Achtsamkeit lernen: Warum Dankbarkeit so wichtig is

“Danke”. Ein so kleines Wort mit einer so großen Bedeutung. Denn Dankbarkeit macht uns glücklicher, gesünder und führt und die wirklich wichtigen Dinge in unserem Leben vor Augen. Und das Beste ist: Jeder von uns hat mehr als genug Gründe, um dankbar zu sein! 

Dankbarkeit ist eine der wichtigsten Grundpfeiler für ein achtsames Leben.
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Die Kunst der Dankbarkeit besteht gerade darin, selbst die kleinen Schönheiten unseres Lebens zu schätzen. Das kann der Sonnenaufgang sein, ein leckeres Essen oder das Lächeln des Partners, mit dem man jeden Morgen aufwachen darf. All das ist nämlich alles andere als selbstverständlich. Aber was ist das im Leben schon?

Auf einen Blick

Gelebte Dankbarkeit macht uns zufriedener, gelassener und insgesamt gesünder. Kein Wunder also, dass die Eigenschaft vielerorts als Basis für ein glückliches Leben gilt. Und das Beste an ihr: Jeder kann Dankbarkeit lernen. Zum Beispiel, indem du jeden Tag drei Dinge notierst, für die du dankbar bist.

Was das Fehlen von Dankbarkeit mit uns macht 

Zugegeben, ganz so einfach gestaltet sich die Sache mit der Dankbarkeit dann aber auch nicht. Im schnelllebigen Alltag geht der Fokus für die kleinen Freuden des Alltags schnell verloren. Die Folge: Wir fokussieren uns auf die negativen Dinge (die evolutionsbedingt eh schon mehr Aufmerksamkeit von uns bekommen) und es entsteht ein kleiner Teufelskreis. 

Der Grund: Sobald wir uns auf das Negative im Leben konzentrieren, werden uns mehr und mehr Probleme, Sorgen und Herausforderungen auffallen – während die zauberhaften Momente unseres Lebens uns immer weniger auffallen. Oder noch schlimmer: Wir all die positiven Dinge als selbstverständlich voraussetzen. 

Das sagt die Wissenschaft zur Dankbarkeit

Wem der Ganze noch zu schwammig ist, den überzeugen vielleicht einige Studienergebnisse davon, mehr Dankbarkeit in sein Leben zu integrieren: 

Da gibt es zum Beispiel die Studien des weltweit anerkannten Dankbarkeitsforschers Alex M. Wood, der nachweisen konnte, dass dankbare Menschen besser schlafen. Glücksforscher Martin Seligmann konnte außerdem gemeinsam mit seiner Kollegin Tracy Stehen herausfinden, dass dankbare Menschen weniger Stress empfinden und über eine überdurchschnittliche mentale Widerstandskraft verfügen. Andere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Dankbarkeit sogar das Herzinfarkt-Risiko senken kann. 

Dankbarkeit in Paar-Beziehungen

Psychologie-Professorin Sara Algoe von der Universität von North Carolina hat die Auswirkungen von Dankbarkeit in Beziehungen erforscht. In einer Studie ließ sie frisch verliebte Paare über einen Zeitraum von zwei Wochen jeden Tag aufschreiben, was sie an ihrem Partner lieben und was sie ihm an dem Tag Gutes getan hatten. Das Ergebnis: Die Partner wurden dankbarer für die Beziehung und fühlten sich einander verbundener. 

Dankbarkeit stärkt auch die Bindung zu anderen Menschen.
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Aber auch auf individueller Ebene gab es spannende Beobachtungen: Die Probanden wurden optimistischer, motivierter und ihr Immunsystem war nachweislich stärker geworden. Alleine durch den Fokus auf die guten Seiten des Lebens. 

Die Dankbarkeit und unser Gehirn

Aber wie kann es sein, dass ein Gefühl bzw. ein bewusster Fokus auf Dankbarkeit sich so massiv auf unseren gesamten Organismus auswirkt? Darauf gibt es zwar keine klare Antwort, denn ein paar Geheimnisse muss das Leben ja auch noch bereithalten. Aber: Mit einem Blick auf die Hirnforschung kommen wir der Antwort zumindest ein wenig näher. Denn Dankbarkeit ist im Gehirn sichtbar. 

Der Neurowissenschaftler Prathik Kino von der Universität von Indiana ließ für eine entsprechende Studie seine Teilnehmer dreimal pro Woche Dankbarkeitsbriefe schreiben. Das Fazit nach drei Monaten: Je öfter die Probanden die Briefe schrieben, desto nachhaltiger wurde ihr Gehirn dadurch verändert. Die Teilnehmer wurden dadurch zunehmend lebensfroher, Symptome von Depressionen konnten gelindert werden. 

Dankbarkeit kann langfristig sogar unsere Hirnstruktur verändern.
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Und so funktioniert das Ganze: Wenn wir an positive Dinge denken, dann wird unser Hypothalamus beeinflusst. Dieser kleine aber sehr wichtige Teil unseres Gehirns steuert unter anderem Schlaf, Stoffwechsel und Stressmanagement. Abgesehen davon schütten wir bei Dankbarkeit das Glückshormon Dopamin aus. Das löst in unserem Körper einen Belohnungseffekt aus, der wiederum zufriedener und gelassener macht. 

7 Methoden für mehr Dankbarkeit

Halten wir fest; Dankbarkeit ist cool! Jetzt bleibt noch die Frage, wie wir nun mehr Dankbarkeit in unseren oft sehr undankbaren Alltag integrieren. Dafür gibt es tatsächlich zahlreiche Wege, die sehr individuell sind. Es passt also nicht jede Dankbarkeits-Übung auch zu jeder Person. Aber vielleicht hilft dir ja einer der folgenden Tipps dabei, dankbarer auf dein Leben zu blicken:

  1. Dankbarkeitstagebuch
    Hier schreibst du jeden Tag drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Das müssen keine großen Sachen sein, sondern einfache Momente, Menschen oder Gegenstände aus dem Alltag.
  2. Dankbarkeitsmeditation
    Meditieren ist aus sehr vielen Gründen sinnvoll. Sie kann dir unter anderem dabei helfen,mit mehr Dankbarkeit auf die Welt zu blicken. Dafür gibt es extra geführte Meditationen, die dich sanft in die Welt der Dankbarkeit entführen. Wichtig hierbei: Drauf einlassen und genießen!
  1. Dankbarkeits-Erinnerungen
    Bestimmt hast du im Laufe deines Lebens schon Momente erlebt, für die du im Nachhinein sehr dankbar bist. Das kann dein Schulabschluss, das Treffen einer lieben Person oder ein besonders mitreißendes Konzert gewesen sein. Falls du Fotos, Tickets oder andere Andenken an diesen besonderen Abschnitt deines Lebens hast, nutze diese Dinge, um dich noch einmal in diesen Moment hineinzufühlen – und sei dankbar.
  2. Dankbarkeitsbrief

Diese Methode funktioniert ähnlich wie das Dankbarkeitstagebuch. Der Unterschied: Hier schreibst du nicht täglich drei Dinge auf, für die du dankbar bist – sondern zählst in einem Brief an dich selbst einmal alles auf, was du in deinem Leben schon geschafft hast und welche Dinge dein Leben bereichern. Erledigt? Dann gut aufheben, damit du ihn dir in schweren Zeiten vorlesen kannst.

Ein Brief kann helfen, dankbarer zu werden.
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  1. “Danke” sagen
    Dankbarkeit ist keine Einbahnstraße. Wenn wir anfangen, öfter “Danke” zu sagen, dann machen wir den Menschen in unserem Umfeld damit eine Freude, bekommen mindestens ein Lächeln zurück – und langfristig sogar eine tiefere Bindung zu ihnen.
  2. Das Gute im Schlechten
    Das Leben ist manchmal alles andere als ein Zuckerschlecken. Wir alle erleben Krisen, stehen vor Herausforderungen und müssen Probleme lösen. Daran führt auch kein Weg vorbei. Aber es gibt ein Sprichwort, das besagt: In jeder Krise steckt auch eine Chance. Wenn wir anfangen, genau diese Chance zu suchen, dann ändert sich auch unser Umgang mit den schlechten Zeiten des Lebens.
  3. Was wäre, wenn…?
    Manchmal sehen wir den Wald vor lauter Bäumen – und die guten Dinge in unserem Leben vor lauter Sorgen nicht. Um das zu ändern, lade ich dich zu einem kleinen Spiel ein: Was wäre, wenn…? Nimm dir dein Leben einmal vor und spiele unterschiedliche Situationen durch.
    Frage dich zum Beispiel: Was wäre, wenn ich meinen Partner nicht hätte? Was wäre, wenn meine Eltern andere wären? Was wäre, wenn ich kein fließend Wasser hätte? Was wäre, wenn ich in einem anderen Land leben würde? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, dieses Frage-Spiel auszulegen. Im Wesentlichen geht es darum, deine Perspektive auf dein eigenes Leben zu wechseln und dir klar zu machen, dass nichts selbstverständlich ist. Dein Partner nicht, deine Eltern nicht, genausowenig wie fließend Wasser oder das Privileg in einem “sicheren” Land zu leben. 

Was wäre, wenn du glücklich wärst?

Apropos „Was wäre, wenn…“. Was wäre denn eigentlich, wenn du glücklich wärst? Also so richtig mit dir im Reinen und mit klaren Vorstellungen für dein Leben?

Falls du dich das fragst, aber noch nicht wirklich eine Ahnung davon hast, wie dein glückliches Leben Überhaupt aussehen könnte, habe ich etwas für dich.

Mit dem kostenlosen Worksheet „Finde deine Glücksfaktoren“ möchte ich dich dabei unterstützen, deinen ganz individuellen Glücksfaktoren auf die Spur zu kommen. Wir finden gemeinsam heraus, welche Aktivitäten zu deinem Glück beitragen, was du eigentlich von einem glücklichen Leben erwartest und was du tun kannst, um diesem Leben etwas näherzukommen.

Also: Lass einfach deine Email-Adresse da und geh den ersten Schritt in ein Happy-Life.

Wird verarbeitet …
Erledigt! Sie sind auf der Liste.

Ganz egal, für welche Methode(n) du dich entscheidest, du wirst sehen: Nach einer Weile werden dir immer mehr Dinge auffallen, für die du dankbar sein darfst. Aber wie bei allen anderen Gewohnheiten ist auch hier vor allem Geduld gefragt: Es dauert rund 66 Tage, bis wir uns an neue Verhaltensweisen gewöhnen. 

Für was wir dankbar sein dürfen

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es vor allem am Anfang alles andere als einfach ist, Dinge zu finden, für die man wirklich dankbar ist. Das liegt vor allem daran, dass wir oft dazu tendieren, an die wirklich großen Sachen zu denken. Der Irrglaube ist: Wer viel Geld, eine gesunde Familie oder Erfolg hat, der kann dankbar sein. Alle anderen eben nicht. Allerdings ist das tatsächlich Schwachsinn. Denn glücklich sind am Ende die, die kleine Freudenmomente schätzen, statt ihr Leben lang nach dem einen großen Glück zu suchen (was es ohnehin nicht gibt). 

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich möchte dir gerne einige Beispiele für Dinge geben, die Dankbarkeit und Wertschätzung verdienen. (Abschreiben ausdrücklich erlaubt!)

Freunde sind ein Grund, dankbar zu sein.
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Essen, Trinken, Gesundheit, Schmerzfreiheit, Eltern, Freunde, Familie, Sonnenschein, Kreativität, Zuneigung, Bildung, Sehen, Riechen, Schmecken, Gefühle, Gedanken, Fließend Wasser, Zuhause, Liebe, Spaß, Musik, Bücher, Ideen, Autos, Hobbys, Farben, Wald, Berge, Meer, Strand, Sonne, Regen, Schnee, Handwerk, Vorbilder, Fernsehen, Nachrichten, Globalisierung, Laufen, Toleranz, Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Haare, Augen, Figur, Sicherheit, Freiheit,…

Die Liste könnte ich unendlich weiterführen, aber viel wichtiger ist natürlich, dass du deine ganz eigene Dankbarkeitsliste erschaffst. Denn jeder von uns hat ganz individuelle Lebenshighlights. 

FAZIT

Dankbarkeit macht uns zufriedener, gelassener und insgesamt gesünder. Und sie ist ganz einfach erlernbar. Wenn du mich fragst, gibt es also keinen Grund, nicht sofort mit der Dankbarkeit-Praxis zu starten 🙂


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Selbstliebe lernen: 8 Tipps für mehr Körperakzeptanz

Sag mal: Wie stehst du zu deinem Körper? Siehst du ihn in erster Linie als Hülle, die vor allem funktionieren sollte oder begreifst du ihn eher als wichtigen Teil von dir, mit dem du eng verbunden bist? Ich weiß, keine einfache Frage. Aber die Antwort darauf gibt dir erste Hinweise auf ein enorm wichtiges Thema – deine Körperakzeptanz

Körperakzeptanz ist ein wichtiges Thema.
Photo by Marta Wave on Pexels.com

Wenn du mich fragst, dann sind Psyche und Körper nämlich untrennbar miteinander verbunden. Und das sehe übrigens nicht nur ich so, sondern auch zahlreiche Mediziner*innen, Psycholog*innen, Philosoph*innen und Wissenschaftler*innen. So sagte der deutsche Dichter und Schriftsteller Christian Morgenstern zum Beispiel einst: „Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.” 

Auf einen Blick

Wir alle sind mit einem ganz eigenen Körper geboren worden und verbringen unser Leben mit ihm. Ganz egal, welche Makel er aus unserer Sicht hat, am besten pflegen wir eine tiefe Verbindung zu ihm. Das Stichwort lautet hier Körperakzeptanz. Wer seinen Körper mit allen Facetten akzeptiert, stärkt seine Gesundheit und geht einen wichtigen Schritt zur Selbstliebe.

Gesund dank positiven Gedanken

In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine optimistische Lebenseinstellung helfen kann, Krankheiten besser zu überstehen und die Heilungschancen bei ernsthaften Erkrankungen steigert. Die gleiche Wirkung gibt es allerdings auch umgekehrt: Wer eine negative Lebenseinstellung und viel Stress im Alltag hat, der hat alleine dadurch schon ein höheres Risiko dafür, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Autoimmunkrankheiten oder Krebs zu bekommen.

Aber vielleicht muss es auch nicht gleich ganz so dramatisch sein, um die Relevanz von Körperakzeptanz für dein psychisches Wohlbefinden deutlich zu machen. Das Zusammenspiel von Körper und Psyche zeigt sich oft schon an ganz simplen Dingen: Wenn der Stress auf den Magen schlägt, Angst sich durch Kopfschmerzen bemerkbar macht oder eine psychische Last zusätzlich deinen Rücken belastet.

