Achtsamkeit lernen: Warum Dankbarkeit so wichtig is

Dankbarkeit kann man lernen.

“Danke”. Ein so kleines Wort mit einer so großen Bedeutung. Denn Dankbarkeit macht uns glücklicher, gesünder und führt und die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben vor Augen. Und das Beste ist: Jeder von uns hat mehr als genug Gründe, um dankbar zu sein! 

Dankbarkeit ist eine der wichtigsten Grundpfeiler für ein achtsames Leben.
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Die Kunst der Dankbarkeit besteht gerade darin, selbst die kleinen Schönheiten unseres Lebens zu schätzen. Das kann der Sonnenaufgang sein, ein leckeres Essen oder das Lächeln des Partners, mit dem man jeden Morgen aufwachen darf. All das ist nämlich alles andere als selbstverständlich. Aber was ist das im Leben schon?

Auf einen Blick

Gelebte Dankbarkeit macht uns zufriedener, gelassener und insgesamt gesünder. Kein Wunder also, dass die Eigenschaft vielerorts als Basis für ein glückliches Leben gilt. Und das Beste an ihr: Jeder kann Dankbarkeit lernen. Zum Beispiel, indem du jeden Tag drei Dinge notierst, für die du dankbar bist.

Was das Fehlen von Dankbarkeit mit uns macht 

Zugegeben, ganz so einfach gestaltet sich die Sache mit der Dankbarkeit dann aber auch nicht. Im schnelllebigen Alltag geht der Fokus für die kleinen Freuden des Alltags schnell verloren. Die Folge: Wir fokussieren uns auf die negativen Dinge (die evolutionsbedingt eh schon mehr Aufmerksamkeit von uns bekommen) und es entsteht ein kleiner Teufelskreis. 

Der Grund: Sobald wir uns auf das Negative im Leben konzentrieren, werden uns mehr und mehr Probleme, Sorgen und Herausforderungen auffallen – während die zauberhaften Momente unseres Lebens uns immer weniger auffallen. Oder noch schlimmer: Wir all die positiven Dinge als selbstverständlich voraussetzen. 

Das sagt die Wissenschaft zur Dankbarkeit

Wem der Ganze noch zu schwammig ist, den überzeugen vielleicht einige Studienergebnisse davon, mehr Dankbarkeit in sein Leben zu integrieren: 

Da gibt es zum Beispiel die Studien des weltweit anerkannten Dankbarkeitsforschers Alex M. Wood, der nachweisen konnte, dass dankbare Menschen besser schlafen. Glücksforscher Martin Seligmann konnte außerdem gemeinsam mit seiner Kollegin Tracy Stehen herausfinden, dass dankbare Menschen weniger Stress empfinden und über eine überdurchschnittliche mentale Widerstandskraft verfügen. Andere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Dankbarkeit sogar das Herzinfarkt-Risiko senken kann. 

Dankbarkeit in Paar-Beziehungen

Psychologie-Professorin Sara Algoe von der Universität von North Carolina hat die Auswirkungen von Dankbarkeit in Beziehungen erforscht. In einer Studie ließ sie frisch verliebte Paare über einen Zeitraum von zwei Wochen jeden Tag aufschreiben, was sie an ihrem Partner lieben und was sie ihm an dem Tag Gutes getan hatten. Das Ergebnis: Die Partner wurden dankbarer für die Beziehung und fühlten sich einander verbundener. 

Dankbarkeit stärkt auch die Bindung zu anderen Menschen.
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Aber auch auf individueller Ebene gab es spannende Beobachtungen: Die Probanden wurden optimistischer, motivierter und ihr Immunsystem war nachweislich stärker geworden. Alleine durch den Fokus auf die guten Seiten des Lebens. 

Die Dankbarkeit und unser Gehirn

Aber wie kann es sein, dass ein Gefühl bzw. ein bewusster Fokus auf Dankbarkeit sich so massiv auf unseren gesamten Organismus auswirkt? Darauf gibt es zwar keine klare Antwort, denn ein paar Geheimnisse muss das Leben ja auch noch bereithalten. Aber: Mit einem Blick auf die Hirnforschung kommen wir der Antwort zumindest ein wenig näher. Denn Dankbarkeit ist im Gehirn sichtbar. 

