Liebe: 7 Wahrheiten über das schönste Gefühl der Welt

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Monogam oder polygam. Freundschaftlich oder leidenschaftlich. Toxisch oder gesund. Ja, Liebe kann so einiges sein. Für die Romantiker unter uns ist sie das wohl größte Wunder dieses Universums. Die großen Dichter und Musiker haben diesem mysteriösen Gefühl ganze Werke gewidmet, Romeo und Julia sind sogar für sie gestorben. 

Dabei wissen wir ehrlich gesagt auch heute noch nicht so ganz, was es mit der Liebe eigentlich genau auf sich hat. Klar, es fühlt sich mega an, verliebt zu sein. Und die tiefe Zuneigung zu Partner, Familie und Freunden macht unser Leben deutlich besser. Aber macht Liebe denn eigentlich wirklich blind? Und gibt es die Liebe auf den ersten Blick wirklich?

Auf einen Blick

Eine allgemeine Definition von Liebe gibt es auch heute noch nicht. Aber ein paar Wahrheiten über das schönste Gefühl der Welt schon. Zum Beispiel spielt sich Liebe im Kopf, statt im Herzen ab und lässt uns im besten Fall sogar länger leben. Aber die wichtigste Wahrheit ist: In der Liebe gibt es keine Regeln – es ist alles erlaubt, was sich gut anfühlt.

Die Liebe auf den ersten Blick

Das sind nur ein paar der vielen Fragen rund um die Liebe, die viele von uns beschäftigen. Und mittlerweile gibt es sogar Antworten auf einige dieser Fragen. Um dir also ein Update zum Thema Liebe zu geben, verrate ich dir gleich sieben Wahrheiten über das schönste Gefühl der Welt. Aber: Der Romantiker in dir muss sich dafür warm anziehen. 

Deshalb beginne ich mit der romantischen Version: Will und Rosie glauben nämlich fest daran, dass Liebe mehr ist als Hormone und Körperreaktionen. Als die beiden sich kennengelernt haben, war da sofort eine magische Anziehung zueinander, die sie sich nicht erklären konnten.

Irgendwie war es, als würden wir uns schon lange kennen. Uns war sofort klar: Das muss Liebe sein.

will und rosie

Sieben Wahrheiten über die Liebe

  1. Liebe verändert sich

Warst du schon mal so richtig verliebt? Dann kennst du bestimmt das flaue Gefühl im Bauch, wenn du an die Person denkst, die Glücksgefühle, wenn du sie endlich siehst und die Sehnsucht, wenn ihr mal nicht beieinander seid. Verliebtsein fühlt sich fast an, wie eine Sucht – oder? 

Diese Euphorie verdanken wir dem Glückshormon Dopamin und unserem Belohnungszentrum im Gehirn. Das Dopamin vermehrt sich nämlich in der heißen Phase des Verliebtseins in Rekordzeit und feiert im Gehirn eine fette Love-Party.

Verliebte sind wie im Drogenrausch
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Die Folge: Wir sind wie auf Drogen und befinden uns im Rausch, sind aktiver und weniger rational. Das liegt daran, dass die Love-Party im Belohnungszentrum soviel Energie braucht, dass weniger davon im rationalen Teil des Gehirns ankommt. Streng genommen macht Liebe bzw. Verlieben also nicht blind, aber vorübergehend vielleicht ein bisschen dumm. 

Aber auch das Dopamin wird irgendwann müde. Nach spätestens zwei Jahren Feierei kehrt das Glückshormon wieder zurück in sein normales Leben. Jetzt übernimmt das Kuschelhormon Oxytocin. Das möchte, wie der Name schon sagt, vor allem eines: Viel Nähe und Zuneigung. Das ist der Zeitraum, in dem aus den Verliebten ein Liebespaar wird. Und laut Forschern ist das auch gut so – denn der Rausch des Verliebtseins ist für unseren Körper auf Dauer einfach zu viel. 