Psychosomatik vereint Körper und Seele

All das sind psychosomatische Symptome. Der Begriff Psychosomatik beschreibt die untrennbare Einheit von Körper und Psyche in der Medizin. Er setzt sich aus den griechischen Wörtern für Seele und Körper zusammen. Der Autor Alexander Kugelstadt schreibt in seinem Buch “Dann ist das wohl psychosomatisch!”, dass etwa eine Depression das Zusammenspiel von Körper und Psyche sehr deutlich zeigt. Der Grund: Die Krankheit ist hochkomplex, individuell unterschiedlich ausgeprägt und betrifft Körper und Psyche gleichermaßen.

Körper und Seele gehören zusammen.
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Aber wo Schatten ist, ist auch Licht – wo Krankheiten sind, gibt es auch immer Gesundheit. Deshalb möchte ich dir gerne die vier Säulen psychosomatischer Gesundheit aus dem Buch mit an die Hand geben: 

  1. Freundschaftlicher Umgang mit dir selbst. 
  2. Die Kunst der Selbstberuhigung
  3. Gesunde und stärkende Beziehungen
  4. Körperliche Aktivität und eine sinnvolle Aufgabe.

Wie Krankheit wirklich entsteht

Auch das Salutogenesemodell aus der Medizinsoziologie behandelt die Entstehung von ganzheitlicher Gesundheit. Dabei gilt das körperliche und psychische Ungleichgewicht als Normalzustand. Der Mensch ist also nie nur gesund oder nur krank. Vielmehr muss der Körper sich gegen dauerhaft anwesende Stressoren durchsetzen. Wie gut das gelingt, das hängt von persönlichen Ressourcen ab. Lass mich dir das anhand eines persönlichen Beispiels deutlich machen: 

Meine Depression habe ich bekommen, nachdem ich einen neuen Job in einer neuen Stadt angefangen habe, bei dem ich viel gearbeitet und wenig Freunde getroffen habe. Die Stressoren (Job,neue Umgebung, chronische Krankheiten, etc.) haben dann Überhand genommen, da ich sie nicht mehr durch Ressourcen (Freunde, Freizeit, etc.) auffangen konnte. Erst, als ich wieder mehr Ressourcen aufgebaut habe, konnte ich wieder ein Gleichgewicht herstellen und es ging mir nach und nach wieder besser. Und das ging nur, weil ich auf meinen Körper gehört und mir eine Körperakzeptanz aufgebaut habe.

Krankheit entsteht durch ein Ungleichgewicht.
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Unser Körper weist uns aber nicht nur auf Krankheiten hin, sondern sendet auch sonst wichtige Signale. Vielleicht kennst du ja selbst Situationen, in denen vor Aufregung dein Herz so doll schlägt, dass es gefühlt jeden Moment aus deiner Brust platzt; du in Gegenwart bestimmter Menschen körperlich angespannt bist oder sich deine Körperhaltung an deine Stimmung anpasst. All das sind Signale, die zunächst aus dem Kopf kommen. Und wer einmal beginnt, die vielfältigen Zeichen seines Körpers wahrzunehmen, der versteht irgendwann auch seine Psyche besser. 

Body Positivity oder Body Neutrality?

Aber was bedeutet Körperakzeptanz denn nun eigentlich genau? Zunächst geht es dabei darum, dass du liebevoll mit dir selbst umgehst und deinen Körper als das annimmst, was er ist. Mit all seinen Narben und Dellen, Ecken und Kanten, und all den anderen Eigenheiten, die deinen Körper ausmachen. Vielleicht hast du ja schonmal etwas von der #Bodypositivity-Bewegung auf Instagram gehört. Unter dem Hashtag teilen immer mehr Menschen Fotos ihrer vermeintlichen Makel, um für mehr Körperakzeptanz zu werben. 


Deine ganz eigene Foto-Love-Story

Kennst du den Spruch: „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“? Das trifft auch auf unsere Körperakzeptanz zu. Oft schauen wir uns nämlich nur mit einem sehr kritischen Blick an und übersehen all die Schönheiten unseres Körpers. Kennst du auch?

Dann wird es Zeit, den Blickwinkel auf deinen Körper und dich selbst zu erweitern – und zwar mit einem Selbstliebe-Shooting. Dabei schauen wir uns gemeinsam deine Unsicherheiten an und du bekommst ästhetische, handfeste Beweise dafür, dass du einen tollen Körper hast!

Klingt schon mal gut? Dann lass mir deine Email-Adresse da und ich schicke dir noch weitere Infos zu deiner ganz eigenen Foto-Love-Story.

Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt! 🙂

Wenn du mich fragst, ist das allerdings nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Natürlich ist es sinnvoll, vor allem jungen Menschen zu zeigen, dass ein Hängebusen, ein Speckbauch oder Haare unter den Achseln absolut menschlich und nicht ansatzweise verwerflich sind. Ein Aspekt fehlt mir allerdings bei der Bewegung: Unser Inneres. Denn dabei liegt der Fokus nur auf dem Aussehen. Und mich zumindest setzt es unheimlich unter Druck, wenn ich mir vorstelle, jeden Tag jeden Millimeter meines Körpers verehren zu müssen – denn natürlich gerät jeder mal ins Hadern mit sich selbst. Falls du also nicht jeden Tag super happy mit deinem Körper bist, ist das nicht schlimm – sondern ganz einfach nur verdammt menschlich. 

Body Positivist oder Body Neutrality?
Photo by Andrea Piacquadio on Pexels.com

Gelebte Körperakzeptanz bedeutet also vielmehr, dass wir unseren Körper als das annehmen, was er ist – und ihn als wichtigen Teil unseres Lebens sehen, der eng mit unserer Psyche verbunden ist. Also weniger #Bodypositivy und mehr #Bodyneutrality mit dem Fokus auf ein realistisches, ganzheitliches Bild von jedem Einzelnen. So sagte bereits der Autor Deepak Chopra: „Der erste Schlüssel zum Glück: Seien Sie sich Ihres Körpers bewusst.”

8 Tipps für mehr Körperakzeptanz

Du stehst aktuell noch auf Kriegsfuß mit deinem Körper oder weißt nicht so richtig, wie du der Beziehung zu ihm auf die Sprünge helfen sollst? Keine Sorge – ich habe selbst eine lange Reise mit meinem Körper hinter mir und habe sehr lange gegen statt mit ihm gearbeitet. Was mich früher viel Kraft gekostet hat, ist in dem Fall aber gut für dich – denn ich kann dir dadurch meine ganz persönlichen Tipps für mehr Körperakzeptanz mitgeben. 

  1. Mach dir deine Gedanken und Gefühle bewusst. 

Vielleicht hast du ja schon einmal den Spruch gehört “Deine Gedanken bestimmen dein Leben”. Bei mir jedenfalls ist er irgendwann einmal hängen geblieben, weil er so unfassbar simpel und plausibel ist. Denn deine Gedanken haben eine so große Macht – sie lenken deine Gefühle und deine Handlungen. Und sie können sich auch auf deinen Körper auswirken. Vor allem dann, wenn du Ereignisse oder Gefühle systematisch verdrängst. Denn der Körper vergisst nicht und wird sich früher oder später mit Schmerzen oder anderen Symptomen zu Wort melden. Das ist dann eine liebevolle Erinnerung daran, dass da noch etwas in dir schlummert, das beachtet werden möchte.

  1. Höre bewusst auf deine Körpersignale. 

Und damit sind wir auch schon beim zweiten Punkt: Den überlebenswichtigen Signalen deines Körpers. Ein besseres Frühwarnsystem gibt es nämlich eigentlich nicht. Aber viele Menschen neigen dazu, Kopfschmerzen oder Schwindel mal wegzulächeln und den eigenen Körper bis über die Grenzen hinaus zum Funktionieren anzustacheln. Ein Happy End hat das allerdings nur selten. Denn unser Körper lässt sich nur ungerne an der Nase herumführen und wird irgendwann einfach aufgeben. Das nächste “SOS” kommt dann oft erst, wenn wirklich gar nichts mehr geht. 

Bewegung ist Balsam für Körper und Seele.
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  1. Integriere Bewegung in deinen Alltag.

    Ganz egal, ob Tanzen, Fitness oder Joggen; Fußball, Handball oder Tennis – Bewegung ist wahrer Balsam für Körper und Seele. Sobald wir uns bewegen, spüren wir unseren Körper ganz anders, fühlen uns dadurch lebendiger und stärken ganz nebenbei noch unser Immunsystem. Als kleines Dankeschön schenkt unser Körper uns dafür außerdem eine große Portion Glückshormone.
  2. Vermeide Vergleiche mit anderen Leuten. 

Ohne lange zu überlegen – wessen Körper hättest du gerne, wenn du es dir aussuchen könntest? Na, bestimmt fällt dir jemand aus deinem Umfeld ein, der das Sixpack hat, von dem du schon immer geträumt hast oder einfach gesund ist, während du mit chronischen Krankheiten geplagt bist. Und genau da liegt doch auch schon das Problem. Denn natürlich gibt es immer jemanden, der – rein subjektiv betrachtet – es etwas besser hat als wir selbst. Na und? Wir können leider nicht Körper tauschen, wie im Film “Freaky Friday”. Und das ist auch verdammt gut so, denn du bist gut, wie du bist. Die einzig richtige Antwort auf die Frage, welchen Körper du dir wünscht, sollte also lauten: Deinen eigenen. 


Finde heraus, was dich happy macht!

Du könntest auch generell etwas mehr Glück in deinem Leben vertragen? Der erste Schritt dabei ist, genau zu wissen, was dich eigentlich happy macht. Und das ist manchmal garnicht so einfach.

Mit dem kostenlosen Worksheet „Finde deine Glücksfaktoren“ möchte ich dich deshalb dabei unterstützen. Wir finden gemeinsam heraus, welche Aktivitäten zu deinem Glück beitragen und was du eigentlich von einem glücklichen Leben erwartest.

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Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt 🙂

  1. Freunde dich mit deinem Spiegelbild an. 

Um deinen Körper zu akzeptieren, musst du ihn natürlich zuerst wirklich kennenlernen. Ein flüchtiger Blick in den Spiegel, bevor du das Haus verlässt, reicht dafür auf Dauer wohl eher nicht aus. Vielmehr rate ich dir, dich immer mal wieder nackt oder in Unterwäsche vor den Spiegel zu stellen und dich dabei mit einem freundlichen Blick zu betrachten. Suche nicht deine Makel, sondern versuche dich selbst wie einen guten Freund zu sehen, mit dem du dein ganzes Leben verbringen darfst. Wenn du einen Schritt weitergehen möchtest, kannst du dir auch selbst einen Liebesbrief schreiben, mit all den Dingen, die du an dir und deinem Körper schätzt. Hänge den Zettel dann an einen Ort, an dem du ihn oft siehst – vielleicht ja sogar an deinen Spiegel?

  1. Führe dir deine (körperlichen) Erfolge vor Augen. 

Was die Gesundheits-Lotterie des Lebens angeht, habe ich auf deutsch gesagt ordentlich ins Klo gegriffen – und gleich mehrere chronische Krankheiten ergattert. Die Schuld dafür habe ich lange Zeit meinem Körper gegeben, ich dachte, er ist einfach nicht stark genug und hält nichts aus. Also gab es eine Zeit in meinem Leben, in dem ich meinen noch sehr jungen Körper geschont habe, als würde ich im Körper eines 80-jährigen leben. Zum Glück ging mir dann irgendwann ein Licht auf: Ich habe diesen Gedanken einer Realitätsprüfung unterzogen und mich gefragt, was mein Körper eigentlich schon alles überstanden hat. Die Liste wurde am Ende ziemlich lang. Und siehe da – seitdem fühle ich mich stärker als je zuvor und habe auch die chronischen Krankheiten im Griff. 

Frag Freunde nach ihrer Meinung.
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  1. Frag Freunde, was sie an dir schätzen. 

Zugegeben, manchmal ist es gar nicht so einfach, sich selbst Komplimente zu machen. Leider haben viele von uns vor allem sich selbst gegenüber eine sehr intakte Schwarzmaler-Brille auf. Falls es dir auch so geht, frage doch gute Freunde oder Familienmitglieder, was sie an dir und/oder deinem Körper eigentlich schätzen. Wetten, ihnen fällt dazu jede Menge ein? 

  1. Kümmere dich gut um deinen Körper. 

Wie so oft kommt auch hier das Wichtigste zum Schluss: Gib deinem Körper, was er braucht. Das kann gesundes Essen, ausreichend Schlaf, Bewegung oder einfach mal eine Massage oder ein langes, warmes Bad sein. Dein Körper vollbringt jeden Tag Wunder, lässt dein Herz von alleine schlagen und stellt dir die Voraussetzungen für das Leben, das du führen darfst – gib ihm deshalb immer das, was er braucht, damit du so lange es geht von seiner Gesundheit profitieren darfst. 

Körperakzeptanz: Was wirklich zählt

Natürlich tickt jeder von uns anders. Es kann also sein, dass nicht alle Tipps für dich gemacht sind, aber ich hoffe, dass du zumindest mit Einigen etwas anfangen kannst 🙂 Denn mit der Körperakzeptanz ist es ähnlich wie mit der Selbstliebe: Wir können uns Tipps holen, uns weiterbilden und zahlreiche Bücher und Ratgeber zu dem Thema lesen – aber am Ende hilft das alles nichts, solange wir nicht anfangen, diese Dinge auch wirklich zu verinnerlichen. Und das braucht vor allem Geduld. Aber eins kannst du mir glauben: Es lohnt sich.

FAZIT

Wir alle sind mit einem ganz eigenen Körper geboren worden und verbringen unser Leben mit ihm. Ganz egal, welche Makel er aus unserer Sicht hat, am besten pflegen wir eine tiefe Verbindung zu ihm. Das Stichwort lautet hier Körperakzeptanz. Wer seinen Körper mit allen Facetten akzeptiert, stärkt seine Gesundheit und geht einen wichtigen Schritt zur Selbstliebe.


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Resilienz: So stärkst du deine psychische Widerstandskraft

„Im Leben geht es nicht darum, gute Karten zu haben; sondern auch mit einem schlechten Blatt gut zu spielen“, sagte der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson einst. Und mit diesem einen Satz bringt er das Geheimnis der Resilienz auf den Punkt. 

Das psychologische Phänomen beschreibt nämlich die individuelle, psychische Widerstandskraft eines Menschen. Wer eine ausgeprägte Resilienz in sich trägt, der gilt gemeinhin als Krisenfest. Resiliente Menschen überstehen Lebenskrisen in der Regel besser, finden eher Lösungen für Probleme und gehen aus Herausforderungen oft sogar gestärkt hervor.

