Wie gelebte Weiblichkeit uns glücklicher machen kann

Wer bist du, wenn du niemand sein musst? Unsere Welt ist so voller Erwartungen, Anforderungen und Rollenbildern. Dadurch vergessen wir oft, wer wir eigentlich wirklich sind. Und was unsere Weiblichkeit eigentlich ausmacht.

Unsere Persönlichkeit besteht aus vielen verschiedenen Facetten, unsere Identität ist ein vielseitiges Konstrukt mit vielen verschiedenen Seiten. Und so trägt auch jeder von uns eine weibliche und männliche Seite in sich. 

Unsere Gesellschaft ist allerdings bereits seit Jahrzehnten geprägt von Männlichkeit und den damit in Verbindung gebrachten Attributen. Die Folge: Sowohl Frauen, als auch Männer verstecken ihre weibliche Seite und verurteilen die dazugehörigen Facetten ihres Ichs oftmals sogar. 

Auf einen Blick

Gesellschaftliche Rollenbilder sorgen noch immer dafür, dass viele Menschen ihre weibliche Seite verstecken, statt sie auszuleben. Dadurch distanzieren wir uns voneinander und werden mehr und mehr leistungsorientiert. Deshalb ist es höchste Zeit, die emotionale Seite in uns wieder zu erwecken und uns wieder auf unser Inneres zu besinnen. Das geht unter anderem mit gutem Schlaf, Bewegung und Auseinandersetzung mit Gedanken und Gefühlen.

Aber was bedeuten Männlichkeit und Weiblichkeit denn eigentlich? Natürlich gibt es dafür keine allgemeingültige Definition, denn beides ist sehr individuell. Im Buddhismus unterscheidet man deshalb lediglich die weibliche Energie (Yin) und die männliche Energie (Yang). Die schlummern unabhängig vom Geschlecht in jedem von uns. In vielen asiatischen Kulturen sind die Menschen außerdem davon überzeugt, dass wir nur wirklich glücklich sein können, wenn Yin Und Yang im Einklang sind.

Die typischen Eigenschaften

Trotzdem gibt es natürlich typische Eigenschaften, die mit Männlichkeit und Weiblichkeit in Verbindung gebracht werden. 

Weiblichkeit (Yin) steht demnach für Eigenschaften, die eher Frauen zugesprochen werden: Intuition, Emotionalität, Naturverbundenheit, Fürsorge, Verbindung, Hilfsbereitschaft, Kreativität, Selbstakzeptanz, Verträglichkeit, Harmoniebedürfnis, Innere Ruhe und Ausgeglichenheit. 

Männlichkeit (Yang) hingegen steht eher für Stärke, Durchsetzungsvermögen, Führungsvermögen, Pragmatismus, Leistungsorientierung, Materialismus und ähnliche Eigenschaften. 

Und vielleicht fällt es dir ja auf: Das sind eben auch die Attribute, die in unserer heutigen leistungsorientierten Gesellschaft oft gefordert werden. Eigenschaften, die mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht werden, werden hingegen oft als schwach und unterwürfig wahrgenommen.

Rollenbilder aufbrechen für Anfänger

Rollenbilder sind ein strukturelles Problem unserer Gesellschaft – und das beginnt bereits in der Erziehung. Mädchen lernen, sich anzupassen und behaupten zu müssen, Jungs sollen nicht weinen. Aber wie immer liegt es auch hier in unserer Hand: Wir können uns diesen Klischees hingeben oder nach unseren eigenen individuellen Vorstellungen leben.

Rollenbilder sind heutzutage eigentlich überholt.
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Denn lass mich dir eines verraten: Männer müssen kein Fleisch essen oder einen Bart tragen, sie müssen nicht muskulös sein und eine tiefe Stimme haben, mit Frauen zusammen sein und auf dicke Karren und Sport abfahren. Im Gegenteil: Sie dürfen auch Männer lieben, emotional sein, sich schminken und Kleider tragen, wenn es sie glücklich macht. 

