich die Forscher auch hier wieder nicht ganz einig, was denn nun eigentlich zu einem glücklichen Leben führt.

Es gibt insgesamt vier große Glückstheorien. (Symbolbild)
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Deshalb gibt es heute nicht eine, sondern gleich vier große Glückstheorien. Und jede von ihnen hat ihre Berechtigung – aber eben auch Schwächen. Aber sieh selbst: 

  • Hedonismus: Glück ist gleichbedeutend mit dem Sinn des Lebens und besteht aus einer Kombination aus viel Genuss und wenig Schmerz. Aber: Was ist, wenn sich jeder Genussmoment irgendwann abgenutzt hat?
  • Sinntheorie: Glück ist, den eigenen Sinn im Leben zu finden und auszuleben. 
    Aber: Was ist, wenn man diesen einen Sinn nie findet?
  • Gütertheorie: Glück ist der Besitz von möglichst vielen objektiven Gütern.
    Aber: Was ist, wenn man irgendwann alles hat?

Findest du dich in einem der Ansätze wieder? Vielleicht liegt dein Verständnis vom Glück ja auch irgendwo dazwischen. Aber eines zeigen die vier Theorien aus der Glücksforschung auf jeden Fall: Glück ist individuell. Wenn jemand in schwierigen Zeiten zum Beispiel in die Shopping-Malls flüchtet oder sich mit Freunden amüsiert, statt die Probleme aktiv anzugehen, dann ist das also genauso normal, wie sich in die Arbeit zu stürzen, in der man viel Sinn sieht. 


Finde dein eigenes Glück

Du hast keinen Plan, was dich eigentlich genau glücklich macht?  Dann solltest du das schleunigst herausfinden. Mein kostenloses Worksheet “Finde dein Glück” hilft dir dabei, deine kurzfristigen und langfristigen Glücksfaktoren zu erkennen. Also, worauf wartest du noch? Gehe mit nur einem Klick den ersten Schritt in ein glücklicheres Leben.

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Glück versus Gewohnheit

Sorry – aber jetzt kommt der Dämpfer: Ganz egal, welche Bemühungen du machst, um kurzfristig Freude zu empfinden, am Ende des Tages landest du meistens wieder auf deinem ursprünglichen Glücksniveau.

Schuld daran ist der Kompensationseffekt. Denn durch die Macht der Gewohnheit nutzt sich alles, was du öfter oder länger machst, irgendwann in der Wirkung ab. Heißt für dich: Wenn du jedes Mal ein paar neue Schuhe kaufst, damit du dich besser fühlst, wird das irgendwann nicht mehr gegen schlechte Laune helfen.

Also bist du dem Schicksal am Ende doch ausgeliefert? Quatsch! Das Glück besteht rein wissenschaftlich betrachtet nur zu 10 Prozent aus äußeren Umständen. 50 Prozent deines durchschnittlichen Glücksniveaus werden von deinen Genen und Erfahrungen bestimmt. Dir bleiben also noch ganze 40 Prozent, die du durch deine Lebenseinstellung- und Weise beeinflussen kannst. Wie das geht? Das wirst du noch an anderer Stelle in der Welt von will&rosie erfahren.  

Das Glück in deinen Genen

An dieser Stelle machen wir aber noch einen kurzen Exkurs in die Biologie des Glücks. Denn 50 Prozent und damit der Großteil deines Glücks sind in deinen Genen verankert. Und damit quasi in Stein gemeißelt. Das liegt laut Wissenschaftlern an der unterschiedlichen Verteilung des Gens, das für den Serotonintransport verantwortlich ist. 

Wenn deine Mutter also nicht der glücklichste Mensch der Welt war und dir das zusätzlich auch noch so vorgelebt hat, dann ist es wahrscheinlich schwieriger für dich, dein Glück im Leben zu finden. Um herauszufinden, wie sehr du zu einer positiven Lebenseinstellung neigst, bietet sich der Big-Five-Persönlichkeitstest an.

Das ist derzeit der von Psychologen anerkannteste Test dieser Art und zeigt dir zum Beispiel, wie ausgeprägt deine Neigung zu Neurotizismus, Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit ist.

Übrigens: Die Ausprägungen verändern sich im Laufe eines Lebens. Wenn der Test dir also eine Neigung zu negativen Gefühlen attestiert, kannst du dich trotzdem noch auf die Sonnenseite des Lebens stellen.

Hormon-Buddys für gute Laune

Aber zurück zum Serotonin: Der Botenstoff gilt im Volksmund als Glückshormon und macht dich zufriedener und ausgeglichener. Und du hast noch einen Hormon-Buddy für die gute Laune: Dopamin. Das Hormon macht dich aktiver und motivierter. Die Kombination aus beiden Hormonen lässt dich als quasi Bäume ausreißen. 

Dopamin kann aber noch mehr: Wenn du etwas unbedingt willst, ist es genau dieses Hormon, das dir die Belohnung dafür in Aussicht stellt. Wenn Menschen hingegen bereits besitzen, was sie brauchen, sorgt das Serotonin für eine Art Beruhigung

FAZIT

Und – was ist denn nun das Glück? Was ich dir mit diesem kleinen Exkurs vor allem zeigen wollte: Das Glück ist so individuell wie wir Menschen. Denn was Glück für dich bedeutet, hängt unter anderem von deinen Genen, deinen Wünschen und deinem Umfeld ab. Wenn wir von Glück sprechen, meinen wir also alle unsere eigene kleine Happy-World im Universum. Und das ist auch gut so. Denn stell dir doch mal vor, es gäbe nur dieses eine große Glück und das wäre für jeden das Gleiche. Erstens wäre der Weg dorthin doch überfüllt und es wäre irgendwie doch auch langweilig, oder? 


Was brauchst du für dein Glück?

Jetzt bist du gefragt: Was nimmst du aus diesem Beitrag mit und welche Fragen bleiben vielleicht auch offen? Was brauchst du für ein glückliches Leben? Teile deine Gedanken und Gefühle gerne mit mir – damit ich beim nächsten Mal dir und all den anderen Glücksabenteurern da draußen vielleicht noch mehr Input geben kann.

3 Kommentare zu „Glück: Was bedeutet das eigentlich genau?

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