Auf einen Blick

Resilienz kann uns helfen, Krisen zu überstehen –  ist aber kein Zaubermittel, mit dem wir unbesiegbar werden. Manche Krisen werfen uns trotzdem aus der Bahn – aber selbst dann finden wir eben einen neuen Weg, der uns glücklich machen kann!

In der Wissenschaft wird die Wirkweise der Resilienz oft mit Hilfe eines Baumes veranschaulicht. Dabei hat der Baum entweder einen massiven Baumstamm, mit dem er es schafft, dem Sturm Widerstand zu leisten (Resistenz). Oder es gelingt den kleineren und größeren Ästen nach Abklingen des Sturms wieder in ihren Ausgangszustand zurückkehren (Regeneration). Die dritte Möglichkeit ist, dass sich die Wuchsrichtung der Äste durch den Sturm nachhaltig verändert, sodass der Baum künftigen Stürmen besser standhalten kann (Rekonfiguration). 

Warum Resilienz keine Magie ist

Klingt nach Magie oder Superhelden-Power? Ganz und gar nicht! Resilienz ist eine Eigenschaft, die auch du mit bestimmten Gewohnheiten und Übungen steigern kannst. Und das lohnt sich übrigens auch, wenn bei dir im Moment (hoffentlich) alles cool ist. Es schadet in jedem Fall nicht, sich mit einem inneren Schutzschild für die Krisen und Probleme zu wappnen, die einen vielleicht in der Zukunft noch so erwarten. Denn eines steht fest: Schwere Zeiten gehören nunmal zum Leben dazu.

Ein inneres Schutzschild bewahrt dich vor langen Folgen einer Lebenskrise.

Einen Funken Resilienz besitzt übrigens jeder von uns bereits in sich. Aber den Unterschied macht hier definitiv die Ausprägung. Kennst du die Stärke deines inneren Schutzschildes? Ist es eher ein Blatt Papier, das bereits von einem Wassertropfen erschüttert wird oder hält es selbst einem Sturm stand, wie ein großer Felsen? 

Selbstreflexion: Wie resilient bin ich?

Falls du die Antwort nicht auf Anhieb erkennst, keine Sorge – unsere psychische Widerstandskraft schaltet sich meistens automatisch ein und ist uns deshalb oft nicht bewusst. Damit du den Grad deiner eigenen Widerstandskraft sowie deine unterstützenden Faktoren in Krisen etwas besser einschätzen kannst, habe ich ein paar Fragen für deine Selbstreflexion

  • Welche Gedanken helfen mir in Krisen am meisten?
  • Welche Ereignisse stressen mich oft?
  • Was habe ich während schwieriger Zeiten über mich selbst gelernt?
  • Wie unterstütze ich andere Menschen in schweren Zeiten?
  • Welche Hürden konnte ich bereits erfolgreich meistern – und wie?
  • Was hilft mir, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken?

Wie Resilienz entstehen kann

Vielleicht fragst du dich ja, welche Dinge im Leben unsere Resilienz generell beeinflussen. Das möchte ich dir gerne anhand einer Langzeitstudie erläutern: Entwicklungspsychologin Emmy Werner hat gemeinsam mit ihrer Kollegin Ruth Smith im Rahmen der sogenannten “Kauai-Studie” knapp 700 Menschen über 40 Jahre lang begleitet.

Etwa ein Drittel der Studienteilnehmer hatte dabei mit unterschiedlichen Risikofaktoren wie Armut, Krankheit oder Konflikten zu kämpfen. Und trotzdem wuchsen 72 dieser 201 Kinder zu emotional und psychisch stabilen Erwachsenen heran. Der Grund: Resilienz. 

Laut der Studie unterscheiden sich die resilienten Menschen durch folgende Dinge von den anderen Teilnehmern:

Temperament

Temperament ist eng mit Energie und Leidenschaft verbunden und sorgt deshalb dafür, dass man sich besser durchsetzen kann und leidenschaftlicher seine Ziele verfolgt.

Stabile Beziehungen

Der Resilienz-Faktor Nummer eins! Das liegt einfach daran, dass gemeinsam alles einfacher zu händeln ist. Dafür brauchst du aber keinen großen Freundeskreis, sondern mindestens eine Person in einem Umfeld, der du dich anvertrauen kannst. Das ist nebenbei übrigens auch ein wichtiger Faktor für Glück.

Humor

Wer das Leben zu ernst nimmt, der hat weniger Spaß. Auch in Krisenzeiten einen gewissen Sinn für Humor zu bewahren, lässt die Krise gleich weniger bedrohlich erscheinen und uns besser durchhalten.

Lösungsorientierng

Im Leben ist alles eine Frage der Perspektive. Wenn wir uns also auf die Lösung fokussieren, statt auf dem Problem zu beharren, kommen wir schneller voran.

Selbstvertrauen

Ein Urvertrauen in sich selbst und das Leben an sich hilft, nicht ungemein, die Hoffnung aufzugeben und Lebenskrisen zu überstehen.

Selbstwirksamkeitserwartung

Selbstwirksamkeit heißt, sein Leben aktiv zu gestalten, statt nur auf Ereignisse zu reagieren. Damit können wir auch selbst entscheiden, wie wir mit Problemen und Krisen umgehen.

Religiosität

Jegliche Form von Glaube stärkt die psychische Widerstandskraft. Das hat zwei Gründe: Zum Einen haben religiöse Menschen das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein und sehen daher einen übergeordneten Sinn im Leben. Und zum anderen sind sie oft in stabile Gemeindestrukturen integriert, was wieder sozialen Rückhalt mit sich bringt.

10 Wege zu mehr Resilienz

Einige dieser Dinge können insbesondere Kinder nur bedingt beeinflussen, weshalb Resilienz gerade im Kindes- und Jugendalter natürlich auch etwas mit unseren Eltern und den sozialen Bedingungen zutun hat. Sobald wir aber Erwachsen sind, können wir uns zahlreiche Eigenschaften selbst erarbeiten, die unsere psychische Widerstandskraft steigern. Und die American Psychological Association hat bereits im Jahr 2009 mehrere Wege identifiziert, die unser inneres Schutzschild wachsen lassen. Das Ergebnis sind 10 Tipps für mehr Resilienz: 

  1. Pflege deine zwischenmenschlichen Beziehungen.
  2. Betrachte Krisen als überwindbare Probleme.
  3. Akzeptiere, dass Veränderungen Teil des Lebens sind.
  4. Strebe danach, deine Ziele zu erreichen.
  5. Entschließe dich zum Handeln.
  6. Suche nach Möglichkeiten, um dich selbst zu entdecken.
  7. Stärke dein positives Selbstbild.
  8. Betrachte Situationen nüchtern.
  9. Behalte eine optimistische Erwartungshaltung bei.
  10. Sorge für dich selbst.

Wer diese Tipps beachtet, der ist grundsätzlich schon mal gut für Krisen gewappnet. Aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel. Jeder von uns ist anders und reagiert deshalb auch unterschiedlich auf Lebenskrisen und Hürden. Es kann also sein, dass jemand alles befolgt und trotzdem weniger krisenfest ist, als ein anderer, der nur hinter die Hälfte der Liste ein Häkchen setzen kann. 

Soziale Beziehungen helfen uns durch Krisenzeiten.
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Genauso ist es übrigens mit Lebensbereichen: Du kannst im Job super-resilient sein während du in Beziehungen von jeder Krise umgehauen wirst. Und Resilienz kann sich natürlich, wie alle anderen Charaktereigenschaften, auch im Laufe des Lebens verändern. Das ist aber eben Segen und Fluch gleichzeitig – denn es gibt uns auch den Handlungsspielraum, den wir brauchen, um unsere Widerstandskraft positiv zu beeinflussen. 

Meine ganz eigene Resilienz-Liste

Übrigens: Ich persönlich habe auch nicht hinter jeden Punkt der Resilienz-Liste einen Haken gesetzt, sondern manche davon mit eigenen Ideen ersetzt. Meine ganz eigene Resilienz-Liste sieht so aus: 

  1. Sinnhaftigkeit
  2. Optimismus
  3. Freunde & Familie 
  4. Selbstliebe
  5. Humor
  6. Dankbarkeit
  7. Zielorientierung
  8. Akzeptanz von Veränderung und Unsicherheiten

FAZIT

Resilienz kann uns helfen, Krisen zu überstehen –  ist aber kein Zaubermittel, mit dem wir unbesiegbar werden. Manche Krisen werfen uns trotzdem aus der Bahn – aber selbst dann finden wir eben einen neuen Weg, der uns glücklich machen kann!


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Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt 🙂

Depressionen: Vorsorge, Warnzeichen und Notfalltipps

“Mein Lächeln ist zwar in meinem Gesicht zu sehen, erreicht aber nicht mein Herz; an der Arbeit erledige ich meine Aufgaben, zuhause schmeiße ich den Haushalt – ich funktioniere, statt wirklich intensiv den Moment zu erleben. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann ist da diese innere Leere in mir, die manchmal so raumgreifend ist, dass sie mir manchmal sogar wortwörtlich die Luft zum Atmen nimmt.”

Dieser kleine Monolog von meinem früheren Ich war der Anfang vom Ende einer sehr schweren Zeit in meinem Leben. Denn es hat enorm lange gedauert, bis ich mir eingestehen konnte, was eigentlich mit mir los war: Ich hatte eine Depression. Eine Krankheit, von der ich davor immer gedacht hatte, dass sie mich schon nicht erwischen wird. Dass ich zu lebensfroh und optimistisch, zu stark und engagiert sei. 

Auf einen Blick

Eine Depression ist eine ernste psychische Krankheit. Leider wird sie von vielen Menschen noch immer unterschätzt. Dabei sieht man das Leid den Betroffenen schlichtweg einfach oft nicht an. Gerade in Zeiten der Pandemie ist es deshalb elementar, Depressionen vorzubeugen und auf das Wohlbefinden seiner Liebsten zu achten. Es gibt nämlich Warnsignale wie zum Beispiel Isolation und innere Leere, die auf eine depressive Episode hinweisen. Falls du betroffen bist, merke dir bitte vor allem eines: Du bist nicht allein!

Naja, was soll ich sagen – Pustekuchen! Denn eine Depression hat nichts mit Schwäche zutun, sie kann auch optimistische Menschen erwischen (wenn auch statistisch gesehen seltener als Pessimisten) und die Krankheit nimmt auch keine Rücksicht auf Lebensfreude oder berufliches Engagement. Und wenn sie da ist, legt sie einen dunklen Schleier über dein Leben – ganz egal, wie bunt und lebendig es vorher war.

Die Depression in einem Bild

Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung malte mit wenigen Worten ein sehr zutreffendes Bild über die Krankheit: “Eine Depression ist wie eine Frau in Schwarz. Wenn sie auftaucht, scheuche sie nicht fort. Lade sie ein, biete ihr einen Sitzplatz an, behandle sie wie einen Gast und höre zu, was sie zu sagen hat.” 

Es ist nämlich so: Depressionen haben zwar viele unterschiedliche wie individuelle Ursachen und äußern sich auch bei jedem Menschen etwas anders. Aber eines trifft wohl immer zu: Die Krankheit will den Betroffenen auf etwas hinweisen. Die Dame in Schwarz kommt nämlich nicht ohne Einladung, irgendetwas in deinem Leben hat dazu geführt, dass sie jetzt an deinem Tisch sitzt. Und hier gilt das Gleiche, wie bei Gefühlen und Sorgen: Nicht weggucken und ignorieren, sondern hinschauen und zuhören. 

Wie Depressionen entstehen

In der Medizin ist man sich mittlerweile einig, dass nicht nur eine Ursache alleine zu einer Depression führt, sondern dass es oftmals mehrere Faktoren sind. So gibt es zum Beispiel genetische Vorbelastungen durch psychische Erkrankungen in der Familie, die eine Erkrankung begünstigen. 

Unter anderem können aber auch körperliche Krankheiten mit Schmerzen oder schweren Verläufen zu Depressionen führen, genauso wie Dauerstress, Überforderung, Schicksalsschläge, eine Funktionsstörung im Gehirn oder eine unausgeglichene Darmflora. Oder eben ein Zusammenspiel aus mehreren Risikofaktoren.

Es gibt viele Ursachen für Depressionen.

Oder halt eine Pandemie. In Deutschland steigt die Zahl der Neuerkrankungen mit Depressionen seit Beginn der Coronavirus-Krise deutlich an. Auch die Zahl de Rückfälle von Betroffen nimmt laut Daten der Deutschen Depressionshilfe zu – und die liegt ohnehin schon bei 70 Prozent. 

Aktuell leben 11,3 Prozent der Frauen und 5,1 Prozent der Männer hierzulande mit der Krankheit. Rund jede vierte Frau und jeder achte Mann erkranken im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an der psychischen Krankheit


Depressionen? Hol dir den Therapie-Guide

Wer an einer psychischen Krankheit leidet, der steht nach der Erstdiagnose oft vor einem großen Chaos. Welche Therapie eignet sich, wo finde ich einen Therapeuten und wer zahlt eigentlich meine Psychotherapie? Das sind nur einige der vielen offenen Fragen, die dann auftauchen und für Verunsicherung führen.

Damit du dich aber voll und ganz auf deine Genesung konzentrieren kannst, habe ich den „Therapie-Guide“ geschrieben. In dem Ebook findest du viele wichtige Infos, die du als Betroffener und Angehöriger von Psychischen Krankheiten zur Orientierung brauchst – so lang wie nötig und so kompakt wie möglich. Denn in dieser Situation zählt vor allem eines: Dein Wohlbefinden.

Du willst zu den ersten gehören, die den Guide in ihren (virtuellen) Händen halten? Dann trag dich jetzt in die Warteliste ein 🙂 Sobald das Ebook die letzten Qualitätschecks durchlaufen hat, bekommst du dann per Email den Link zur Produktseite. Spätestens Ende April darfst du dich dann über jede Menge Input freuen 🙂

Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt 🙂

Und je früher jeder einzelne von ihnen die Krankheit erkennt und annimmt, desto besser sind die Heilungschancen. Denn eine Depression ist zwar eine echt ätzende und gefährliche Krankheit – aber sie ist heilbar. Mit Psychotherapie, Selbsthilfeangeboten und Medikamenten können Experten Betroffenen helfen, den Weg zurück in ein Leben ohne die Frau in Schwarz zu gehen. 