  1. Liebe baut sich auf

Klar erledigen unsere Hormone jetzt nicht alles für uns – wir müssen schon an der Beziehung arbeiten, um die Liebe wachsen zu lassen. Michael Fordyce gilt als Pionier der Positiven Psychologie und hat auch untersucht, wie eine “illusionsfreie Liebe”, wie er es nennt, entsteht. Das Ergebnis ist der Berg der Liebe

Der Theorie zufolge besteht eine erfüllte Liebesbeziehung aus zwölf aufeinander aufbauenden Schritten:

Berg der Liebe

Zuerst muss natürlich Kontakt zwischen zwei Menschen bestehen. Dann müssen sich beide attraktiv finden und eine gewisse Ähnlichkeit entdecken, woraus dann eine Kompatibilität entsteht. Ehrlichkeit, Verständnis und Akzeptanz sind die nächsten Schritte zur Liebe. Mit gegenseitigem Respekt, Vertrauen und gemeinsamen Wachstum erklimmen zwei Menschen dann zum Gipfel des Liebes-Berges.  

  1. Liebe ist gesund

So ein richtiger Schock ist das jetzt nicht, oder? Die Beziehungen in unserem Leben geben uns aber nicht nur mental eine gewisse Stabilität und Geborgenheit, sondern eben auch körperlich. So schreibt der Autor Werner Martens in seinem Buch “Lob der langen Liebe” zum Beispiel, dass selbst eine mäßig befriedigende Beziehung gesünder sei, als eine Trennung. 

Der Hintergrund: Liebe ist gut für unser Immunsystem, stärkt die Stresstoleranz und mindert unser Schmerzempfinden. Außerdem sinkt die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung und Männer schlafen besser und leben durchschnittlich sogar länger. 

Wenn du mich fragst, ist das zwar ein durchaus interessanter Denkansatz, aber es kommt immer auf die individuelle Beziehung an. Denn ich bin davon überzeugt, dass wir uns in keinem Lebensbereich mit einem Zustand zufrieden geben sollten, der uns nicht glücklich macht. Genauso, wie wir ein glückliches und selbstbestimmtes Leben verdienen, haben wir auch eine erfüllende Liebe verdient. Länger zu leben bringt dir ja auch nichts, wenn du dann einfach länger unzufrieden bist, oder? 🙂 


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Einen Moment bitte…
Juhu! Das hat geklappt 🙂

Das Ganze geht aber auch andersrum: Es gibt nämlich Krankheiten, die unsere Fähigkeit zu lieben zumindest vorübergehend lindern können. Bei einer Depression zum Beispiel sind die Emotionen des Betroffenen teilweise so gedämpft, dass er die Liebe nicht aktiv fühlen kann. Aber eines kann ich dir hier aus Erfahrung sagen: Nur, weil du es in einem solchen Moment nicht spürst, bedeutet das nicht, dass die Liebe nicht da ist. 

  1. Liebe geht durch die Nase

Das Aussehen entscheidet darüber, welche Menschen wir interessant finden. Wer aber wirklich anziehend auf uns wirkt, das entscheidet tatsächlich unsere Nase. Das hat evolutionstechnische Gründe. Es geht also nicht darum, welches Parfum dein Gegenüber drauf hat – sondern welches MHC-Profil dein Unterbewusstsein wahrnimmt. 

MHC heißt ausgeschrieben Major-Histocompatibility-Complex. Und das ist eigentlich nur ein sehr kompliziert klingender Name für bestimmte Immungene zur Abwehr von Krankheitserregern. Und wenn die MHC-Chemie zweier Menschen stimmt, dann steht der Liebe rein biologisch erstmal nichts im Weg.

  1. Liebe kennt keine Regeln

Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Liebe denkst? Vielleicht das Bild vom edlen Ritter, der die Prinzessin aus dem Turm rettet oder eines der zahlreichen Happy-Ends aus Hollywood-Liebesfilmen, bei denen der Mann die Frau dann doch noch im Sturm erobert? Naja, oder vielleicht die attraktive Dame aus der Parship-Werbung, die sich nach 11 Minuten in ihren Traummann verliebt hat… 

Liebe hat viele Gesichter.
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All diese Beispiele haben eines gemeinsam: Sie vermitteln uns ein ganz bestimmtes Bild davon, wie Liebe aussieht. Und je nachdem, wo wir uns im Internet so rumtreiben, übernehmen wir noch viel mehr Ideale: Liebe muss immer aufregend, leidenschaftlich und dramatisch sein. Und für jeden von uns gibt es nur den einen Traumpartner, mit dem wir dann auf jeden Fall auch immer glücklich durchs Leben gehen. 

