Selbstliebe lernen: 8 Tipps für mehr Körperakzeptanz

Körperakzeptanz kann man lernen.

Sag mal: Wie stehst du zu deinem Körper? Siehst du ihn in erster Linie als Hülle, die vor allem funktionieren sollte oder begreifst du ihn eher als wichtigen Teil von dir, mit dem du eng verbunden bist? Ich weiß, keine einfache Frage. Aber die Antwort darauf gibt dir erste Hinweise auf ein enorm wichtiges Thema – deine Körperakzeptanz

Körperakzeptanz ist ein wichtiges Thema.
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Wenn du mich fragst, dann sind Psyche und Körper nämlich untrennbar miteinander verbunden. Und das sehe übrigens nicht nur ich so, sondern auch zahlreiche Mediziner*innen, Psycholog*innen, Philosoph*innen und Wissenschaftler*innen. So sagte der deutsche Dichter und Schriftsteller Christian Morgenstern zum Beispiel einst: „Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.” 

Auf einen Blick

Wir alle sind mit einem ganz eigenen Körper geboren worden und verbringen unser Leben mit ihm. Ganz egal, welche Makel er aus unserer Sicht hat, am besten pflegen wir eine tiefe Verbindung zu ihm. Das Stichwort lautet hier Körperakzeptanz. Wer seinen Körper mit allen Facetten akzeptiert, stärkt seine Gesundheit und geht einen wichtigen Schritt zur Selbstliebe.

Gesund dank positiven Gedanken

In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine optimistische Lebenseinstellung helfen kann, Krankheiten besser zu überstehen und die Heilungschancen bei ernsthaften Erkrankungen steigert. Die gleiche Wirkung gibt es allerdings auch umgekehrt: Wer eine negative Lebenseinstellung und viel Stress im Alltag hat, der hat alleine dadurch schon ein höheres Risiko dafür, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Autoimmunkrankheiten oder Krebs zu bekommen.

Aber vielleicht muss es auch nicht gleich ganz so dramatisch sein, um die Relevanz von Körperakzeptanz für dein psychisches Wohlbefinden deutlich zu machen. Das Zusammenspiel von Körper und Psyche zeigt sich oft schon an ganz simplen Dingen: Wenn der Stress auf den Magen schlägt, Angst sich durch Kopfschmerzen bemerkbar macht oder eine psychische Last zusätzlich deinen Rücken belastet.

Psychosomatik vereint Körper und Seele

All das sind psychosomatische Symptome. Der Begriff Psychosomatik beschreibt die untrennbare Einheit von Körper und Psyche in der Medizin. Er setzt sich aus den griechischen Wörtern für Seele und Körper zusammen. Der Autor Alexander Kugelstadt schreibt in seinem Buch “Dann ist das wohl psychosomatisch!”, dass etwa eine Depression das Zusammenspiel von Körper und Psyche sehr deutlich zeigt. Der Grund: Die Krankheit ist hochkomplex, individuell unterschiedlich ausgeprägt und betrifft Körper und Psyche gleichermaßen.

Körper und Seele gehören zusammen.
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Aber wo Schatten ist, ist auch Licht – wo Krankheiten sind, gibt es auch immer Gesundheit. Deshalb möchte ich dir gerne die vier Säulen psychosomatischer Gesundheit aus dem Buch mit an die Hand geben: 

  1. Freundschaftlicher Umgang mit dir selbst. 
  2. Die Kunst der Selbstberuhigung
  3. Gesunde und stärkende Beziehungen
  4. Körperliche Aktivität und eine sinnvolle Aufgabe.

Wie Krankheit wirklich entsteht

Auch das Salutogenesemodell aus der Medizinsoziologie behandelt die Entstehung von ganzheitlicher Gesundheit. Dabei gilt das körperliche und psychische Ungleichgewicht als Normalzustand. Der Mensch ist also nie nur gesund oder nur krank. Vielmehr muss der Körper sich gegen dauerhaft anwesende Stressoren durchsetzen. Wie gut das gelingt, das hängt von persönlichen Ressourcen ab. Lass mich dir das anhand eines persönlichen Beispiels deutlich machen: 

Meine Depression habe ich bekommen, nachdem ich einen neuen Job in einer neuen Stadt angefangen habe, bei dem ich viel gearbeitet und wenig Freunde getroffen habe. Die Stressoren (Job,neue Umgebung, chronische Krankheiten, etc.) haben dann Überhand genommen, da ich sie nicht mehr durch Ressourcen (Freunde, Freizeit, etc.) auffangen konnte. Erst, als ich wieder mehr Ressourcen aufgebaut habe, konnte ich wieder ein Gleichgewicht herstellen und es ging mir nach und nach wieder besser. Und das ging nur, weil ich auf meinen Körper gehört und mir eine Körperakzeptanz aufgebaut habe.