10 Warnsignale einer Depression

Damit du im Fall der Fälle eine Erkrankung frühzeitig erkennen kannst, möchte ich dir kurz die wichtigsten und prägnantesten Warnsignale einer Depression aufzeigen.

  1. Emotionale Leere. 
  2. Andauernde Müdigkeit.
  3. Schlafstörungen. 
  4. Appetitlosigkeit oder gesteigerter Appetit. 
  5. Desinteresse und Freudlosigkeit. 
  6. Traurige Stimmungslage.
  7. nachlassendes sexuelles Interesse. 
  8. verstärkte Ängste und Sorgen. 
  9. Körperliche Schmerzen. 
  10. Suizidgedanken.

Hinweis

Solltest du Suizidgedanken haben, wende dich bitte umgehend vertrauensvoll an eine Bezugsperson oder rufe anonym unter 0800 1110111 bei der Telefonseelsorge an. Du bist nicht allein!

Die erste Anlaufstelle bei Symptomen

Wenn die Symptome mehr als 14 Tage anhalten, dann ist es sinnvoll, deinem Hausarzt einen Besuch abzustatten und über deine Beschwerden zu sprechen. Der fragt dich dann in der Regel nach deiner Krankheitsgeschichte und stellt dann die Diagnose bzw. den Verdacht. 

Wenn er auch auf eine Depression tippt, dann überweist er dich zu einem Psychotherapeuten. Manchmal sind Hausärzte etwas zögerlich mit der Diagnose von psychischen Krankheiten. Sollte das bei dir auch der Fall sein, bleib am Ball und äußere deinen Verdacht. Und sollte dann immer noch nichts passieren, dann denk über einen Arztwechsel nach – denn es gibt sehr viele gute, einfühlsame Hausärzte da draußen. 

Die erste Diagnose stellt meistens der Hausarzt.

Im besten Fall überweist dein Hausarzt dich aber bereits beim ersten Besuch und einem entsprechenden Verdacht weiter. Der Psychotherapeut, Psychiater oder Heilpraktiker für Psychotherapie wiederum führt dann zunächst ein Erstgespräch durch, bei dem ihr euch kennenlernen könnt und er deine Situation einschätzt. Das ist bereits der erste Schritt zur Besserung 🙂 

Warum bei Depressionen Offenheit gefragt ist

Ein weiterer Schritt wäre es, offen mit deiner Erkrankung umzugehen. Und glaube mir, ich weiß, wie schwierig das ist. Ich selbst habe bis heute nicht allen Menschen in meinem direkten Umfeld erzählt, dass ich Depressionen hatte. Und auch, wenn es mir heute grundsätzlich gut geht, bekomme ich noch ab und zu Besuch von der Frau in Schwarz. Aber an diesen Tagen trinke ich eben in Ruhe einen Tee mit meiner alten Freundin – denn sie hat mir viele Dinge vor Augen geführt, die in meinem Leben schief gelaufen sind. 

Jedenfalls habe ich mittlerweile gelernt, dass ich die Krankheit kommunizieren muss, wenn ich möchte, dass Freunde und Familie verstehen, was manchmal mit mir los ist. Denn Depressionen sieht man Menschen von außen oft nicht an. Nicht selten sind es Menschen mit Depressionen, die am lautesten Lachen oder die witzigsten Sprüche reißen. Und im nächsten Moment sind sie dann total in sich gekehrt, traurig und abweisend. Natürlich äußert sich das bei jedem Menschen auch wieder etwas anders. 

Depressionen haben viele Gesichter

Aber gerade in der aktuellen Zeit ist es sinnvoll, auch in deinem Umfeld die Augen offen zu halten. Wenn sich jemand plötzlich isoliert und oft absagt, sehr zynisch wird oder auffällig viel Alkohol trinkt, dann hak vielleicht einfach mal nach, wie es der Person wirklich geht. Vielleicht sehnt sich dieser Mensch gerade genau nach dieser Frage, um endlich über ihr Leid sprechen zu können und sich jemandem anzuvertrauen. 

Achte gut auf deine Mitmenschen.

Ganz unabhängig davon, ob du selbst oder einer deiner Liebsten betroffen ist, es gibt neben Psychotherapie und Medikamenten auch immer Dinge, die du selbst tun kannst, damit die Frau in Schwarz dir nicht das Ruder aus der Hand und damit dein Leben komplett übernimmt.

Wie du Depressionen vorbeugen kannst

Laut der Stiftung Deutsche Depressionshilfe gibt es drei Grundpfeiler, die auf körperlicher Basis helfen, einer Ersterkrankung oder einem Rückfall vorzubeugen: 

  1. Bewege dich ausreichend. Suche dir dabei am besten Aktivitäten an der frischen Luft, die dir Freude bereiten. Und das auch, wenn dir gerade eigentlich gar nicht danach ist und du dich am liebsten im Bett verkrümeln würdest. Hier gilt: Fake it, till you make it. Mache die Dinge, von denen du weißt, dass sie dir Freude bereiten – und irgendwann wird auch das entsprechende Gefühl wieder zurück kommen. So zumindest lautet die Theorie aus der Kognitiven Verhaltenstherapie, die mir sehr geholfen hat. 
  2. Ernähre dich gesund und ausgewogen. Denn was du isst, beeinflusst deine Darmflora und die wirkt sich wiederum auf deine psychische und körperliche Gesundheit aus. Und ja, auch Schokolade ist dabei ausdrücklich erlaubt – in Maßen.
  3. Schlafe – aber nicht zu viel. Depressionen machen müde, aber nachgeben solltest du der Müdigkeit nicht zu früh und nicht zu lange. Denn zu lange Schlaf senkt die Stimmung und macht inaktiv, was wiederum noch müder macht. Mehr als 7-8 Stunden pro Nacht sollten es also nicht sein. 

Will&Rosies Depressions-Notfallkit

Und falls du trotzdem Sorge hast, dass die Frau in Schwarz auch irgendwann zu dir kommt, haben Will&Rosie eine Idee, wie du den ungebetenen Gast möglichst gelassen in Empfang nehmen kannst: Mit einem Notfallkit. 

Schreibe dir dafür zum Beispiel einen liebevollen und aufbauenden Brief, in dem du dir selbst Mut zusprichst und die schönen Dinge deines Lebens sowie deine Erfolge aufzählst – falls die Depression deine Sicht darauf mal verdecken sollte. Außerdem kannst du dir etwa eine Good-Mood-Playlist erstellen, deine Lieblings-Süßigkeiten und Lieblings-Düfte bei Seite legen sowie Fotos und Erinnerungsstücke dort aufbewahren, wo du während eines akuten seelischen Tiefs schnellen Zugriff drauf hast. 


FAZIT

Eine Depression ist eine ernste psychische Krankheit. Leider wird sie von vielen Menschen noch immer unterschätzt. Dabei sieht man das Leid den Betroffenen schlichtweg einfach oft nicht an. Gerade in Zeiten der Pandemie ist es deshalb elementar, Depressionen vorzubeugen und auf das Wohlbefinden seiner Liebsten zu achten. Es gibt nämlich Warnsignale wie zum Beispiel Isolation und innere Leere, die auf eine depressive Episode hinweisen. Falls du betroffen bist, merke dir bitte vor allem eines: Du bist nicht allein!


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Selbstliebe lernen: 9 Tipps für eine erfüllte Selflove-Story

Sich selbst zu lieben ist der Beginn einer lebenslangen Romanze” sagte Schriftsteller Oscar Wilde einst. “Du selbst, genauso wie jeder andere im ganzen Universum, verdienst deine Liebe und Zuneigung”, lehrte Buddha seinerzeit. Und Schauspielerin Lucille Ball wusste bereits: “Du musst dich wirklich lieben, um etwas in dieser Welt zu schaffen.” Ja, Selbstliebe ist ein wirklich hohes Gut.

Leider fällt es vielen von uns unfassbar schwer, sich selbst gegenüber eine so tiefe Liebe zu empfinden, wie etwa dem Partner, Familienmitgliedern oder Freunden gegenüber. Dabei wäre es doch so schön, wenn wir auch mit uns selbst in tiefer Freundschaft verbunden sein könnten, oder? 

Auf einen Blick

Selbstliebe ist eine wertvolle Eigenschaft, die uns hilft, besser und zufriedener durchs Leben zu gehen. Und auch, wenn Selbstliebe sogst wie nie konstant ist, kannst du lernen, die Beziehung zu dir selbst zu verbessern. Zum Beispiel, indem du dich selbst reflektierst, fürsorglich mit deinem Körper und deiner Psyche umgehst und aufhörst, dich mit anderen zu vergleichen.

Aber vielleicht kennst du das ja auch: Wenn wir uns selbst betrachten, dann sehen wir nicht selten zuerst die Falten, Narben und Dellen; Fehler, Probleme und Sorgen überdecken dann schnell mal die vielen schönen Eigenschaften und Dinge in unserem Leben. 

Die Folge: Wir kritisieren uns selbst, lassen uns von gängigen Schönheitsidealen und der Vorstellung anderer Leute unter Druck setzen und werden dadurch immer unzufriedener mit uns selbst. Und je schlechter wir mit uns selbst sprechen, desto weniger Liebe empfinden wir für uns. Wir werden unter anderem emotional instabiler, empfänglicher für negative Gefühle und Selbstzweifel

Unterschied zwischen Selbstliebe und Egoismus

Da klingt Selbstliebe schon deutlich verlockender, oder? Und damit ist nicht etwa Egoismus oder Überheblichkeit gemeint. Der entscheidende Unterschied ist hier nämlich, dass Selbstliebe uns zu mitfühlenden und sozialen Menschen macht, während Egoismus uns zu ignoranten Einzelgängern werden lässt. 

Selbstliebe und Egoismus unterscheiden sich wesentlich.

Bei Selbstliebe geht es vielmehr darum, sich selbst mit allen Ecken und Kanten zu akzeptieren und zu schätzen. Eben so, wie man es auch mit einem guten Freund machen würde. Selbstliebe trägt dabei zu einem gesunden Selbstwertgefühl bei.

Fünf Säulen des Selbstwertgefühls

Das Selbstwertgefühl wiederum besteht aus ingesamt fünf Teilwerten, die sich alle wiederum gegenseitig beeinflussen: 

Selbstbewusstsein

Wissen über die eigenen Werte, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen sowie Träume und Ziele.

Selbstachtung

Tiefe Akzeptanz und Achtung sich selbst gegenüber, die mit einem großen Respekt einhergeht.

Selbstliebe

Fähigkeit, sich selbst mit allen Ecken und Kanten zu lieben.

Selbstvertrauen

Vertrauen in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse.

Selbstsicherheit

Fähigkeit, an sich selbst zu glauben und unabhängig von anderen Menschen Entscheidungen zu treffen und zu handeln.

Die Basis für deine Selflove-Story

Sag mal: Wer bist du, wenn du niemand sein musst? Nimm dir einen Moment, um die Frage wirklich auf dich wirken zu lassen. Wenn du eine eindeutige Antwort darauf hast, dann bist du bereits den ersten Schritt zu einer gesunden Beziehung mit dir selbst gegangen. Denn nur, wenn wir uns selbst wirklich sehen und kennen, können wir uns als Mensch auch lieben. 

Zugegeben, ganz so einfach ist das mit der Selbstliebe nicht. Denn um dich wirklich mit vollem Herzen selbst lieben zu können, musst du zuerst auch negative Gefühle zulassen, die vielleicht noch zwischen dir und der Selbstliebe stehen. Das können Schuldgefühle sein, Scham, Wut oder Trauer. Solange du diese Gefühle allerdings nicht zulässt, wird das mit der Selbstliebe schwierig. 

Auch negative Gefühle gehören zu Selbstliebe.
Photo by Anete Lusina on Pexels.com

Und auch, wenn du dich deinen Monstern gestellt hast. wirst du nicht von jetzt auf gleich auf einmal auf Wolke Sieben mit dir selbst schweben. Es wird immer wieder Auf und Abs geben. Und auch, wer eine ausgeprägte Selbstliebe in sich trägt, der gerät mal ins Zweifeln. Das mit der Liebe ist eben immer eine Achterbahnfahrt – in jeder Beziehung. Das sage ich nicht, um dich zu entmutigen, im Gegenteil: Ich möchte, dass du dir dessen bewusst bist und am Ball bleibst, wenn es mal holprig wird. Denn es lohnt sich

Warum Selbstliebe so wichtig ist

Ein gesundes Selbstwertgefühl ist vergleichbar mit einem psychologischen Schutzschild: Es macht uns kritikfähiger und weniger anfällig für Angriffe von außen. Unser emotionales Gerüst stabilisiert sich mit zunehmender Selbstliebe und wir können auch größere Herausforderungen meistern. Außerdem nehmen wir unsere Ziele eher in Angriff und erlauben uns, glücklich zu sein. 

Und damit du weißt, wie du deine ganz eigene Selflove-Story angehen kannst, möchte ich dir jetzt einige Tipps mit auf den Weg geben, dir mir persönlich sehr dabei geholfen haben. 

Neun Tipps für mehr Selbstliebe

Erstens: Tue Dinge für dich, nicht für andere.
Warum handelst du, wie du handelst? Wenn du deine Entscheidungen bisher nicht für dich getroffen hast, sondern zum Beispiel für Anerkennung von Außen oder um jemand anders glücklich zu machen – dann STOPP!

Du lebst für dich. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben – und deshalb solltest du auch darauf achten, dass du deine Träume und Ziele verfolgst, ohne dabei immer zuerst andere Menschen happy zu machen. Denn wenn du für andere lebst, dann bleibt einer auf der Strecke: Du.

Wer sich selbst liebt, tut Dinge zuerst für sich selbst.
Photo by Daria Shevtsova on Pexels.com


Um das besser zu verstehen, ein kleiner Exkurs in die Verhaltensforschung: Da wird nämlich zwischen zwei Grundarten der Motivation unterschieden:

Intrinsische Motivation: In diesem Fall kommt die Motivation aus dem Menschen selbst. Anreize können hier etwa Neugier, Anregung, Wissensdurst, Erkenntnisse, Kompetenz oder ähnliches sein.

Extrinsische Motivation: Hier geht es um die Motivation, aus auf Basis äußerer Faktoren und Anreize wie Gehalt, Beförderung, Zugehörigkeit, Lob, Anerkennung, Status, Erfolg usw. entsteht.

Mehrere Studien konnten zeigen, dass Menschen, die mehr Dinge aus intrinsischer Motivation heraus tun, länger dran bleiben, sowie erfolgreicher und vor allem glücklicher in ihrem gesamten Leben sind.

