Achtsamkeit bis Selbstliebe: Was glückliche Menschen anders machen

woman using umbrella with lights

Glücklich sein – das ist gar nicht so einfach, wie es manchmal aussieht. Oft lächeln wir, obwohl uns nach weinen zumute ist; wir verrennen uns auf der Suche nach echtem Glück in kurzfristigen Freuden-Momenten und bleiben am Ende dann doch wieder unzufrieden und ratlos zurück.

Wenn du dieses Gefühl kennst, dann hast du dich bestimmt auch schonmal folgendes gefragt: Was machen glückliche Menschen anders? Wie schaffen sie es nur, offenbar nicht ständig zwischen himmelhochjauchzend und trübsalblasend zu schwanken? Und kann das eigentlich jeder?

KURZCHECK FÜR EILIGE

Glückliche Menschen sind nicht einfach mit Lebensfreude und Energie gesegnet, sie haben das Glück als Priorität erklärt. Außerdem verfügen sie über Charaktereigenschaften wie Resilienz, Dankbarkeit, Selbstliebe, Hilfsbereitschaft und Geselligkeit. Und das Beste daran: All diese Eigenschaften kannst auch du lernen – wenn du nur willst 🙂

Die letzte Frage kann ich dir direkt mit einem dicken, fetten “JA” beantworten. Jeder von uns kann glücklich sein – davon bin nicht nur ich von ganzem Herzen überzeugt, sondern auch die Wissenschaft. In der Positiven Psychologie untersuchen Wissenschaftler bereits seit einigen Jahrzehnten unter anderem, wie Menschen ihr Wohlbefinden steigern können. 

Die Wissenschaft des Wohlbefindens

Martin Seligmann, Wegbereiter der Positiven Psychologie, stellt mit dem Perma-Modell etwa die fünf Arten dar, wie Menschen nach Glück streben. Aber auch andere Forscher haben mit ihren Erkenntnissen zur Glücksforschung beigetragen. Da gibt es zum Beispiel Michael Fordyce, der das erste Happiness-Programm auf den Weg gebracht hat und aus seinen Erkenntnissen die 14 Grundsätze des Glücks herausgefunden hat. Oder Barbara Frederickson, die mit der Broaden-and-build-Theorie die vielfältigen Auswirkungen von positiven Emotionen belegen konnte. Und, und, und…

Basierend auf all diesen Erkenntnissen fällt schnell auf, dass es tatsächlich gewisse Charaktereigenschaften und Aktivitäten gibt, die glückliche Menschen gemeinsam haben. Und das Beste daran ist: Jede Einzelne davon kann man lernen bzw. auf sein eigenes Leben übertragen. Es lohnt sich also für dich, die folgende Liste zu verinnerlichen. Frag dich beim Lesen immer wieder: Wie kann ich das vielleicht in mein Leben integrieren? Denn wenn du dir auch nur ein paar der Dinge zu Herzen nimmst, dann wirst du mit der Zeit merken, dass das Glück nach und nach auch in dein Leben einzieht 🙂 

Das machen glückliche Menschen anders

  1. Sie leben im Hier und Jetzt

Glückliche Menschen leben im Augenblick, erleben den Moment genau und sind dadurch erst in der Lage, das Glück überhaupt zu erkennen, wenn es vor ihnen steht. Denn: Wer mit den Gedanken immerzu in der Vergangenheit oder Zukunft ist, der ist quasi blind für die Chancen auf Glücksmomente in der Gegenwart. Eine wichtige Eigenschaft glücklicher Menschen ist also Achtsamkeit. Wer zufrieden ist, hört intensiv zu, beobachtet sene Umgebung genau und fokussiert sich mit seinen Gedanken und Gefühlen auf einen Zeitraum von wenigen Stunden bis wenigen Tagen. 

  1. Sie machen sich nur selten Sorgen 

Durch den Fokus auf die Gegenwart machen sich glückliche Menschen auch automatisch weniger Sorgen über die Zukunft oder die Meinung anderer Leute. Und das ist auch wichtig – denn Sorgen sind nachweislich die Hauptursache für viele psychische Störungen und das Fehlen des Glücks im eigenen Leben. Das liegt daran, dass Gedanken einen erheblichen Einfluss auf unsere Gefühle haben und die sich wiederum auf unser Handeln auswirken.

Sorgenspiralen haben glückliche Menschen im Griff.
Photo by Kat Jayne on Pexels.com

Lass mich dir das kurz an einem Beispiel aus meinem eigenen Leben verdeutlichen: 

Ich habe mir früher sehr viele Sorgen gemacht – über die Zukunft, die Vergangenheit und das Urteil anderer Menschen über das, was ich tue. Dadurch habe ich irgendwann angefangen, selbst neutrale Gespräche negativ zu interpretieren. “Er mag mich nicht, nimmt mich nicht ernst” oder “Das mit dem Job wird ja eh nichts, weil ich nicht qualifiziert genug bin” waren Ablehnungen, die ich mir durch meine Sorgenspirale selbst eingeredet habe. Die Folge: Ich habe mich immer schlechter gefühlt und wurde unmotiviert. 