Ganz ehrlich? Das ist Bullshit. Und ja, ich muss das mal so deutlich sagen. Denn in der Liebe gibt es keine Regeln. Du kannst lieben wen – und sogar so viele, wie du willst. Du darfst dich selbst lieben, deine Familie, Freunde und sogar deinen Job. Und in deinen Beziehungen darf es auch mal ordentlich rappeln. Ihr dürft euch zoffen, Krisen haben und eure Liebe anders ausleben, als es Medien und Gesellschaft uns vorzeigen. 

Na gut, eine Regel gibt es dann doch: Es muss sich gut und richtig anfühlen.

  1. Liebe in Phasen

Im Laufe unseres Lebens begegnen wir vielen Menschen. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen durchleben wir aber nur drei relevante Liebesbeziehungen, die sich klar voneinander unterscheiden. 

Die erste Liebe gilt dabei als idealisierend. Wir projizieren auf unseren ersten Partner all die Bedürfnisse, die wir uns als Kind hatten und die unsere Eltern uns erfüllen sollten. Je weniger unsere Eltern diesen Bedürfnissen dabei nachgekommen sind, desto größer sind die Forderungen an unsere erste Beziehung. 

Die zweite Liebe gilt allgemeinhin als Konflikt-Liebe. Und ja, sie läuft üblicherweise genau so, wie man es sich vorstellt: Es wird viel gestritten und diskutiert. 

Und wenn du die beiden Liebes-Phasen durchgestanden hast, dann kommt die einfache und leichte Liebe. Die Liebe, die als die wahre gilt. Allerdings gibt es viele Menschen, die quasi in der zweiten Phase stecken bleiben, weil sie nichts aus ihr gelernt haben. 

Drei Liebesphasen braucht es, um die wahre Liebe zu finden.
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Übrigens: Es ist auch möglich, diese drei Phasen mit einem einzigen Menschen zu durchleben. Dazu gehört dann aber eine gehörige Portion Durchhaltevermögen und der unbedingte Wille, an dieser Liebe festzuhalten. 

  1. Liebe ist berechenbar

Eine Liebesbeziehung am Laufen halten – das ist oft garnicht so einfach. Der Mathematiker und Psychologe John Gottman hat aber eine einfache Formel für eine funktionierende Beziehung aufgestellt: 5:1. Das heißt: Das Verhältnis von positiven zu negativen Momenten in der Beziehung muss im Durchschnitt fünf zu eins betragen. 

Und ja, selbst im Streit erleben glückliche Paare lediglich einen negativen Moment und fünf positive. Wenn das Verhältnis jedoch ausgeglichen ist, dann werden die Paare es deutlich schwer haben, an ihrer Liebe festzuhalten. Der Grund: Das Negative bleibt uns länger im Gedächtnis und nimmt dadurch Überhand. 


Hol dir das Glück ins Postfach!

Natürlich lohnt es sich in allen Lebensbereichen, den Blick auf das Positive zu richten. Damit dir das ab jetzt noch etwas leichter fällt, gibt es den Happy-Newsletter. Darin erwarten dich jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat Glückstipps, Good-News und Inspiration für mehr Gute Laune und Zufriedenheit in deinem Leben. Also lass einfach deine Email-Adresse da und hol dir eine Portion Glück in dein Postfach 🙂

Einen Moment bitte…
Juhu! Das hat geklappt 🙂

Was bedeutet Liebe für dich?

So – und jetzt lass uns mal wieder zurück zur Realität kommen. Also nicht zur wissenschaftlichen, sondern zu deiner Realität. Was ist Liebe für dich? Denn ganz ehrlich, das ist es, was am Ende zählt. 

Es ist zwar durchaus wichtig, die Hintergründe dieses Gefühls zu kennen – aber auch die Wissenschaft ist bis heute noch nicht auf eine allgemeingültige Definition der Liebe gekommen. Denn sie ist am Ende – ähnlich wie das Glück – für jeden von uns doch ein bisschen was anderes.

Fazit

Eine allgemeine Definition von Liebe gibt es auch heute noch nicht. Und das ist auch die gute Nachricht für alle Romantiker unter uns: Die Liebe ist eben doch ein unergründliches Gefühl – und hat damit doch etwas Magisches an sich, oder? 🙂

2 Kommentare zu „Liebe: 7 Wahrheiten über das schönste Gefühl der Welt

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