Zweitens: Halte deinen Inneren Kritiker im Zaum.
Jeder von uns hat ihn – aber wir entscheiden selbst, wie viel Macht er über uns hat. Diese Stimme in uns, die gefühlt an allen Entscheidungen etwas auszusetzen hat und sehr schnell die Alarmglocken läutet, obwohl nichts passiert ist. Wenn wir lernen, diese innere Stimme zu erkennen und ihr etwas entgegenzusetzen, dann nehmen wir ihr die Macht über unser Handeln.

Stell deinem inneren Kritiker einen inneren Optimisten entgegen.
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Denn mit unseren Gedanken ist es so: Die Stimmen in uns, die wir füttern, werden lauter. Deshalb hilft zum Beispiel Dankbarkeit auch, mehr positive Dinge wahrzunehmen. Und wenn beispielsweise dein Innerer Optimist wächst, werden die kritischen Stimmen nach und nach kleiner.

Drittens: Übe dich in Selbstreflexion.
Vielleicht fragst du dich ja jetzt, wie du denn deinen Inneren Kritiker oder andere Gedanken überhaupt identifizieren sollst. Das Zauberwort lautet hier Selbstreflexion. Das hilft übrigens auch generell dabei, dich selbst mehr lieben zu lernen. Denn nur, wenn du dich gut kennst, kannst du dich auch mit allen Facetten lieben.

Eine sehr simple Übung ist hier zum Beispiel Journaling. Notiere einfach regelmäßig deine Gedanken und Gefühle, um sie dir aktiv vor Augen zu führen. 


Lerne dich endlich wirklich kennen!

Tagebuch-Schreiben ist lediglich eine von vielen Methoden zur aktiven Selbstreflexion. Wenn du dich wirklich kennenlernen willst und all deine Facetten liebevoll betrachten möchtest, dann solltest du gleich mehrere Übungen ausprobieren.

Im Active Ebook „Mindset Journey“ zeige ich dir, welche Methoden dafür am besten geeignet sind. Außerdem nehme ich dich darin mit auf eine kleine Reise durch deine Innerstes: Wir schauen, welche Glaubenssätze dich prägen, wie es um deinen Optimismus bestellt ist und wie du die Basis für ein glückliches Leben legen kannst.

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Viertens: Vergleiche dich nicht mit anderen.
Ich kenne dich nicht, aber eines kann ich dir sicher sagen: Du bist einzigartig. Niemand auf der gesamten Erdkugel hat deinen einmaligen Blick auf diese Welt. Und genau das macht dich zu etwas ganz Besonderem. Sobald du das einmal verinnerlicht hast, wirst du auch merken, dass Vergleiche keinen Sinn ergeben. Denn wie will man denn Einzelstücke miteinander vergleichen? Richtig – unmöglich.

Spare dir also die Energie, die du damit verschwendest, deinen Körper mit irgendwelchen Models oder Medienmenschen zu vergleichen oder deine Leistung mit gleichaltrigen zu Messen. Nimm dir stattdessen einfach mal Zeit, dir deine ganz individuellen Erfolge vor Augen zu führen. Am besten du notierst sie dir direkt, um sie dir in Momenten des Zweifelns wieder vor Augen führen zu können.

Fünftens: Pflege deinen Körper mit all seinen Facetten.
Dein Körper ist dein Zuhause, dein Tempel, dein Nährboden und deine Verbindung zur Welt. Kümmere dich gut um ihn, denn du hast nur einen. Und ganz egal, wie er aussieht – er ist etwas unsagbar Wertvolles. Höre also gut auf seine Signale, gib ihm die Pflege, die er braucht, bewege ihn regelmäßig und versorge ihn mit den Nährstoffen, die er benötigt. Glaube mir, er wird es dir danken – mit Energie und Gesundheit.

Sorge gut für deinen Körper.

Sechstens: Setze Grenzen und sag auch mal “Nein”.
“Nein” ist ein sehr unbeliebtes Wort. Es ist immer auch Zurückweisung und Ablehnung. Aber es ist eben auch das Einstehen für die eigenen Bedürfnisse. Und Grenzen setzen ist ein enorm wichtiges Merkmal von Selbstliebe. Lass nicht alles mit dir machen, sondern steh dazu, wenn du mal keine Lust auf ein Treffen hast oder dir ein anderer Mensch gerade zu Nahe tritt.

Niemand kann von außen deine Grenzen sehen, deshalb musst du sie kommunizieren. So schreibt auch Psychologin Katharina Tempel in ihrem Buch “Gib dir die Liebe die du verdienst”: “Ein entschlossenes „Ja“ zu deinen eigenen Bedürfnissen ist nur möglich, wenn du ab sofort öfter „Nein“ zu fremden Erwartungen sagst.”

Siebtens: Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun.
Apropos fremde Erwartungen: Natürlich ist auch dein Umfeld wesentlich an deinem Selbstwertgefühl und deiner Fähigkeit zur Selbstliebe beteiligt. Zumindest indirekt. Denn wenn deine Liebsten dich ständig kritisieren oder dir Vorwürfe machen, dann wird es schwierig sein, sich davon zu emanzipieren.

Achte also darauf, dass du dich mit Menschen umgibst, die deinen Wert zu schätzen wissen und dir auch Liebe zurückgeben können. Denn du bist es wert, bedingungslose Liebe zu erfahren. Lass dir ja nichts anderes erzählen!


Finde heraus, was dich happy macht!

Damit andere dir Wertschätzung entgegenbringen können, musst du erstmal selbst wissen, was du brauchst. Falls du aktuell noch nicht wirklich weißt, was dich glücklich macht, habe ich eine Kleinigkeit für dich.

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Achtens: Sorge für dich, wie für einen guten Freund.
Selbstfürsorge ist ein fester Bestandteil von Selbstliebe. Dabei geht es vor allem darum, sich selbst die Aufmerksamkeit und Zuwendung zukommen zu lassen, die man auch einem guten Freund zusprechen würde. Das heißt für dich: Träume groß, verwirkliche deine Ziele und achte auf deine Bedürfnisse. Selbstfürsorge bedeutet aber auch, sich den eigenen Problemen zu stellen und negative Gefühle zuzulassen, statt sie zu verdrängen.

Neuntens: Setze dich mit deinen Glaubenssätzen auseinander.
Wie so vieles entsteht auch die Basis unseres Selbstwertgefühls bereits in unserer Kindheit. Prägenden Anteil daran, wie viel Liebe wir uns selbst gegenüber empfinden, haben also vor allem unsere Eltern, Geschwister und Lehrer. Wir übernehmen von ihnen Überzeugungen, auch Glaubenssätze genannt, die unser Leben maßgeblich prägen.

Um als Erwachsener glücklich zu werden, muss man manchmal seine Kindheit bearbeiten.


Wenn wir zum Beispiel immer wieder kritisiert worden sind oder Ablehnung erfahren haben, könnten wir etwa die Überzeugung haben, nicht gut genug zu sein oder nichts schaffen zu können. Nach genau diesen Glaubenssätzen lohnt es sich zu suchen. Reflektiere dabei wiederkehrende Gedanken und unterziehe sie einer Realitätsprüfung. Frage dich zum Beispiel, ob du wirklich nichts schaffst oder ob das eigentlich Schwachsinn ist (was meistens der Fall ist). 


Komm deinen Glaubenssätzen auf die Spur

Du hast viele negative Glaubenssätze gefunden? Dann lohnt es sich, hier tiefer einzusteigen. Denn Glaubenssätze sind mächtig und beeinflussen uns oft unbewusst in Entscheidungen und Reaktionen. Deshalb sind gute Glaubenssätze so unfassbar wichtig 🙂

Im Active Ebook „Mindset Journey“ zeige ich dir, wie du Glaubenssätze erkennst und mehr positive Überzeugungen aufbaust. Außerdem nehme ich dich darin mit auf eine kleine Reise durch deine Innerstes: Wir schauen, welche Methoden zur Selbstreflexion zu dir passen, wie es um deinen Optimismus bestellt ist und wie du die Basis für ein glückliches Leben legen kannst.

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Die wichtigste Liebesgeschichte deines Lebens

Klingt nach viel Arbeit? Das ist es auch. Aber die Liebesgeschichte, die wir mit uns selbst schreiben, ist die wohl wichtigste in unserem Leben. Du verbringst dein gesamtes Leben mit dir – ob in Liebe, Neutralität oder Hass; das entscheidest letztendlich nur du.

FAZIT

Selbstliebe ist eine wertvolle Eigenschaft, die uns hilft, besser und zufriedener durchs Leben zu gehen. Und wenn du ein paar Gewohnheiten veränderst, kannst du dir selbst so viel näher kommen und dir all die Liebe, die du verdienst im Zweifel sogar selbst geben.


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Achtsamkeit lernen: 7 Gewohnheiten für einen bewussten Lebensstil

Bevor wir richtig ins Thema Achtsamkeit einsteigen, lass uns mal etwas ausprobieren: Nimm dir einen Zettel und einen Stift zur Hand. Nun notiere all die Dinge, an die du gerade denkst. Lass dir dafür ruhig fünf Minuten Zeit, in denen du einfach die Gedanken in deinem Kopf beim Umherschwirren beobachtest und sie notierst. 

So – und wenn wir schon Mal dabei sind, lass uns gleich noch was versuchen: Schalte alle Störquellen aus – also deine Nachrichtenapps, Musik, Podcast oder TV, schließe deine Augen und konzentriere dich dann noch einmal eine Minute nur auf deinen Atem. Und damit “Herzlich Willkommen im Hier und Jetzt”. 

Auf einen Blick

Achtsamkeit ist eine wichtige Säule eines glücklichen und selbstbestimmten Lebens. Das bewusste Erleben des Augenblicks hilft dir, gesund zu bleiben, dich besser zu konzentrieren und emotional stabiler zu werden. Und Achtsamkeit kann man lernen. Zum Beispiel mit bewusstem Essen, Dankbarkeit oder Meditation. Wichtig ist nur, sich für die bewusste Lebensweise zu entscheiden.

Schön, dass du hier bist. Denn genau in diesem Augenblick findet das Leben statt. Die Gedanken, die du zu Beginn aufgeschrieben hast, entführen dich zwar immer wieder in Vergangenheit und Zukunft – aber wie meine Lehrer früher immer so schön gesagt haben, wenn die Klasse nicht zuhören wollte: Hier spielt die Musik

Warum Achtsamkeit für viele fremd ist

Keine Sorge, falls das Ganze jetzt neu für dich ist – das geht den meisten Menschen so. Denn Achtsamkeit ist längst nicht so verbreitet, wie sie sein sollte. Im schnelllebigen Alltag reagieren wir oft unbewusst und funktionieren, statt den Augenblick mit allen Sinnen wahrzunehmen. 

Und keine Frage, das kommt einem auf den ersten Blick vielleicht sogar sinnvoll vor – denn so kommt man schneller durchs Leben. Aber ob es ein wirklich glückliches Leben ist, im Autopilot durch das Leben zu rasen, das muss jeder für sich selbst entscheiden. 

Achtsamkeit macht uns nachweislich glücklicher.
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Lass mich aber trotzdem ein bisschen die Werbetrommel für einen achtsamen Lebensstil schlagen – denn ich für meinen Teil bin davon überzeugt, dass Achtsamkeit uns helfen kann, glücklicher und gesünder zu leben. Übrigens stehe ich mit der Ansicht nicht alleine da – auch einige Studien belegen die positiven Auswirkungen von Achtsamkeit

Achtsamkeit vs. Stress

Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn zum Beispiel hat bereits im Jahr 1979 ein achtsamkeitsbasiertes Programm zur Stressbewältigung entwickelt, das MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction). Die Wirksamkeit des 8-Wochen-Programms konnte in gleich mehreren Studien belegt werden. 

So hilft Achtsamkeit etwa, Stress zu reduzieren und wieder mehr Gefühle wahrzunehmen – positive wie negative. Unsere Selbstwirksamkeit steigt, wir lernen uns selbst besser kennen, werden offener, neugieriger und entspannter. Das hat wiederum positive Auswirkungen auf unseren allgemeinen Gesundheitszustand.

Wer regelmäßig den Fokus auf den Augenblick richtet, der kann sich außerdem besser konzentrieren, wird leistungsfähiger, emotional stabiler und beugt sogar dem Alterungsprozess vor. 

Wo immer du bist, sei ganz dort.

Eckhart Tolle

Achtsamkeit im Innen und im Außen

Achtsamkeit, also das bewusste Wahrnehmen der Gegenwart, kann übrigens auch zwei unterschiedliche Arten stattfinden: Entweder, du nimmst deine Umgebung mit allen Sinnen wahr und beobachtest genau, hörst gut zu und riechst bzw. schmeckst das Essen so intensiv wie möglich. Oder du horchst genau in dich hinein und nimmst deine Gedanken, Gefühle und Impulse bewusst wahr. 


Finde heraus, was dich glücklich macht!

Du weißt eigentlich gar nicht so richtig, was dich happy macht? Dann habe ich eine Kleinigkeit für dich. Mit dem kostenlosen WorksheetFinde deine Glücksfaktoren“ möchte ich dich dabei unterstützen, deine ganz eigenen Glücksfaktoren zu identifizieren. Wir finden gemeinsam heraus, welche Aktivitäten zu deinem Glück beitragen und was du eigentlich von einem glücklichen Leben erwartest. Also: Lass einfach deine Email-Adresse da und geh den ersten Schritt in ein Happy-Life.

Einen Moment bitte…
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Du bist auf den Geschmack gekommen und möchtest deine ersten Gehversuche im achtsamen Lebensstil wagen? Dann starte doch direkt mit den folgenden 8 Tipps für Gewohnheiten, die dich garantiert immer wieder zurück ins Hier und Jetzt holen. 

Sieben Tipps für mehr Achtsamkeit

  • Iss intuitiv und bewusst.
    Dein Körper ist schlauer, als du vielleicht denkst – auch in Bezug auf deine Mahlzeiten. Normalerweise sagt er dir also mit Magenknurren oder Müdigkeit, dass er hungrig oder durstig ist. Versuche doch mal, mehr auf ihn zu hören, statt dich nach Essenszeiten oder Speiseplänen zu richten. Und ganz egal, was dann auf deinem Teller landet: Genieße es langsam und ohne Ablenkung. Koste jeden Bestandteil deines Essens einzeln und versuche, die Zutaten und Gewürze herauszuschmecken.
  • Finde deine Meditationspraxis.
    Meditation klingt für viele Leute erstmal nach Esoterik-Quatsch und Hokus-Pokus. Dabei ist Meditieren vielmehr eine unglaublich wirksame Achtsamkeits-Praxis, die viele Vorteile mit sich bringt. Für Einsteiger gibt es zahlreiche geführte Meditationen, bei denen es erstmal darum geht, sich auf den Atem zu fokussieren.