Krankheit entsteht durch ein Ungleichgewicht.
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Unser Körper weist uns aber nicht nur auf Krankheiten hin, sondern sendet auch sonst wichtige Signale. Vielleicht kennst du ja selbst Situationen, in denen vor Aufregung dein Herz so doll schlägt, dass es gefühlt jeden Moment aus deiner Brust platzt; du in Gegenwart bestimmter Menschen körperlich angespannt bist oder sich deine Körperhaltung an deine Stimmung anpasst. All das sind Signale, die zunächst aus dem Kopf kommen. Und wer einmal beginnt, die vielfältigen Zeichen seines Körpers wahrzunehmen, der versteht irgendwann auch seine Psyche besser. 

Body Positivity oder Body Neutrality?

Aber was bedeutet Körperakzeptanz denn nun eigentlich genau? Zunächst geht es dabei darum, dass du liebevoll mit dir selbst umgehst und deinen Körper als das annimmst, was er ist. Mit all seinen Narben und Dellen, Ecken und Kanten, und all den anderen Eigenheiten, die deinen Körper ausmachen. Vielleicht hast du ja schonmal etwas von der #Bodypositivity-Bewegung auf Instagram gehört. Unter dem Hashtag teilen immer mehr Menschen Fotos ihrer vermeintlichen Makel, um für mehr Körperakzeptanz zu werben. 


Deine ganz eigene Foto-Love-Story

Kennst du den Spruch: „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“? Das trifft auch auf unsere Körperakzeptanz zu. Oft schauen wir uns nämlich nur mit einem sehr kritischen Blick an und übersehen all die Schönheiten unseres Körpers. Kennst du auch?

Dann wird es Zeit, den Blickwinkel auf deinen Körper und dich selbst zu erweitern – und zwar mit einem Selbstliebe-Shooting. Dabei schauen wir uns gemeinsam deine Unsicherheiten an und du bekommst ästhetische, handfeste Beweise dafür, dass du einen tollen Körper hast!

Klingt schon mal gut? Dann lass mir deine Email-Adresse da und ich schicke dir noch weitere Infos zu deiner ganz eigenen Foto-Love-Story.

Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt! 🙂

Wenn du mich fragst, ist das allerdings nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Natürlich ist es sinnvoll, vor allem jungen Menschen zu zeigen, dass ein Hängebusen, ein Speckbauch oder Haare unter den Achseln absolut menschlich und nicht ansatzweise verwerflich sind. Ein Aspekt fehlt mir allerdings bei der Bewegung: Unser Inneres. Denn dabei liegt der Fokus nur auf dem Aussehen. Und mich zumindest setzt es unheimlich unter Druck, wenn ich mir vorstelle, jeden Tag jeden Millimeter meines Körpers verehren zu müssen – denn natürlich gerät jeder mal ins Hadern mit sich selbst. Falls du also nicht jeden Tag super happy mit deinem Körper bist, ist das nicht schlimm – sondern ganz einfach nur verdammt menschlich. 

Body Positivist oder Body Neutrality?
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Gelebte Körperakzeptanz bedeutet also vielmehr, dass wir unseren Körper als das annehmen, was er ist – und ihn als wichtigen Teil unseres Lebens sehen, der eng mit unserer Psyche verbunden ist. Also weniger #Bodypositivy und mehr #Bodyneutrality mit dem Fokus auf ein realistisches, ganzheitliches Bild von jedem Einzelnen. So sagte bereits der Autor Deepak Chopra: „Der erste Schlüssel zum Glück: Seien Sie sich Ihres Körpers bewusst.”

