Corona-Tief: 6 Tipps für mehr Lebensfreude in der Krise

thoughtful young woman looking through blinds of window in daylight

Lockdown, Quarantäne, Kontaktverbot: Die Coronavirus-Pandemie hat uns seit Monaten fest im Griff. Eine aktuelle Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zeigt, dass die Zahl der Depressionen steigt. Und besonders Menschen, die vorher schon mit Depressionen zu kämpfen hatten, leiden unter der Krise

Kurzcheck für Eilige

Es ist okay, sich auch mal schlecht zu fühlen. Wer aber tief in der Corona-Depression steckt, sollte sich mit Struktur, Achtsamkeit und Bewegung aus dem Loch kämpfen. Dabei ist niemand alleine, im Notfall gibt es Hilfe von Profis, wie der Telefonseelsorge. Und wer kurzfristig eine Aufheiterung sucht, der kann mit seinem Spiegelbild um die Wette grinsen.

Das ist leider auch kein Wunder, denn Isolation und Angst sind seit jeher in vielen Haushalten an der Tagesordnung. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, sich irgendwie das Leben schön zu machen – so gut es eben geht. Aber wie bahnst du dir den Weg aus dem Wintertief, wenn Freunde treffen genauso tabu ist wie der aufheiternde Kinobesuch? 

Sechs Wege aus dem Corona-Tief

Falls du auch mit einem Stimmungstief haderst, möchte ich dir mit den folgenden sechs Tipps Möglichkeiten für eine psychisch stabile Krisenzeit aufzeigen. Damit kannst du außerdem deine mentale Verfassung aktiv verbessern: 

  1. Gib deinem Leben Struktur

Home Office, Kurzarbeit und Kultur-Aus: Die Krise hat unseren Tagesablauf ordentlich auf den Kopf gestellt. Und das kann durchaus zu Verwirrung und Unzufriedenheit führen. Um dich aus dem Loch zu ziehen, musst du als erstes deinen Tag durchstrukturieren. Denn mit festen Zeiten für Essen, Sport und Arbeit pegelt sich nicht nur dein Körper wieder ein, sondern auch deine Psyche wird sich mit dieser neuen, kleinen Verlässlichkeit in diesen unsicheren Zeiten wohler fühlen. Auch kleine Auszeiten für Entspannung und soziale Kontakte solltest du dabei auf jeden Fall einplanen. 

2. Gestalte deinen Tag achtsam

Die Zukunft war wohl lange nicht so unüberschaubar, wie in diesen Tagen. Trotzdem oder gerade deshalb ist es wichtig, im Hier und Jetzt zu leben. Statt dich also über Vergangenes oder Kommendes zu sorgen, konzentriere dich doch auf die Gegenwart. Nimm die Sonnenstrahlen am Morgen wahr, den Kälterauch beim Spaziergang durch den Park oder den Geruch vom fertigen Abendessen. Fokussiere dich auf die Aufgabe, die du gerade jetzt ausführst, höre deinem Gesprächspartner aufmerksam zu und beobachte deine Umgebung genau. Du wirst sehen: Das macht nicht nur entspannter, sondern du entdeckst auch noch jede Menge Neues und gibst jedem Tag dadurch die Chance, zu einem echten Glückstag zu werden.

3. Verzichte auch mal auf Social Media

Und wenn du so achtsam durchs Leben gehst, dann versuch doch auch mal einen Tag das Smartphone auszuschalten. Nicht nur die Nachrichtenapps saugen Energie und Zeit, sondern auch Social Media. Denn auch wenn du es nicht willst, du vergleichst dich unterbewusst schnell mit der perfekten Scheinwelt auf Instagram und Co.. Und wirst dadurch automatisch unzufriedener mit deinem Leben. Wenn du trotzdem nicht auf das Internet verzichten möchtest, dann behalte zumindest eines dabei im Hinterkopf: Instagram und Facebook zeigen nicht das reale Leben, sondern nur das, was die anderen dir von ihrem Leben zeigen möchten.