Der Wendepunkt kam erst, als ich verstanden habe, dass meine Gedanken mich nicht definieren. Sie spiegeln nicht die Realität, sondern nur meine Sicht der Realität. Ich entscheide also selbst, ob ich mich den Sorgen hingebe oder mich auf das Positive in meinem Leben fokussiere. 

  1. Sie probieren immer wieder Neues aus

Falls du das Glück auf dem Sofa suchst, wirst du nur in den seltensten Fällen fündig. Denn zufriedene Menschen sind sehr aktiv und probieren immer wieder Neues aus. Sie verbringen den Großteil ihrer Zeit mit Aktivitäten, die sie lieben. Man kann sagen – Happy People sagen laut “JA” zum Leben, während unglückliche Leute eher dazu neigen, “Muss das jetzt sein?” zu fragen, wenn sich eine neue Gelegenheit bietet. Um deinem Glück also einen Schritt näher zu kommen, sag das nächste Mal, wenn du etwas Neues lernen oder entdecken kannst, doch einfach “JA” und freu dich auf das Abenteuer


Finde heraus, was dich happy macht!

Und um das gleich einmal zu üben, möchte ich dich direkt zu einer kleinen Entdeckungsreise einladen. Im kostenlosen WorksheetFinde deine Glücksfaktoren“ kommst du deinen ganz persönlichen Glücksmomenten einen Schritt näher und erkennst, mit welchen Aktivitäten du mehr Glück in dein Leben bringen kannst. Also, worauf wartest du noch? Sag einfach „Ja“ zum Glück 🙂

Einen Moment…
Super! Du hast den ersten Schritt geschafft 🙂

  1. Sie haben geringe Erwartungen 

Mal ehrlich: Wie stellst du dir ein glückliches Leben vor? Vielleicht träumst du von den Millionen auf dem Konto, dem perfekten Traumpartner oder einem Job mit möglichst viel Einfluss und Anerkennung? Dann muss ich jetzt leider eine spitze Nadel nehmen und diese Seifenblase mit deiner Vorstellung vom Glück platzen lassen. Uund: Peng! Sorry – aber es ist nunmal leider so: Selbst, wenn du all das erreichen solltest (und ich wünsche es dir sehr!), wirst du dadurch nicht automatisch auch glücklich. 

Erfolg ist eine Frage der Erwartungen
Photo by Andrea Piacquadio on Pexels.com

Entscheidend ist nämlich, mit welcher Erwartungshaltung du Dinge angehst. Wenn du immer das Bestmögliche erwartest, dann wirst du öfter enttäuscht und wenn das öfter geschieht, wirst du irgendwann unzufrieden. Glückliche Menschen hingegen haben geringe Erwartungen und setzen sich stets nur realistische Ziele. Dadurch sind die glücklich mit dem, was sie im Leben haben und dankbar für alles, was sie erreichen. Und Dankbarkeit macht eben glücklich, weil man damit das Leben in einer Gänze wertschätzt.

  1. Sie verfolgen ihre Ziele leidenschaftlich – also auch das Glück

Apropos Ziele: Glückliche Menschen setzen sich sinnvolle und realistische Ziele. Und statt ihnen blind nachzueifern, genießen sie bereits den Weg zu ihrem Ziel und erledigen die notwendigen Schritte voller Leidenschaft. Das hat einen ganz entscheidenden Vorteil: Stell dir einmal vor, du erreichst dein großes Endziel aus irgendwelchen Gründen nie. Wenn du bereits den Weg dorthin genießt, dann bist du nicht enttäuscht, sondern mit dem zufrieden, was du bisher geschafft hast. Der Grund: Du hattest eine gute Zeit mit sinnerfüllter Arbeit und Freude. Das trifft übrigens auch auf das Glück zu: Wer es will, der muss es zur Priorität machen – und bereits den Weg in ein glücklicheres Leben genießen lernen. Denn das Glück an sich ist kein Dauerzustand, sondern eine Lebensweise, die mit Schwankungen verbunden ist.