8 Tipps für mehr Körperakzeptanz

Du stehst aktuell noch auf Kriegsfuß mit deinem Körper oder weißt nicht so richtig, wie du der Beziehung zu ihm auf die Sprünge helfen sollst? Keine Sorge – ich habe selbst eine lange Reise mit meinem Körper hinter mir und habe sehr lange gegen statt mit ihm gearbeitet. Was mich früher viel Kraft gekostet hat, ist in dem Fall aber gut für dich – denn ich kann dir dadurch meine ganz persönlichen Tipps für mehr Körperakzeptanz mitgeben. 

  1. Mach dir deine Gedanken und Gefühle bewusst. 

Vielleicht hast du ja schon einmal den Spruch gehört “Deine Gedanken bestimmen dein Leben”. Bei mir jedenfalls ist er irgendwann einmal hängen geblieben, weil er so unfassbar simpel und plausibel ist. Denn deine Gedanken haben eine so große Macht – sie lenken deine Gefühle und deine Handlungen. Und sie können sich auch auf deinen Körper auswirken. Vor allem dann, wenn du Ereignisse oder Gefühle systematisch verdrängst. Denn der Körper vergisst nicht und wird sich früher oder später mit Schmerzen oder anderen Symptomen zu Wort melden. Das ist dann eine liebevolle Erinnerung daran, dass da noch etwas in dir schlummert, das beachtet werden möchte.

  1. Höre bewusst auf deine Körpersignale. 

Und damit sind wir auch schon beim zweiten Punkt: Den überlebenswichtigen Signalen deines Körpers. Ein besseres Frühwarnsystem gibt es nämlich eigentlich nicht. Aber viele Menschen neigen dazu, Kopfschmerzen oder Schwindel mal wegzulächeln und den eigenen Körper bis über die Grenzen hinaus zum Funktionieren anzustacheln. Ein Happy End hat das allerdings nur selten. Denn unser Körper lässt sich nur ungerne an der Nase herumführen und wird irgendwann einfach aufgeben. Das nächste “SOS” kommt dann oft erst, wenn wirklich gar nichts mehr geht. 

Bewegung ist Balsam für Körper und Seele.
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  1. Integriere Bewegung in deinen Alltag.

    Ganz egal, ob Tanzen, Fitness oder Joggen; Fußball, Handball oder Tennis – Bewegung ist wahrer Balsam für Körper und Seele. Sobald wir uns bewegen, spüren wir unseren Körper ganz anders, fühlen uns dadurch lebendiger und stärken ganz nebenbei noch unser Immunsystem. Als kleines Dankeschön schenkt unser Körper uns dafür außerdem eine große Portion Glückshormone.
  2. Vermeide Vergleiche mit anderen Leuten. 

Ohne lange zu überlegen – wessen Körper hättest du gerne, wenn du es dir aussuchen könntest? Na, bestimmt fällt dir jemand aus deinem Umfeld ein, der das Sixpack hat, von dem du schon immer geträumt hast oder einfach gesund ist, während du mit chronischen Krankheiten geplagt bist. Und genau da liegt doch auch schon das Problem. Denn natürlich gibt es immer jemanden, der – rein subjektiv betrachtet – es etwas besser hat als wir selbst. Na und? Wir können leider nicht Körper tauschen, wie im Film “Freaky Friday”. Und das ist auch verdammt gut so, denn du bist gut, wie du bist. Die einzig richtige Antwort auf die Frage, welchen Körper du dir wünscht, sollte also lauten: Deinen eigenen. 


Finde heraus, was dich happy macht!

Du könntest auch generell etwas mehr Glück in deinem Leben vertragen? Der erste Schritt dabei ist, genau zu wissen, was dich eigentlich happy macht. Und das ist manchmal garnicht so einfach.

Mit dem kostenlosen Worksheet „Finde deine Glücksfaktoren“ möchte ich dich deshalb dabei unterstützen. Wir finden gemeinsam heraus, welche Aktivitäten zu deinem Glück beitragen und was du eigentlich von einem glücklichen Leben erwartest.

Also: Lass einfach deine Email-Adresse da und geh den ersten Schritt in ein Happy-Life.

Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt 🙂

  1. Freunde dich mit deinem Spiegelbild an. 

Um deinen Körper zu akzeptieren, musst du ihn natürlich zuerst wirklich kennenlernen. Ein flüchtiger Blick in den Spiegel, bevor du das Haus verlässt, reicht dafür auf Dauer wohl eher nicht aus. Vielmehr rate ich dir, dich immer mal wieder nackt oder in Unterwäsche vor den Spiegel zu stellen und dich dabei mit einem freundlichen Blick zu betrachten. Suche nicht deine Makel, sondern versuche dich selbst wie einen guten Freund zu sehen, mit dem du dein ganzes Leben verbringen darfst. Wenn du einen Schritt weitergehen möchtest, kannst du dir auch selbst einen Liebesbrief schreiben, mit all den Dingen, die du an dir und deinem Körper schätzt. Hänge den Zettel dann an einen Ort, an dem du ihn oft siehst – vielleicht ja sogar an deinen Spiegel?

  1. Führe dir deine (körperlichen) Erfolge vor Augen. 

Was die Gesundheits-Lotterie des Lebens angeht, habe ich auf deutsch gesagt ordentlich ins Klo gegriffen – und gleich mehrere chronische Krankheiten ergattert. Die Schuld dafür habe ich lange Zeit meinem Körper gegeben, ich dachte, er ist einfach nicht stark genug und hält nichts aus. Also gab es eine Zeit in meinem Leben, in dem ich meinen noch sehr jungen Körper geschont habe, als würde ich im Körper eines 80-jährigen leben. Zum Glück ging mir dann irgendwann ein Licht auf: Ich habe diesen Gedanken einer Realitätsprüfung unterzogen und mich gefragt, was mein Körper eigentlich schon alles überstanden hat. Die Liste wurde am Ende ziemlich lang. Und siehe da – seitdem fühle ich mich stärker als je zuvor und habe auch die chronischen Krankheiten im Griff. 

Frag Freunde nach ihrer Meinung.
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  1. Frag Freunde, was sie an dir schätzen. 

Zugegeben, manchmal ist es gar nicht so einfach, sich selbst Komplimente zu machen. Leider haben viele von uns vor allem sich selbst gegenüber eine sehr intakte Schwarzmaler-Brille auf. Falls es dir auch so geht, frage doch gute Freunde oder Familienmitglieder, was sie an dir und/oder deinem Körper eigentlich schätzen. Wetten, ihnen fällt dazu jede Menge ein? 

  1. Kümmere dich gut um deinen Körper. 

Wie so oft kommt auch hier das Wichtigste zum Schluss: Gib deinem Körper, was er braucht. Das kann gesundes Essen, ausreichend Schlaf, Bewegung oder einfach mal eine Massage oder ein langes, warmes Bad sein. Dein Körper vollbringt jeden Tag Wunder, lässt dein Herz von alleine schlagen und stellt dir die Voraussetzungen für das Leben, das du führen darfst – gib ihm deshalb immer das, was er braucht, damit du so lange es geht von seiner Gesundheit profitieren darfst. 

Körperakzeptanz: Was wirklich zählt

Natürlich tickt jeder von uns anders. Es kann also sein, dass nicht alle Tipps für dich gemacht sind, aber ich hoffe, dass du zumindest mit Einigen etwas anfangen kannst 🙂 Denn mit der Körperakzeptanz ist es ähnlich wie mit der Selbstliebe: Wir können uns Tipps holen, uns weiterbilden und zahlreiche Bücher und Ratgeber zu dem Thema lesen – aber am Ende hilft das alles nichts, solange wir nicht anfangen, diese Dinge auch wirklich zu verinnerlichen. Und das braucht vor allem Geduld. Aber eins kannst du mir glauben: Es lohnt sich.

FAZIT

Wir alle sind mit einem ganz eigenen Körper geboren worden und verbringen unser Leben mit ihm. Ganz egal, welche Makel er aus unserer Sicht hat, am besten pflegen wir eine tiefe Verbindung zu ihm. Das Stichwort lautet hier Körperakzeptanz. Wer seinen Körper mit allen Facetten akzeptiert, stärkt seine Gesundheit und geht einen wichtigen Schritt zur Selbstliebe.


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Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt 🙂

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