    Generell kannst du aber auch in Stille meditieren, zu Musik oder Affirmationen. Wichtig ist dabei, eines zu verstehen: Beim meditieren geht es nicht um schlafen oder abschalten, sondern viel mehr darum, sich aktiv auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. Das kann zu Beginn anstrengend sein, aber es lohnt sich allemal!
  • Höre auf die Signale deines Körpers.
    Nicht nur beim Essen ist dein Körper ein guter Ratgeber. Eigentlich sagt er dir auch sonst recht schnell, was er braucht. Wenn er also erschöpft ist, gönn ihm eine Pause, wenn du Schmerzen hast, prüfe, wo sie herkommen – und wenn eine Stelle besonders drückt oder spannt, dann gib ihr etwas mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. Nimm deine Empfindungen ernst und beginne am besten jeden Tag mit einem kleinen inneren Rundgang. Beginne in den Füßen und gehe dann nach und nach jedes Körperteil ab – und checke, wie es ihm heute geht und ob es etwas braucht.
Sorge gut für deinen Körper.
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  • Gönn dir regelmäßig eine Pause – auch vom Smartphone.
    Wer den Fuß immer nur auf dem Gaspedal hat, der wird früher oder später die Kontrolle verlieren. Das ist nicht nur beim Autofahren so, sondern auch im Leben. Also mach zwischendurch auch mal langsam, atme durch und nimm dir Zeit, um dich auf die schönen Dinge im Leben zu konzentrieren, statt von Termin zu Termin zu hetzen. Glaub mir, das ist keine Zeit, die du verlierst – sondern Zeit, die du gewinnst. Das mit der Pause gilt übrigens auch für das Smartphone – schalt deinen digitalen Lebensbegleiter ruhig mal für eine Weile aus. Das Wichtige passiert nämlich abseits der Bildschirme.
  • Sei dankbar für das, was du hast.
    Dankbarkeit ist eine der wesentlichen Säulen eines achtsamen Lebens. Und das aus gutem Grund, denn wer mit Dankbarkeit auf das Leben blickt, der sieht viel besser die guten Dinge in seinem Leben. Deshalb übe dich unbedingt in Dankbarkeit. Mir hat es zum Beispiel total geholfen, mir einfach jeden Abend fünf Minuten zu nehmen und den Tag Revue passieren zu lassen. Dann habe ich drei bis fünf Dinge aufgeschrieben, für die ich an diesem Tag dankbar bin. Und das können schon Sachen sein, wie ein leckeres Essen oder die warmen Sonnenstrahlen. Wichtig ist, dass wir lernen, auf diese kleinen Wunder in unserem Leben zu achten. Denn man sagt schließlich nicht umsonst: Das Glück liegt in den kleinen Dingen.
  • Lerne, Stille auszuhalten.
    Wenn es draußen still ist, können wir unser Innerstes besser hören. Leider können sehr viele Menschen genau das nicht aushalten und verbringen ihr Leben deshalb in Dauerbeschallung. Beim Aufstehen wird dann direkt das Radio angeschaltet, Musik, TV oder Telefon – irgendwas ist immer da, um uns von den vielen Stimmen in unserem Inneren abzulenken. Dabei kann Stille so unfassbar wertvoll für uns sein. Versuch deshalb mal, dir pro Tag eine Zeit der Stille zu gönnen. Einfach nur du und die Stille. Mal sehen, was du so alles über dich selbst erfährst 🙂
  • Verzichte auf Multitasking.
    Multitasking gilt im Business-Kontext noch oft als besonders gefragte Fähigkeit. Sobald du aber viele Dinge gleichzeitig erledigst, bist du bei keiner einzigen davon wirklich mit deiner ganzen Konzentration am Start. Dadurch steigt nicht nur die Fehlerwahrscheinlichkeit, sondern du rutscht im Zweifel in den Autopilot – und bist sehr weit von Achtsamkeit entfernt. Time deine Aufgaben doch lieber so, dass du sie nacheinander erledigen kannst. Dann bekommt auch wirklich jede deiner Tätigkeiten die Aufmerksamkeit, die sie verdient hat. Und du rückst wieder einen Schritt weiter ins Hier und Jetzt. 

Warum du öfter lachen solltest

Zugegeben, Achtsamkeit zu lernen ist nicht die einfachste Aufgabe und es erfordert vor allem am Anfang einen starken Willen und Engagement. Aber so ist es doch mit allen Gewohnheiten – erst nach rund 66 Tagen haben wir sie so übernommen, dass sie uns nicht mehr so schwer fallen. Also nicht gleich aufgeben, wenn du Startschwierigkeiten haben solltest. 


Will & Rosie haben bereits vor einigen Jahren ihr Leben umgekrempelt und sich für mehr Achtsamkeit entschieden. Und das haben sie mit einem kleinen Trick geschafft: Sie haben sich eine Art Eselsbrücke gebaut. Die beiden haben Dinge, die sie eh schon gemacht haben, mit kurzen Momenten des Innehaltens verbunden. So haben sie jeden Morgen beim Kaffeetrinken alle Ablenkungen ausgeschaltet und wirklich aktiv den Kaffee genossen oder das Gassi-Gehen mit einem Achtsamkeitspaziergang verbunden. Setze dir also kleine Anker, die dich an dein Vorhaben erinnern. 


Übrigens: Ein bisschen Achtsamkeit leben wir wohl alle automatisch. Denn sobald wir herzhaft lachen, sind für diesen eigenen besonderen Augenblick Körper und Geist vollkommen im Hier und Jetzt. Der wohl wichtigste Tipp ist also: Tu so oft es geht Dinge, die dich glücklich machen und zum lachen bringen.

FAZIT

Achtsamkeit ist eine wichtige Säule eines glücklichen und selbstbestimmten Lebens. Das bewusste Erleben des Augenblicks hilft dir, gesund zu bleiben, dich besser zu konzentrieren und emotional stabiler zu werden. Und Achtsamkeit kann man lernen. Zum Beispiel mit bewusstem Essen, Dankbarkeit oder Meditation. Wichtig ist nur, sich für die bewusste Lebensweise zu entscheiden.


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Optimismus: 8 Tipps für positives Denken

Optimismus wird von vielen Menschen als sehr naive Lebensweise angesehen. Dabei tut eine bewusste positive Lebenseinstellung jedem von uns gut. 

Das mag vor allem daran liegen, dass Optimismus uns hilft, unsere Emotionen und Denkweisen besser zu regulieren, unser Stresslevel niedriger ist und wir sogar schneller genesen können, wenn wir erkranken. Außerdem geht eine positive Einstellung mit einer hohen Resilienz (Widerstandskraft) einher. 

Auf einen Blick

Positives Denken hilft uns, Krisen zu überstehen und ein insgesamt glücklicheres Leben zu führen. Und Optimismus ist nicht etwa angeboren, sondern jeder von uns kann diese Eigenschaft lernen. Dazu gehört zum Beispiel Dankbarkeit, Selbstliebe und eine realistische Zielsetzung. Außerdem solltest du dich weniger vergleichen und versuchen, selbst in den dunkelsten Zeiten das Licht zu sehen.

Optimisten sind zudem weniger anfällig für Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck. Und ganz allgemein haben positive Menschen einfach mehr Spaß im Leben, weil sie eben nicht immer vom Schlimmsten ausgehen und alles madig reden. 

Will & Rosie helfen dir auf deinem Weg

Du bist wild entschlossen, zum Optimist zu werden? Super – damit bist du bereits den ersten Schritt zu deinem positiveren Ich gegangen. Denn bereits gute Absichten wirken sich auf unsere Hirnstruktur aus. So steht im Buch Das Gehirn eines Buddha” etwa, dass unsere Vorstellungen sich oft schon auf unsere Gefühle auswirken. Wer den Blick also auf das Positive richten will, dem werden nach und nach mehr gute Dinge im Leben auffallen. 

Mit Hilfe von Will und Rosie kannst du dir dein Optimisten-Ich außerdem visualisieren und dir immer dann vor Augen führen, wenn du gerade eine Extra-Portion Optimismus gebrauchen kannst. Dafür kannst du ihnen all die Eigenschaften verpassen, die du gerne haben möchtest oder auch gleich das Leben, das du dir wünscht.  

Acht Tipps für mehr Optimismus

Es gibt aber noch andere Gewohnheiten, die dir helfen, dich von der pessimistischen Raupe in einen optimistischen Schmetterling zu verwandeln. Eines noch vorweg: Auch hier brauchst du natürlich etwas Geduld – denn Gewohnheiten brauchen mindestens 66 Tage, bis sie uns in Fleisch und Blut übergehen:

  1. Lerne die kleinen Dinge zu schätzen

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge”, sagte schon Wilhelm Busch einst. Und der Dichter hatte bereits verstanden, was viele von uns heute vernachlässigen: Die Kunst, die kleinen Freuden im Alltag zu sehen und zu schätzen. Falls es dir auch so geht, bist du damit also alles andere als allein. Aber für ein positiveres Leben heißt das auch: Augen auf im Alltag. 

Kleine Dinge machen unser Leben wertvoll und steigern damit unseren Optimismus.
Photo by Tima Miroshnichenko on Pexels.com

Falls dir das so schwer fällt, wie mir anfangs, kannst du das mit Hilfe eines “Dankbarkeitstagebuchs” lernen. Trage dort einfach jeden Abend drei Dinge ein, für die du heute dankbar bist. Das kann zum Beispiel der Sonnenuntergang, ein leckeres Frühstück oder eine nette Nachricht sein. 

  1. Umgib dich mit positiven Menschen

Eine bekannte Weisheit lautet: “Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen in deinem engsten Umfeld.” Und auch, wenn das erstmal sehr pauschal klingt, steckt ein Funken Wahrheit in diesem Satz. Denn wenn du in deinem engsten Umfeld fast nur pessimistische Menschen hast, die sich über alles und jeden Beschweren, dann wird es schwer für dich, dich davon zu distanzieren und ein positives Mindset zu entfalten.

Das heißt natürlich nicht, dass du deine eher negativ eingestellten Freunde und Familienmitglieder in den Wind schießen sollst. Aber es schadet auch nicht, wenn du dir auch optimistische Menschen suchst, mit denen du Zeit verbringst. So kannst du vielleicht sogar irgendwann die Pessimisten in deinem Umfeld durch deinen Einfluss auf die Sonnenseite des Lebens ziehen. 

  1. Sei liebevoll zu dir selbst 

Apropos Freunde: Natürlich solltest du auch dich selbst wie einen guten Freund behandeln. Denn nur, wenn wir uns selbst lieben und akzeptieren, können wir auch andere Menschen und Situationen mit Liebe und Zuneigung betrachten und so ein optimistisches Weltbild entwickeln. 


Finde heraus, was dich happy macht!

Wenn du dir ein glückliches und zufriedenes Leben zu erschaffen willst, dann habe ich eine Kleinigkeit für dich. Der erste Schritt zu mehr Glück ist nämlich, genau zu wissen, was dich eigentlich happy macht. Und das ist manchmal gar nicht so einfach.

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  1. Vergleiche dich nicht mit Anderen

Im besten Fall geht dieser Punkt mit einer ausgeprägten Selbstliebe einher, aber weil es so wichtig ist, möchte ich es noch einmal extra erwähnen: Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen. 

Seien wir einmal realistisch: Es wird immer jemanden geben, der schöner aussieht, erfolgreicher ist oder mehr Freunde hat als du. Aber einen Nachteil haben dennoch alle anderen – sind sind eben nicht du.

Selbstliebe gehört zu einem optimistischen Leben dazu.
Photo by Samson Katt on Pexels.com


Du bist Einzigartig mit all deinen Ecken und Kanten und genau das ist deine Superpower. Wenn du das erst einmal verstanden hast, dann werden die Vergleiche weniger. Und wenn du noch nicht soweit bist – keine Sorge. Wichtig ist dann nur, dass du dich dabei nicht als Verlierer siehst, denn das Leben ist kein Wettbewerb

  1. Akzeptiere negative Gefühle als Teil von dir

Selbstzweifel, Angst, Neid, Scham, Trauer, Wut, Hass, Ekel – das sind alles Gefühle, die meistens so gar keinen Spaß machen. Aber auch diese Emotionen gehören zum Leben dazu und haben ihren Raum verdient. Denn sie alle haben ihre Berechtigung und weisen dich im Zweifel auf etwas hin, das in deinem Inneren arbeitet. Also lautet hier die Devise: Hingucken, verarbeiten und akzeptieren, dass auch Krisen, Probleme und negative Gefühle zum Leben gehören. 

  1. Suche immer das Gute im Schlechten

Der Unterschied zwischen Pessimist und Optimist liegt vor allem im Umgang mit den Krisenzeiten des Lebens. Während Pessimisten sich in ihrem Leid suhlen und sich in der Opferrolle des Schicksals sehen, schreiten Optimisten zur Tat und versuchen Lösungen für ihre Probleme zu finden. Und sie beherrschen die Kunst, selbst in der größten Krise etwas Positives zu finden. Und das kann man lernen – und zwar, indem man die Situation aus jeder möglichen Perspektive betrachtet und so einen Blick wieder weitet. 

Optimisten sehen auch im Schlechten immer etwas Positives.
Photo by Andrea Piacquadio on Pexels.com
  1. Setze dir realistische Ziele

Ziele sind von großer Bedeutung für die Richtung, in die wir gehen wollen. Wenn wir nämlich nicht wissen, wohin wir wollen – wie sollen wir dann jemals ankommen? 

Es gibt übrigens eine einfache Methode, mit der du realistische Ziele definieren kannst: Die Smart-Formel. Demnach zeichnen sich gute Ziele durch folgende Eigenschaften aus: 

Spezifisch: Das Ziel ist so konkret wie möglich formuliert. Also statt “Mehr Sport machen” lieber “Drei mal die Woche Joggen”. 

Messbar: Durch die Anzahl der Sporteinheiten machen wir das Ziel auch gleich messbar und können uns direkt über Teilerfolge freuen. 

Akzeptiert: Das Ziel sollte außerdem mit unseren Normen und Werten übereinstimmen. Wenn du also grundsätzlich joggen nicht magst, es aber aus Gesellschaftsdruck machst, dann wird das Ziel womöglich nicht erreicht.

Realistisch: Setze dir als Anfänger also nicht das Ziel, in der ersten Woche drei Kilometer zu joggen, sondern beginne vielleicht mit einem Kilometer. 

Terminiert: Mache dir außerdem klar, bis wann das Ziel erreicht sein soll. Im Beispiel Joggen also, wann du wie viele Kilometer schaffen möchtest. 