  1. Sie sind optimistisch und krisensicher

Optimismus und Positives Denken gelten als “Königsweg zum Glück”. Das liegt vor allem daran, dass ein positives Mindset die wohl wichtigste Charaktereigenschaft glücklicher Menschen ist. Denn wem es gelingt, selbst bei Problemen die positiven Aspekte zu entdecken, den kann so schnell nichts aus der Bahn werfen. Optimisten bauen also nicht selten auch eine ausgeprägte Resilienz auf, wodurch sie Krankheit, Kummer und Krisen besser überstehen als viele andere Menschen

Will&Rosie

Will und Rosie mussten nach mehreren Krisen erst wieder lernen, positiv zu denken. Also haben sie zwei einfache Strategien angewandt: Sie haben sich einen Monat lang abends zusammengesetzt und den Tag einmal durch eine positive und einmal durch eine negative Brille beleuchtet. Dadurch haben sie die unterschiedlichen Möglichkeiten kennengelernt, wie man Ereignisse bewerten kann – und wie sich das auf das eigene Wohlbefinden auswirken kann. Als zweiten Schritt haben sie dann die negative Brille abgelegt und drei positive Dinge des Tages aufgeschrieben, um den Fokus aktiv auf das Gute zu lenken. 

  1. Sie umgeben sich mit lieben Menschen

Alleine wird man nur selten zu einem wirklich glücklichen Menschen. Dein Umfeld ist so unfassbar entscheidend, wenn es um dein Glück und deine innere Einstellung geht. Und dabei ist es im Grunde ganz egal, ob du nun ein besonders enges Verhältnis zu deiner Familie, engen Freunden oder deinem Partner – oder allen zusammen hast. Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass glückliche Menschen mindestens eine gesunde und stärkende Beziehung haben. Übrigens: In den meisten Fällen sind die glücklichsten Menschen auch sonst sehr gesellig. 

Enge Bindungen sind einer der wichtigsten Glücksfaktoren
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Du bist eigentlich eher ein schüchterner Einzelgänger? Dann kümmere dich vielleicht besonders um die Bindungen, die dein Leben bereichern. Und wenn du geselliger werden möchtest, dann lächel doch das nächste Mal im Supermarkt einfach mal jemanden an, der dir sympathisch ist. Oder sei aktiv in Foren und Social-Media-Gruppen, die deine Interessen vertreten. 

  1. Sie machen andere Menschen glücklich

Egoismus und Glück haben nicht viel miteinander am Hut. Denn mit dem Glück ist es so: Wer es teilt, bekommt es gleich doppelt zurück. Gute Taten gehören zu einem zufriedenen Leben also dazu. Und das muss nicht gleich ein Ehrenamt sein. Schon ein ernst gemeintes “Dankeschön” an den Postboten, ein kleiner Gefallen für den Nachbarn oder ein Besuch bei den Großeltern sorgt für Freude bei deinem Gegenüber – und langfristig für mehr Glück in deinem Leben.

  1. Sie akzeptieren und lieben sich selbst

Glück entsteht durch mentale Gesundheit. Und die erreichst du, indem du auf dich achtest und an einer gesunden Persönlichkeit arbeitest. Eine gesunde Persönlichkeit besteht laut Glücksforschung aus fünf Aspekten

  1. Selbstliebe: Liebe dich, wie du bist – und mach dir deine liebenswerten Seiten bewusst
  2. Selbstakzeptanz: Akzeptiere dich mit all deinen Ecken und Kanten
  3. Selbstbewusstsein: Mach dir deine Werte, Gefühle und Ziele bewusst und lebe danach
  4. Selbstständigkeit: Sei unabhängig von der Meinung und Hilfe anderer 
  5. Authentizität: Trau dich, du selbst zu sein, deine Meinung zu vertreten und das auch anderen zu zeigen
  1. Sie achten auf ihre Gesundheit

Glück ist auch eine Frage der Gesundheit. Und damit meine ich nicht, dass man mit chronischen Krankheiten seine Chance auf ein glückliches Leben verspielt hat – denn das ist ausdrücklich nicht der Fall. Was aber Fakt ist: Wer seiner Gesundheit durch ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und zuviel Alkohol oder Drogen dauerhaft schadet, der spielt auch seinem eigenen Unglück in die Karten. Denn gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegungen geben unserem Körper die Chance, Glückshormone freizusetzen und sich von Giftstoffen zu befreien. Und damit verringern glückliche Menschen nicht nur die Wahrscheinlichkeit, eine von vielen körperlichen Krankheiten zu bekommen, sondern halten auch unsere Psyche gesund. 

FAZIT

Glückliche Menschen sind nicht einfach mit Lebensfreude und Energie gesegnet, sie haben das Glück als Priorität erklärt. Außerdem verfügen sie über Charaktereigenschaften wie Resilienz, Dankbarkeit, Selbstliebe, Hilfsbereitschaft und Geselligkeit. Und das Beste daran: All diese Eigenschaften kannst auch du lernen – wenn du nur willst 🙂


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6 Kommentare zu „Achtsamkeit bis Selbstliebe: Was glückliche Menschen anders machen

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