Der Neurowissenschaftler Prathik Kino von der Universität von Indiana ließ für eine entsprechende Studie seine Teilnehmer dreimal pro Woche Dankbarkeitsbriefe schreiben. Das Fazit nach drei Monaten: Je öfter die Probanden die Briefe schrieben, desto nachhaltiger wurde ihr Gehirn dadurch verändert. Die Teilnehmer wurden dadurch zunehmend lebensfroher, Symptome von Depressionen konnten gelindert werden. 

Dankbarkeit kann langfristig sogar unsere Hirnstruktur verändern.
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Und so funktioniert das Ganze: Wenn wir an positive Dinge denken, dann wird unser Hypothalamus beeinflusst. Dieser kleine aber sehr wichtige Teil unseres Gehirns steuert unter anderem Schlaf, Stoffwechsel und Stressmanagement. Abgesehen davon schütten wir bei Dankbarkeit das Glückshormon Dopamin aus. Das löst in unserem Körper einen Belohnungseffekt aus, der wiederum zufriedener und gelassener macht. 

7 Methoden für mehr Dankbarkeit

Halten wir fest; Dankbarkeit ist cool! Jetzt bleibt noch die Frage, wie wir nun mehr Dankbarkeit in unseren oft sehr undankbaren Alltag integrieren. Dafür gibt es tatsächlich zahlreiche Wege, die sehr individuell sind. Es passt also nicht jede Dankbarkeits-Übung auch zu jeder Person. Aber vielleicht hilft dir ja einer der folgenden Tipps dabei, dankbarer auf dein Leben zu blicken:

  1. Dankbarkeitstagebuch
    Hier schreibst du jeden Tag drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das müssen keine großen Sachen sein, sondern einfache Momente, Menschen oder Gegenstände aus dem Alltag.
  2. Dankbarkeitsmeditation
    Meditieren ist aus sehr vielen Gründen sinnvoll. Sie kann dir unter anderem dabei helfen,mit mehr Dankbarkeit auf die Welt zu blicken. Dafür gibt es extra geführte Meditationen, die dich sanft in die Welt der Dankbarkeit entführen. Wichtig hierbei: Drauf einlassen und genießen!
  1. Dankbarkeits-Erinnerungen
    Bestimmt hast du im Laufe deines Lebens schon Momente erlebt, für die du im Nachhinein sehr dankbar bist. Das kann dein Schulabschluss, das Treffen einer lieben Person oder ein besonders mitreißendes Konzert gewesen sein. Falls du Fotos, Tickets oder andere Andenken an diesen besonderen Abschnitt deines Lebens hast, nutze diese Dinge, um dich noch einmal in diesen Moment hineinzufühlen – und sei dankbar.
  2. Dankbarkeitsbrief

Diese Methode funktioniert ähnlich wie das Dankbarkeitstagebuch. Der Unterschied: Hier schreibst du nicht täglich drei Dinge auf, für die du dankbar bist – sondern zählst in einem Brief an dich selbst einmal alles auf, was du in deinem Leben schon geschafft hast und welche Dinge dein Leben bereichern. Erledigt? Dann gut aufheben, damit du ihn dir in schweren Zeiten vorlesen kannst.