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4. Pflege deine sozialen Kontakte

Ich habe aber noch eine Alternativ-Idee zu Social Media: Pflege die Beziehung zu deinen echten, wichtigen sozialen Kontakten. Damit meine ich nicht die Namen auf deiner Freundesliste, sondern die Menschen, die dich im realen Leben lieben, wie du bist. Also: Ruf deine beste Freundin einfach mal wieder an oder starte eine Video-Session mit deinen Eltern. Wetten, es wird euch alle etwas glücklicher machen? 

Und wenn du mal wieder was wirklich verrücktes machen willst, dann schreib doch einer geliebten Person einfach mal einen Brief. Ja, so einen auf echtem Papier, den du dann mit der Post weg schickst. Warum? Weil es wunderbar nostalgisch und tausend Mal persönlicher ist, als eine Nachricht bei Whatsapp.

5. Beweg dich an der frischen Luft

Wusstest du, dass ein Spaziergang wahre Wunder wirken kann? Schon 15 Minuten an der frischen Luft können nachweislich dein Wohlbefinden steigern und damit auch deine Laune verbessern, wie verschiedene Studien belegen. Vor allem im Herbst und Winter ist es wichtig, regelmäßig raus zu gehen und ordentlich Vitamin D zu tanken. Übrigens: Schon alleine das Bewegen in deiner Wohnung tut gut – vielleicht in Form von Sport? Denn das stärkt Immunsystem und Selbstbewusstsein – und dein Körper bedankt sich obendrein mit Glückshormonen für die angenehme Aktivierung.

6. Ernähre dich überwiegend gesund

Schokolade macht glücklich – aber eben nur in Maßen. Wenn du dir jeden Tag eine Tafel gönnst, dann wird der Belohnungseffekt schnell abflachen, und es bleibt nur die Gewohnheit der täglichen Tafel. Gerade in Krisenzeiten gehört deshalb gesunde Ernährung auf den Plan. Heißt: Abwechslungsreich essen, viel Obst und Gemüse und das am besten frisch. Denn das gibt dir Energie

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Übrigens: In einer depressiven Episode ist Alkohol die wohl schlechteste Lösung. Ein paar Drinks helfen vielleicht im ersten Moment gegen die miese Laune, aber spätestens am nächsten Tag steckst du noch tiefer im Loch, als vorher.


Finde dein eigenes Glück!

Wer weiß, was ihn glücklich macht, der rutscht seltener in solches ein Wintertief. Du hast aber keinen Plan, was dich eigentlich genau glücklich macht?  Dann solltest du das schleunigst herausfinden.

Mein kostenloses Worksheet “Finde dein Glück” hilft dir dabei, deine kurzfristigen und langfristigen Glücksfaktoren zu erkennen. Also, worauf wartest du noch? Gehe mit nur einem Klick den ersten Schritt in ein glücklicheres Leben und beuge so auch Stimmungstiefs und Depressionen vor.

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Vier Tipps für gute Laune

Falls du dich trotz einer stabilen Basis also doch mal in einem Tagestief befindest, dann keine Sorge: Sich mal schlecht zu fühlen, ist ganz normal und gehört zum Leben dazu. Wenn du es aber satt hast, dich durch die dunklen Wintertage runterziehen zu lassen, dann kannst du die vier folgenden Methoden nutzen, um deine Laune sofort etwas zu verbessern:

  1. Höre gute Musik – und zwar laut

Musik wirkt sich unmittelbar auf unsere Stimmung aus. Besonders wenn wir schlechte Laune haben oder traurig sind, sollten wir deshalb zur passenden Musik greifen. Das kann entweder der Lieblingssong sein oder eben einfach ein lauter Song mit ordentlich Bass. Denn der wirkt sich auf unseren Herzschlag aus und kann uns deshalb auch aktivieren, wenn wir gerade am liebsten einschlafen würden.

Grundsätzlich gibt es aber auch unabhängig vom individuellen Musikgeschmack interessante Auswirkungen der einzelnen Genres. So soll Klassik etwa Stress, Depressionen und Angst reduzieren, Rock und Pop sind optimale Stimmungsaufheller und bei Heavy Metal und Techno kannst du Aggressionen abbauen und dich auspowern. 