Und Frauen? Die dürfen neben den männlichen Attributen wie Leistung, Materialismus und Pragmatismus eben auch ihre weiblichen Seiten ausleben. Sie dürfen offen fürsorglich und harmoniebedürftig sein und sich für andere einsetzen, auf ihr Bauchgefühl hören, Launen und Emotionen zeigen. Denn Weiblichkeit ist eben nicht Schminke, lange Haare und Kleidung – sondern versteckt sich meistens hinter dem, was wir auf den ersten Blick sehen.


Will&Rosie

Will und Rosie zum Beispiel haben mittlerweile gelernt, ihre weibliche Energie auszuleben. Als sie sich kennengelernt haben, hatten beide so ihre Probleme mit Weiblichkeit. Rosie hat sich geweigert, als „Mädchen-Mädchen” dazustehen und deshalb so oft es geht betont, dass sie ja auch Actionfilme mag und ihr Karriere wirklich wichtig ist. Und auch Will hat sich immer als der Mann mit der starken Schulter gegeben, dem nichts etwas anhaben kann. 

Naja und dann haben sie sich abends einmal einen Film angesehen, der trauriger war, als erwartet. Und am Ende saßen beide tränenüberströmt vor dem Fernseher, haben sich angesehen – und gelacht. Weil es ein so ehrlicher Moment war – und etwas unfassbar befreiendes hatte. Denn seitdem wissen sie, dass Gefühle zeigen etwas ganz wunderbares ist.


Du fragst dich, wo dabei eigentlich unsere hart erkämpfte Emanzipation bleibt? Die bleibt natürlich nicht auf der Strecke. Es ist enorm wertvoll und wichtig, dass Frauen mittlerweile immer mehr Möglichkeiten haben und ihre Stimmen immer mehr Gehör finden. Aber auch die heutige Emanzipation ist noch lange nicht das, was unsere Gesellschaft braucht. Denn Frauen wie Männer leben ihre weiblichen damit sehr emotionalen und sinnlichen Seiten oft nicht aus, weil die Gesellschaft von ihnen Stärke und Leistung fordert. 

Mal ganz abgesehen davon, dass Frauen auf der ganzen Welt noch immer im Nachteil sind. Selbst in Deutschland verdienen sie weniger, sind seltener in Führungsetagen zu finden und werden deutlich öfter Opfer von Gewalt und Missbrauch. Und das, obwohl viele Frauen sich der männlichen Welt ja bereits anpassen. 

Warum Weiblichkeit so wichtig ist

Aber warum ist Weiblichkeit denn eigentlich so wichtig? Nunja, die Tatsache, dass wir unsere verletzliche, emotionale Seite oftmals vergraben, statt sie auszuleben, führt gleich zu mehreren Problemen. Zum einen wirkt sich kollektiver Verzicht auf Weiblichkeit auf unser gesellschaftliches Miteinander aus. Erste Symptome davon sehen wir bereits jetzt: Es gibt mehr Distanz & weniger Miteinander; mehr Gewalt & weniger Fürsorge und der Fokus liegt zunehmend auf Leistung und Dingen, statt auf den Menschen. 

Aber nicht nur gesellschaftlich, sondern auch ganz persönlich hilft gelebte Weiblichkeit, dir selbst wieder viel näherzukommen. Der Biologe Rasmus Nielsen sagte einmal: „Die weibliche Natur ist wie das Meer: Es gibt dem leisesten, schwächsten Drucke nach und trägt doch die schwersten Lasten.” Er beschreibt damit die unglaubliche Urkraft, die weibliche Energie auch in sich trägt. Denn wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, dann wissen wir auch viel besser mit unseren Ressourcen umzugehen und unsere Stärken einzusetzen.

Die weibliche Energie bringt uns unserem Inneren wieder näher.