Wenn dein Optimismus toxisch wird

Aber Vorsicht: Auch die Sache mit der Positivität hat Grenzen. Wenn du nämlich versuchst, Positivität krampfhaft zu erzwingen, dann geht das schnell nach hinten los und du schadest dir am Ende mehr, als dass du deinem Glück näher kommst. 

Toxische Positivität ist eine Folge von falschem Optimismus.
Photo by Anete Lusina on Pexels.com

Das Phänomen nennt man “Toxische Positivität”. Und die erkennst du daran, dass du dazu neigst, alle negativen Gefühle zu ignorieren oder zu verdrängen, du Krisen und schlechte Tage nicht akzeptieren kannst und du Schmerzen und negative Gedanken lieber weglächelst, statt die Ursache zu hinterfragen. 

Damit dir das eben nicht passiert, sage ich es hier noch einmal sehr deutlich: Optimismus bedeutet, die Chancen in Krisen wahrzunehmen, das Schöne im Hässlichen zu sehen und selbst in Herausforderungen zuversichtlich zu bleiben. Optimist ist, wer versteht, dass unsere Perspektive auf das Leben maßgeblich entscheidet, ob wir happy werden oder eben nicht. Und dass jedes Gefühl seine Berechtigung und Aufmerksamkeit verdient hat.

FAZIT

Positives Denken hilft uns, Krisen zu überstehen und ein insgesamt glücklicheres Leben zu führen. Und Optimismus ist nicht etwa angeboren, sondern jeder von uns kann diese Eigenschaft lernen. Dazu gehört zum Beispiel Dankbarkeit, Selbstliebe und eine realistische Zielsetzung. Außerdem solltest du dich weniger vergleichen und versuchen, selbst in den dunkelsten Zeiten das Licht zu sehen.


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„World Happiness Day“: Was Glück in anderen Ländern bedeutet

Das Wichtigste zuerst: Einen glücklichen „World Happiness Day 2021“ wünsche ich dir! Ich hoffe sehr, dass du den Internationalen Tag des Glücks gebührend feierst. Vielleicht kannst du diesen Tag ja zum Anlass nehmen, dich ab heute für ein glückliches Leben zu entscheiden und das Glück endlich in dein Leben einzuladen. 

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du zumindest eine vage Vorstellung davon hast, wie dein Traumleben denn überhaupt aussehen soll. Und das ist gar nicht so einfach, oder? Denn Glück, das ist kein eindeutiger Begriff, sondern für jeden einzelnen Menschen mit verschiedenen Wünschen und Erwartungen verbunden. 

Auf einen Blick

Glück ist kein statischer Begriff, sondern bedeutet für jeden von uns etwas anderes. Dabei gibt es auch weltweit große Unterschiede darin, wie die Menschen ein glückliches Leben definieren. Während die Finnen vor allem auf innere Stärke setzen und die Schweden nach dem Gleichgewicht in ihrem Leben streben, geht es in vielen afrikanischen Ländern um die Gemeinschaft, in Japan um den eigenen Sinn im Leben und in Dänemark vor allem im Gemütlichkeit.

Eine Möglichkeit, sich unserer eigenen Vorstellung eines glücklichen Lebens zu nähern, ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Denn so individuell die Kulturen der Welt sind, so individuell sind auch die Glückskonzepte der verschiedenen Länder. Aber genau das macht es auch so spannend. Und den heutigen „World Happiness Day“ so wertvoll.

Und weil uns der Blick über den eigenen Tellerrand helfen kann, Inspiration für unser eigenes Leben zu finden, möchte ich dir gerne fünf Glücksgeheimnisse aus anderen Ländern und Kulturen vorstellen, die mir persönlich sehr geholfen haben, das Leben noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.


Finde heraus, was dich happy macht!

Wenn du dir ein glückliches und zufriedenes Leben zu erschaffen willst, dann habe ich eine Kleinigkeit für dich. Der erste Schritt zu mehr Glück ist nämlich, genau zu wissen, was dich eigentlich happy macht. Und das ist manchmal gar nicht so einfach.

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Fünf Glücksgeheimnisse aus aller Welt

Hygge

Das Glückskonzept der Dänen kennen wir bei uns wohl vor allem in Bezug auf Einrichtung und Dekoration. Eine wörtliche Übersetzung des Wortes gibt es zwar nicht, aber sinngemäß bedeutet es soviel wie “Gemütlichkeit” oder “Wohlbefinden”. Kein Wunder also, dass Hygge auch mit einem lauschigen Plätzchen vor dem Kamin und einem kuscheligen Sofa verbunden wird. 

Aber Hygge ist eben auch ein Spaziergang mit deinen Liebsten, ein leckeres Essen mit Kerzenschein oder eben genau das, was dir ein Gefühl von Wohligkeit verleiht. Hygge, das sind Gefühle und Stimmungen, die durch Erlebnisse entstehen und wird deshalb auch nicht an Dingen festgemacht, sondern den schönen Momenten des Lebens.

Hygge ist der Lifestyle der Gemütlichkeit.
Photo by cottonbro on Pexels.com

Viele Dänen leben Hygge, indem sie die kleinen Momente des Alltags achtsam erleben und zu schätzen wissen, Genussmomente aktiv suchen und sich geborgen und geliebt fühlen. Ein wichtiger Bestandteil des Glücks auf die Hygge-Art ist übrigens die Geselligkeit: Gemeinsame Momente sind deshalb am wertvollsten für die Dänen

Aber natürlich haben auch die Dänen mal Sorgen und Ängste. Allerdings liegt ihr Schlüssel zum Glück in der inneren Einstellung. Sie sehen Steuern zum Beispiel nicht als finanzielle Belastung an, sondern als Investition in das Gemeinwohl des Landes; schlechtes Wetter nehmen die Dänen mit Humor und sehen selbst Krisen zuversichtlich entgegen. 

Was du von den Dänen lernen kannst

  1. Genieße Zeit in der Natur
  2. Mach es dir Zuhause gemütlich
  3. Achte auf eine gesunde Work-Life-Balance
  4. Lebe aktiv und gesellig
  5. Iss das, was du gerne magst

Sisu

Die Finnen sind schon ein Volk für sich. Oben in Skandinavien haben sie ihre ganz eigene Vorstellung eines glücklichen Lebens erschaffen. Ihr Glückskonzept nennen sie Sisu; ein Wort, für das es in keiner anderen Sprache ein Äquivalent gibt. 

Aber auch, wenn es keine wörtliche Übersetzung gibt, so kann man die Seele Finnlands doch charakterisieren. Das hat zum Beispiel Autorin Joanna Nylund in ihrem Buch “Sisu – die finnische Kunst des Mutes” versucht. 

Für die Finnen gehört eine innere Stärke zum Glück dazu.
Photo by Darren Tiumalu on Pexels.com

Wie der Titel des Buches bereits vermuten lässt, geht es beim Glückskonzept um eine Lebensweise, die eng mit Mut verbunden ist. In diesem Zusammenhang ist auch oft von “innerer Stärke” die Rede. Bei Sisu geht es aber eben auch um Widerstandskraft, Tapferkeit und Durchhaltevermögen. Insgesamt ist diese Lebensweise sehr handlungsorientiert, die Finnen reden nicht lange, sondern lassen Taten sprechen.

Es heißt, wer sein Sisu gefunden hat, der meistert auch Herausforderungen und Krisen mit Zuversicht und Optimismus und lässt sich nicht so schnell von seinen Zielen abbringen. Die Finnen sind überzeugt, dass ein ausgeprägtes Sisu, also eine “innere Stärke” wesentlich zu mehr Gesundheit und Glück im Leben beiträgt. 

Was du von den Finnen lernen kannst: 

  1. Suche in jeder Krise etwas Gutes
  2. Etabliere lösungsorientiertes Denken
  3. Blicke positiv in die Zukunft
  4. Gehe dein Leben achtsam an
  5. Verfolge deine Ziele aktiv

Lagom

In Schweden kommt es auf die richtige Balance an. Das Glücksgeheimnis des skandinavischen Landes nennt sich Lagom. Auch hier suchst du vergeblich nach einer wörtlichen Übersetzung. Es geht aber im Großen und Ganzen darum, in seinem eigenen Leben ein Gleichgewicht herzustellen. 

Für die Menschen in Schweden ist das Leben also besonders glücklich, wenn eine gewisse Leichtigkeit herrscht und alles in Balance ist. Das kann auf alle Lebensbereiche zutreffen oder nur auf einzelne wie zum Beispiel Arbeit, Liebesleben oder Gesundheit. 

In Schweden muss für das Glück alles im Gleichgewicht sein.
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Ein wesentlicher Bestandteil des schwedischen Glückskonzepts ist übrigens auch ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft und eine nachhaltige Lebensweise in enger Verbundenheit mit der Natur. 

Minimalismus ist übrigens ein weiterer Aspekt der schwedischen Lebensweise. Denn bei Lagom geht es um das richtige Maß. Die Schweden geben sich also auch mit weniger als dem Maximum zufrieden und üben sich in Bescheidenheit. Sie verfügen über eine große Portion Gelassenheit und innere Ruhe, überspannen den Bogen nicht, sondern pendeln sich in der zufriedenstellenden Mitte ein. 

Was du von den Schweden lernen kannst: 

  1. Nimm das Leben nicht zu ernst 
  2. Schätze, was du in deinem Leben hast
  3. Sei freundlich zu deinen Mitmenschen
  4. Schraube deine Erwartungen runter
  5. Verzichte auf übermäßigen Konsum

Ikigai

In Asien herrscht vor allem das buddhistisch orientierte Glücksverständnis. Japan hat allerdings noch einmal eine sehr individuelle und spannendes Glücksphilosophie: Ikigai. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort “Lebenswert”. Und es beschreibt ein Konzept, bei dem es vor allem um das achtsame Leben im Hier und Jetzt und das ausgeprägte Bewusstsein über die eigene Identität geht. 

Im Wesentlichen geht es bei Ikigai darum, herauszufinden, warum jeder einzelne von uns jeden Morgen aufsteht. Wer sein Ikigai finden möchte, der sollte sich also fragen: Was macht mein Leben eigentlich lebenswert? Wer das herausfindet, da sind sich die Japaner einig, dem steht ein langes und glückliches Leben bevor. 

Ikigai heißt, seinen ganz eigenen Sinn im Leben zu finden
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Das Ikigai besteht dabei aus vier Hauptelementen, deren Überschneidung am Ende deinen ganz persönlichen Sinn im Leben darstellen soll. 

Die vier Hauptelemente sind: 

  1. Etwas, das du liebst und gerne tust
  2. Etwas, was die Welt von dir braucht
  3. Etwas, womit du Geld verdienen kannst
  4. Etwas, worin du gut bist

Aus den Überschneidungen der Hauptelementen ergeben sich wiederum vier Grundbedürfnisse

  1. Eins und zwei zeigen deine Mission
  2. Zwei und drei sind deine Berufung
  3. Drei und vier ist dein idealer Beruf
  4. Vier und eins ist deine größte Leidenschaft

Was du sonst noch von den Japanern lernen kannst: 

  1. Traue dich, groß zu träumen
  2. Führe ein aktives Leben
  3. Sei neugierig auf Neues
  4. Umgib dich mit Menschen, die du magst
  5. Sei dankbar, auch für kleine Dinge

Ubuntu

In vielen Ländern Afrikas glauben die Menschen an die Kraft der Gemeinschaft. Sie begreifen das Leben nicht als Einzelkampf, sondern als Gemeinschaftswerk und machen so auch das Glück abhängig vom Mitgefühl und Zusammenleben mit ihren Mitmenschen. Dieses Glückskonzept funktioniert ganz nach dem Motto “Ich bin, weil du bist” und wird in zahlreichen afrikanischen Ländern gelebt. Es nennt sich Ubuntu

Die tiefe Überzeugung, die dieser Philosophie zugrunde liegt, ist die folgende: Nur etwas, das dem Gemeinwohl gut tut, kann auch für das Individuum gut sein. Damit bietet dieses Glückskonzept wohl das Gegenteil von der Lebensweise, die in westlichen Ländern wie dem unseren gängig ist. Wir tendieren nämlich seit Jahren dazu, immer weiter auseinanderzudriften. Wir stellen unsere eigenen Bedürfnisse über die der anderen, obwohl wir oftmals nicht einmal wissen, was genau wir wollen oder brauchen. Dadurch entsteht mehr gegeneinander, statt miteinander

Ubuntu bedeutet, dass du und deine Mitmenschen gemeinsam happy seid.
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Aber vielleicht ist Ubuntu genau deshalb so ein wertvoller Ansatz für uns Einzelgänger im Westen. Denn auch die Glücksforschung sagt, dass zwischenmenschliche Beziehungen ein wesentlicher Bestandteil eines glücklichen Leben sind. 

Stell dir doch selbst einmal die Frage: Kann ich glücklich sein, wenn ich weiß, dass andere Menschen leiden? Wer Ubuntu verinnerlicht hat, dem gelingt das nicht. Klar kann keiner von uns die Welt retten, aber das alleinige Bedürfnis danach, das eigene Glück mit anderen Menschen teilen zu wollen, erhöht bereits unsere eigenes Wohlbefinden

Was wir von den Afrikanern lernen können: 

  1. Pflege deine Beziehungen sorgfältig
  2. Engagiere dich für gemeinnützige Zwecke
  3. Setze dich für die Umwelt ein
  4. Achte auf die Bedürfnisse deiner Mitmenschen
  5. Handle so, dass du niemandem schadest

Die 10 glücklichsten Länder der Welt

Pünktlich zum „World Happiness Day“ werden übrigens jedes Jahr auch die glücklichsten Länder der Welt gekürt. Auffällig hierbei sind die vielen europäischen Länder, die jedes Jahr in den Top Ten landen. Besonders Skandinavier gehören demnach nachhaltig zu den glücklichsten Menschen der Erde. In welchem Land die Menschen in diesem Jahr besonders happy waren?

In diesem Jahr ging es dabei vor allem darum, wie glücklich die Menschen trotz der anhaltenden Coronavirus-Pandemie sind. Hier sind die glücklichsten Länder der Welt laut dem „World Happiness Report 2021„: 

  1. Finnland
  2. Island
  3. Dänemark
  4. Schweiz
  5. Niederlande
  6. Schweden
  7. Deutschland
  8. Norwegen
  9. Neuseeland
  10. Österreich

FAZIT

Glück ist kein statischer Begriff, sondern bedeutet für jeden von uns etwas anderes. Dabei gibt es auch weltweit große Unterschiede darin, wie die Menschen ein glückliches Leben definieren. Während die Finnen vor allem auf innere Stärke setzen und die Schweden nach dem Gleichgewicht in ihrem Leben streben, geht es in vielen afrikanischen Ländern um die Gemeinschaft, in Japan um den eigenen Sinn im Leben und in Dänemark vor allem im Gemütlichkeit.