2. Schaue niedliche Tier-Videos – und zwar viele

Tobende Babykatzen, bellende Welpen oder kuschelnde Koalas – schau dir so viele Tier-Videos im Netz an, wie du möchtest – denn sie heben deine Stimmung nachweislich. Britische Forscher haben im September 2020 herausgefunden, dass diese niedlichen Videos den Blutdruck senken und Angst vorbeugen können. Also: Viel Freude mit dem flauschigen Content! Wie wäre es zum Beispiel hiermit:

Den süßen Welpen kannst du ganze zwei Minuten lang beim Spielen und Toben zusehen 🙂

3. Umgib dich mit Düften – und zwar guten

Ätherischen Ölen wird nachgesagt, sich positiv auf unsere Gesundheit auszuwirken. Wissenschaftliche Belege dafür gibt es zwar nur wenige, aber dennoch steht eines fest: Ein guter Geruch kann die Laune verbessern.

Und hier ist es ähnlich wie mit der Musik: Das kann dein Lieblingsduft sein oder eben ein klassischer mit gezielter Wirkung. So soll Lavendel unter anderem bei Schlafstörungen und Niedergeschlagenheit helfen, Zitrone bei Immunschwäche und Gedächtnisproblemen und Johanniskraut bei depressiven Verstimmungen. Bei Nervosität solltest du zu Salbei greifen, bei Energielosigkeit zu Zeder und bei Herzbeschwerden zu Rose

4. Lächel dich im Spiegel an – und zwar wirklich

Fake it till you make it – treffender könnte man die Methode hinter diesem Tipp nicht beschreiben. Denn auch wenn dir gerade absolut nicht zum Lachen zu Mute ist, solltest du genau das machen – und zwar vor dem Spiegel. Denn deinem Körper ist erstmal egal, warum du lachst, er schüttet dabei eifrig Glückshormone aus. Und so wird aus dem Fake-Lächeln schnell ein echtes – und wenn du am Ende nur darüber schmunzelst, wie lustig dein Spiegelbild mit dem Fake-Grinsen aussieht.

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Wenn du gefallen an dem kuriosen Ritual gefunden hast, dann probier es doch mal mit Lachyoga. Dabei lachst du gemeinsam mit anderen Teilnehmern lauthals und in unterschiedlichen Positionen und trainierst so deinen vielleicht träge gewordenen Lachmuskel im Gesicht – und im Herzen. Bis das allerdings wieder persönlich geht, kannst du auch online an Lachyoga-Kursen teilnehmen. Auf der Webseite www.lachen-online.de findest du einen vollen Terminkalender von Online-Lachkursen.

Will und Rosies Notfall-Tipp

Will&Rosie

Du bist trotzdem noch traurig und niedergeschlagen und fühlst dich irgendwie leer? Dann hilft dir ja vielleicht Will und Rosies Notfall-Tipp. Sie sind nämlich der Überzeugung, dass man sich immer Hilfe suchen sollte, wenn man nicht mehr weiter weiß. Denn niemand ist alleine, auch du nicht. Falls du also jemanden zum Reden brauchst, kannst du dich jederzeit an die Telefonseelsorge (https://www.telefonseelsorge.de) wenden oder eine Online-Therapie wie https://www.betterhelp.com/ oder https://www.selfapy.com/de nutzen. Eines möchten Will und Rosie dir aber schon hier mitgeben: Es gibt immer eine Lösung und das Glück wartet vielleicht schon um die nächste Ecke auf dich…


Lass das Glück in dein Postfach!

Glücklicher werden steht ganz oben auf deiner To-Do-Liste? Dann habe ich eine Idee, wie du den ersten Schritt zu mehr Glück in deinem Leben gehen kannst: Trag dich einfach für den Happy-Newsletter ein. Dann landet nämlich jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat eine Portion Glück direkt in deinem Postfach.

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Fazit

Es ist okay, sich auch mal schlecht zu fühlen. Wer aber tief in der Corona-Depression steckt, sollte sich mit Struktur, Achtsamkeit und Bewegung aus dem Loch kämpfen. Dabei ist niemand alleine, im Notfall gibt es Hilfe von Profis. Und wer kurzfristig eine Aufheiterung sucht, der kann mit seinem Spiegelbild um die Wette grinsen.

2 Kommentare zu „Corona-Tief: 6 Tipps für mehr Lebensfreude in der Krise

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