Unser Yin zu leben bedeutet aber auch: Loslassen, sich hingeben, fühlen, vertrauen, intuitiv sein, annehmen, integrieren, vergeben, schwach sein, geschehen lassen, geduldig sein und sich selbst akzeptieren und lieben. 

Und das Beste daran ist, dass jeder von uns lernen kann, wieder mehr auf die weibliche Seite in uns zu hören. Wie das geht, verrate ich dir gleich. Vorher sollten wir aber noch einmal checken, ob in dir überhaupt ein Ungleichgewicht herrscht. 

Was, wenn die Weiblichkeit fehlt?

Es gibt nämlich bestimmte Symptome, die darauf hinweisen können, dass deine weibliche Energie von den männlichen Attributen in dir überdeckt werden – und du dir damit am Ende eigentlich nur selbst schadest. 

Das kann sich zum einen körperlich äußern, mit Schmerzen, Schlafstörungen und Erschöpfung. Viel häufiger kommt es allerdings zu psychischen Symptomen wie Ruhelosigkeit, innere Leere und einer Sehnsucht nach dir selbst, die du bisher nicht wirklich stillen konntest – eben weil du merkst, dass da irgendwas fehlt. 


Finde heraus, was dich glücklich macht

Weiblichkeit ist natürlich kein Geheimrezept für ein glückliches Leben aber eben ein wichtiger Teil davon. Wenn du dir aber auch insgesamt ein glückliches und zufriedenes Leben erschaffen willst, dann habe ich eine Kleinigkeit für dich. Der erste Schritt zu mehr Glück ist nämlich, genau zu wissen, was dich eigentlich happy macht. Und das ist manchmal gar nicht so einfach.

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Wie du deine Weiblichkeit steigern kannst

Erkennst du dich darin wieder? Dann wird es höchste Zeit, dein inneres Yin wieder etwas mehr herauszukitzeln und dadurch wieder mehr zu dir selbst zu finden. Die folgenden Tipps können dir dabei helfen: 

  1. Suche die Nähe zur Natur, denn die erdet unser Bewusstsein, entspannt uns und lässt uns somit endlich mal unserer inneren Stimme lauschen. 
  2. Verbringe Zeit am Meer. Denn Wasser ist Energie und kann dir dadurch so viel Kraft spenden und dich lehren, dich dem Fluss des Lebens hinzugeben.
  3. Lebe deine Kreativität aus. Indem du deinen Ideen Freiraum gibst und sie bewusst nach draußen trägst, gibst du jeder Seite von dir die Möglichkeit, sich mitzuteilen.
  4. Gönne dir ausreichend Schlaf. Nachts verarbeitet unser Unterbewusstsein nämlich fleißig und schafft damit Platz für neue Eindrücke und Möglichkeiten, dein Leben zu gestalten. 
  5. Lerne deine Innenwelt kennen. Beschäftige dich also intensiv mit deinen Gedanken und Gefühlen, um sie besser zu verstehen und dich besser kennenzulernen. 
  6. Höre auf dein Bauchgefühl. Sobald du deine Innenwelt besser kennst, kannst du deiner Intuition immer mehr trauen, statt alles zu zerdenken. 
  7.  Bewege dich regelmäßig. Damit steigerst du dein Körperbewusstsein und kannst so auch körperlich deine weibliche Energie kennenlernen. 
  8. Sorge dich gut um dich. Selbstakzeptanz und Selbstliebe sind wichtige Attribute der Weiblichkeit. Denn nur, wer sich selbst liebt und sich um sich selbst kümmert, kann dieses Mitgefühl auch nach außen tragen, ohne sich selbst auszubeuten.

FAZIT

Weiblichkeit ist keine reine Frauensache, sondern steckt in jedem von uns. Und unsere weibliche Energie kann uns helfen, uns selbst wieder näher zu kommen, uns besser mit anderen Menschen zu verbinden und sogar die Welt ein klein bisschen friedlicher zu machen. Also: Ein Hoch auf die Weiblichkeit!


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