Ein Brief kann helfen, dankbarer zu werden.
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  1. “Danke” sagen
    Dankbarkeit ist keine Einbahnstraße. Wenn wir anfangen, öfter “Danke” zu sagen, dann machen wir den Menschen in unserem Umfeld damit eine Freude, bekommen mindestens ein Lächeln zurück – und langfristig sogar eine tiefere Bindung zu ihnen.
  2. Das Gute im Schlechten
    Das Leben ist manchmal alles andere als ein Zuckerschlecken. Wir alle erleben Krisen, stehen vor Herausforderungen und müssen Probleme lösen. Daran führt auch kein Weg vorbei. Aber es gibt ein Sprichwort, das besagt: In jeder Krise steckt auch eine Chance. Wenn wir anfangen, genau diese Chance zu suchen, dann ändert sich auch unser Umgang mit den schlechten Zeiten des Lebens.
  3. Was wäre, wenn…?
    Manchmal sehen wir den Wald vor lauter Bäumen – und die guten Dinge in unserem Leben vor lauter Sorgen nicht. Um das zu ändern, lade ich dich zu einem kleinen Spiel ein: Was wäre, wenn…? Nimm dir dein Leben einmal vor und spiele unterschiedliche Situationen durch.
    Frage dich zum Beispiel: Was wäre, wenn ich meinen Partner nicht hätte? Was wäre, wenn meine Eltern andere wären? Was wäre, wenn ich kein fließend Wasser hätte? Was wäre, wenn ich in einem anderen Land leben würde? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, dieses Frage-Spiel auszulegen. Im Wesentlichen geht es darum, deine Perspektive auf dein eigenes Leben zu wechseln und dir klar zu machen, dass nichts selbstverständlich ist. Dein Partner nicht, deine Eltern nicht, genausowenig wie fließend Wasser oder das Privileg in einem “sicheren” Land zu leben. 

Was wäre, wenn du glücklich wärst?

Apropos „Was wäre, wenn…“. Was wäre denn eigentlich, wenn du glücklich wärst? Also so richtig mit dir im Reinen und mit klaren Vorstellungen für dein Leben?

Falls du dich das fragst, aber noch nicht wirklich eine Ahnung davon hast, wie dein glückliches Leben Überhaupt aussehen könnte, habe ich etwas für dich.

Mit dem kostenlosen Worksheet „Finde deine Glücksfaktoren“ möchte ich dich dabei unterstützen, deinen ganz individuellen Glücksfaktoren auf die Spur zu kommen. Wir finden gemeinsam heraus, welche Aktivitäten zu deinem Glück beitragen, was du eigentlich von einem glücklichen Leben erwartest und was du tun kannst, um diesem Leben etwas näherzukommen.

Also: Lass einfach deine Email-Adresse da und geh den ersten Schritt in ein Happy-Life.

Wird verarbeitet …
Erledigt! Sie sind auf der Liste.

Ganz egal, für welche Methode(n) du dich entscheidest, du wirst sehen: Nach einer Weile werden dir immer mehr Dinge auffallen, für die du dankbar sein darfst. Aber wie bei allen anderen Gewohnheiten ist auch hier vor allem Geduld gefragt: Es dauert rund 66 Tage, bis wir uns an neue Verhaltensweisen gewöhnen. 

Für was wir dankbar sein dürfen

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es vor allem am Anfang alles andere als einfach ist, Dinge zu finden, für die man wirklich dankbar ist. Das liegt vor allem daran, dass wir oft dazu tendieren, an die wirklich großen Sachen zu denken. Der Irrglaube ist: Wer viel Geld, eine gesunde Familie oder Erfolg hat, der kann dankbar sein. Alle anderen eben nicht. Allerdings ist das tatsächlich Schwachsinn. Denn glücklich sind am Ende die, die kleine Freudenmomente schätzen, statt ihr Leben lang nach dem einen großen Glück zu suchen (was es ohnehin nicht gibt). 

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich möchte dir gerne einige Beispiele für Dinge geben, die Dankbarkeit und Wertschätzung verdienen. (Abschreiben ausdrücklich erlaubt!)

Freunde sind ein Grund, dankbar zu sein.
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Die Liste könnte ich unendlich weiterführen, aber viel wichtiger ist natürlich, dass du deine ganz eigene Dankbarkeitsliste erschaffst. Denn jeder von uns hat ganz individuelle Lebenshighlights. 

FAZIT

Dankbarkeit macht uns zufriedener, gelassener und insgesamt gesünder. Und sie ist ganz einfach erlernbar. Wenn du mich fragst, gibt es also keinen Grund, nicht sofort mit der Dankbarkeit-Praxis zu starten 🙂


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