Hol dir das Glück in dein Postfach!

Wenn du ein glückliches und selbstbestimmtes Leben führen möchtest, dann lohnt es sich, den Blick immer öfter auf das Positive zu richten. Und damit dir das ab jetzt noch etwas leichter fällt, gibt es den Happy-Newsletter. Darin erwarten dich jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat Glückstipps, Good-News und Geschichten für mehr Gute Laune und Zufriedenheit in deinem Leben. Also lass einfach deine Email-Adresse da und hol dir eine Portion Glück in dein Postfach 🙂

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Wie gelebte Weiblichkeit uns glücklicher machen kann

Wer bist du, wenn du niemand sein musst? Unsere Welt ist so voller Erwartungen, Anforderungen und Rollenbildern. Dadurch vergessen wir oft, wer wir eigentlich wirklich sind. Und was unsere Weiblichkeit eigentlich ausmacht.

Unsere Persönlichkeit besteht aus vielen verschiedenen Facetten, unsere Identität ist ein vielseitiges Konstrukt mit vielen verschiedenen Seiten. Und so trägt auch jeder von uns eine weibliche und männliche Seite in sich. 

Unsere Gesellschaft ist allerdings bereits seit Jahrzehnten geprägt von Männlichkeit und den damit in Verbindung gebrachten Attributen. Die Folge: Sowohl Frauen, als auch Männer verstecken ihre weibliche Seite und verurteilen die dazugehörigen Facetten ihres Ichs oftmals sogar. 

Auf einen Blick

Gesellschaftliche Rollenbilder sorgen noch immer dafür, dass viele Menschen ihre weibliche Seite verstecken, statt sie auszuleben. Dadurch distanzieren wir uns voneinander und werden mehr und mehr leistungsorientiert. Deshalb ist es höchste Zeit, die emotionale Seite in uns wieder zu erwecken und uns wieder auf unser Inneres zu besinnen. Das geht unter anderem mit gutem Schlaf, Bewegung und Auseinandersetzung mit Gedanken und Gefühlen.

Aber was bedeuten Männlichkeit und Weiblichkeit denn eigentlich? Natürlich gibt es dafür keine allgemeingültige Definition, denn beides ist sehr individuell. Im Buddhismus unterscheidet man deshalb lediglich die weibliche Energie (Yin) und die männliche Energie (Yang). Die schlummern unabhängig vom Geschlecht in jedem von uns. In vielen asiatischen Kulturen sind die Menschen außerdem davon überzeugt, dass wir nur wirklich glücklich sein können, wenn Yin Und Yang im Einklang sind.

Die typischen Eigenschaften

Trotzdem gibt es natürlich typische Eigenschaften, die mit Männlichkeit und Weiblichkeit in Verbindung gebracht werden. 

Weiblichkeit (Yin) steht demnach für Eigenschaften, die eher Frauen zugesprochen werden: Intuition, Emotionalität, Naturverbundenheit, Fürsorge, Verbindung, Hilfsbereitschaft, Kreativität, Selbstakzeptanz, Verträglichkeit, Harmoniebedürfnis, Innere Ruhe und Ausgeglichenheit. 

Männlichkeit (Yang) hingegen steht eher für Stärke, Durchsetzungsvermögen, Führungsvermögen, Pragmatismus, Leistungsorientierung, Materialismus und ähnliche Eigenschaften. 

Und vielleicht fällt es dir ja auf: Das sind eben auch die Attribute, die in unserer heutigen leistungsorientierten Gesellschaft oft gefordert werden. Eigenschaften, die mit Weiblichkeit in Verbindung gebracht werden, werden hingegen oft als schwach und unterwürfig wahrgenommen.

Rollenbilder aufbrechen für Anfänger

Rollenbilder sind ein strukturelles Problem unserer Gesellschaft – und das beginnt bereits in der Erziehung. Mädchen lernen, sich anzupassen und behaupten zu müssen, Jungs sollen nicht weinen. Aber wie immer liegt es auch hier in unserer Hand: Wir können uns diesen Klischees hingeben oder nach unseren eigenen individuellen Vorstellungen leben.

Rollenbilder sind heutzutage eigentlich überholt.
Photo by Dương Nhân on Pexels.com

Denn lass mich dir eines verraten: Männer müssen kein Fleisch essen oder einen Bart tragen, sie müssen nicht muskulös sein und eine tiefe Stimme haben, mit Frauen zusammen sein und auf dicke Karren und Sport abfahren. Im Gegenteil: Sie dürfen auch Männer lieben, emotional sein, sich schminken und Kleider tragen, wenn es sie glücklich macht. 

Und Frauen? Die dürfen neben den männlichen Attributen wie Leistung, Materialismus und Pragmatismus eben auch ihre weiblichen Seiten ausleben. Sie dürfen offen fürsorglich und harmoniebedürftig sein und sich für andere einsetzen, auf ihr Bauchgefühl hören, Launen und Emotionen zeigen. Denn Weiblichkeit ist eben nicht Schminke, lange Haare und Kleidung – sondern versteckt sich meistens hinter dem, was wir auf den ersten Blick sehen.


Will&Rosie

Will und Rosie zum Beispiel haben mittlerweile gelernt, ihre weibliche Energie auszuleben. Als sie sich kennengelernt haben, hatten beide so ihre Probleme mit Weiblichkeit. Rosie hat sich geweigert, als „Mädchen-Mädchen” dazustehen und deshalb so oft es geht betont, dass sie ja auch Actionfilme mag und ihr Karriere wirklich wichtig ist. Und auch Will hat sich immer als der Mann mit der starken Schulter gegeben, dem nichts etwas anhaben kann. 

Naja und dann haben sie sich abends einmal einen Film angesehen, der trauriger war, als erwartet. Und am Ende saßen beide tränenüberströmt vor dem Fernseher, haben sich angesehen – und gelacht. Weil es ein so ehrlicher Moment war – und etwas unfassbar befreiendes hatte. Denn seitdem wissen sie, dass Gefühle zeigen etwas ganz wunderbares ist.


Du fragst dich, wo dabei eigentlich unsere hart erkämpfte Emanzipation bleibt? Die bleibt natürlich nicht auf der Strecke. Es ist enorm wertvoll und wichtig, dass Frauen mittlerweile immer mehr Möglichkeiten haben und ihre Stimmen immer mehr Gehör finden. Aber auch die heutige Emanzipation ist noch lange nicht das, was unsere Gesellschaft braucht. Denn Frauen wie Männer leben ihre weiblichen damit sehr emotionalen und sinnlichen Seiten oft nicht aus, weil die Gesellschaft von ihnen Stärke und Leistung fordert. 

Mal ganz abgesehen davon, dass Frauen auf der ganzen Welt noch immer im Nachteil sind. Selbst in Deutschland verdienen sie weniger, sind seltener in Führungsetagen zu finden und werden deutlich öfter Opfer von Gewalt und Missbrauch. Und das, obwohl viele Frauen sich der männlichen Welt ja bereits anpassen. 

Warum Weiblichkeit so wichtig ist

Aber warum ist Weiblichkeit denn eigentlich so wichtig? Nunja, die Tatsache, dass wir unsere verletzliche, emotionale Seite oftmals vergraben, statt sie auszuleben, führt gleich zu mehreren Problemen. Zum einen wirkt sich kollektiver Verzicht auf Weiblichkeit auf unser gesellschaftliches Miteinander aus. Erste Symptome davon sehen wir bereits jetzt: Es gibt mehr Distanz & weniger Miteinander; mehr Gewalt & weniger Fürsorge und der Fokus liegt zunehmend auf Leistung und Dingen, statt auf den Menschen. 

Aber nicht nur gesellschaftlich, sondern auch ganz persönlich hilft gelebte Weiblichkeit, dir selbst wieder viel näherzukommen. Der Biologe Rasmus Nielsen sagte einmal: „Die weibliche Natur ist wie das Meer: Es gibt dem leisesten, schwächsten Drucke nach und trägt doch die schwersten Lasten.” Er beschreibt damit die unglaubliche Urkraft, die weibliche Energie auch in sich trägt. Denn wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, dann wissen wir auch viel besser mit unseren Ressourcen umzugehen und unsere Stärken einzusetzen.

Die weibliche Energie bringt uns unserem Inneren wieder näher.

Unser Yin zu leben bedeutet aber auch: Loslassen, sich hingeben, fühlen, vertrauen, intuitiv sein, annehmen, integrieren, vergeben, schwach sein, geschehen lassen, geduldig sein und sich selbst akzeptieren und lieben. 

Und das Beste daran ist, dass jeder von uns lernen kann, wieder mehr auf die weibliche Seite in uns zu hören. Wie das geht, verrate ich dir gleich. Vorher sollten wir aber noch einmal checken, ob in dir überhaupt ein Ungleichgewicht herrscht. 

Was, wenn die Weiblichkeit fehlt?

Es gibt nämlich bestimmte Symptome, die darauf hinweisen können, dass deine weibliche Energie von den männlichen Attributen in dir überdeckt werden – und du dir damit am Ende eigentlich nur selbst schadest. 

Das kann sich zum einen körperlich äußern, mit Schmerzen, Schlafstörungen und Erschöpfung. Viel häufiger kommt es allerdings zu psychischen Symptomen wie Ruhelosigkeit, innere Leere und einer Sehnsucht nach dir selbst, die du bisher nicht wirklich stillen konntest – eben weil du merkst, dass da irgendwas fehlt. 


Finde heraus, was dich glücklich macht

Weiblichkeit ist natürlich kein Geheimrezept für ein glückliches Leben aber eben ein wichtiger Teil davon. Wenn du dir aber auch insgesamt ein glückliches und zufriedenes Leben erschaffen willst, dann habe ich eine Kleinigkeit für dich. Der erste Schritt zu mehr Glück ist nämlich, genau zu wissen, was dich eigentlich happy macht. Und das ist manchmal gar nicht so einfach.

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Wie du deine Weiblichkeit steigern kannst

Erkennst du dich darin wieder? Dann wird es höchste Zeit, dein inneres Yin wieder etwas mehr herauszukitzeln und dadurch wieder mehr zu dir selbst zu finden. Die folgenden Tipps können dir dabei helfen: 

  1. Suche die Nähe zur Natur, denn die erdet unser Bewusstsein, entspannt uns und lässt uns somit endlich mal unserer inneren Stimme lauschen. 
  2. Verbringe Zeit am Meer. Denn Wasser ist Energie und kann dir dadurch so viel Kraft spenden und dich lehren, dich dem Fluss des Lebens hinzugeben.
  3. Lebe deine Kreativität aus. Indem du deinen Ideen Freiraum gibst und sie bewusst nach draußen trägst, gibst du jeder Seite von dir die Möglichkeit, sich mitzuteilen.
  4. Gönne dir ausreichend Schlaf. Nachts verarbeitet unser Unterbewusstsein nämlich fleißig und schafft damit Platz für neue Eindrücke und Möglichkeiten, dein Leben zu gestalten. 
  5. Lerne deine Innenwelt kennen. Beschäftige dich also intensiv mit deinen Gedanken und Gefühlen, um sie besser zu verstehen und dich besser kennenzulernen. 
  6. Höre auf dein Bauchgefühl. Sobald du deine Innenwelt besser kennst, kannst du deiner Intuition immer mehr trauen, statt alles zu zerdenken. 
  7.  Bewege dich regelmäßig. Damit steigerst du dein Körperbewusstsein und kannst so auch körperlich deine weibliche Energie kennenlernen. 
  8. Sorge dich gut um dich. Selbstakzeptanz und Selbstliebe sind wichtige Attribute der Weiblichkeit. Denn nur, wer sich selbst liebt und sich um sich selbst kümmert, kann dieses Mitgefühl auch nach außen tragen, ohne sich selbst auszubeuten.

FAZIT

Weiblichkeit ist keine reine Frauensache, sondern steckt in jedem von uns. Und unsere weibliche Energie kann uns helfen, uns selbst wieder näher zu kommen, uns besser mit anderen Menschen zu verbinden und sogar die Welt ein klein bisschen friedlicher zu machen. Also: Ein Hoch auf die Weiblichkeit!


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10 positive Gefühle die uns nachhaltig glücklicher machen

Wann hast du dich das letzte Mal von Herzen gefreut oder warst so richtig stolz auf dich? Wenn du dich nicht daran erinnerst, dann wird es Zeit, wieder mehr positive Gefühle in dein Leben zu lassen. 

Denn eins steht fest: Gute Gefühle sind ein wichtiger Bestandteil eines glücklichen und selbstbestimmten Lebens. Nur leider sind Glücksmomente viel vergänglicher, als die Momente, in denen wir uns schlecht fühlen. Das liegt laut Martin Seligmann, Pionier der Positiven Psychologie vor allem an unserem “kathastrophischen Gehirn”. Das sorgt dafür, dass wir immer auf das Schlimmste gefasst sind und uns dadurch auch eher an die schlechten Erlebnisse erinnern können. 

Auf einen Blick

Positive Gefühle haben vielfältige Auswirkungen auf unser Leben. Wenn wir es schaffen, sie gezielt in unseren Alltag zu integrieren, dann erschaffen wir dadurch eine Aufwärtsspirale in ein glückliches und selbstbestimmtes Leben. Und kleine Glücksmomente zu finden ist garnicht so schwer 🙂

Umso wichtiger ist es, dass wir möglichst viele positive Gefühle in unser Leben integrieren. Laut dem Undoing-Effekt von Psychologin Barbara Frederickson können gute Gefühle die schlechten sogar aufheben. Dafür braucht es allerdings deutlich mehr gute als schlechte Emotionen. Frederickson legt sich auf das Verhältnis von drei positiven Gefühlen pro negativer Emotion pro Woche fest. Menschen mit diesem Durchschnitt führen ein glückliches Leben. Für gesunde Beziehungen gilt übrigens ein entsprechendes Verhältnis von fünf zu eins.

Warum dein Mindset so wichtig ist

Soweit zumindest die Theorie. Denn in der Realität sieht es anders aus: Die meisten Menschen kommen nämlich auf ein Verhältnis von zwei zu eins und neigen zur Unzufriedenheit. Sobald ein Gleichstand von guten und schlechten Gefühlen im Leben herrscht, setzen Depressionen und psychische Leiden ein. Es ist also noch ordentlich Luft nach oben. 


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Warum also nicht sofort damit anfangen, dir ein glückliches und zufriedenes Leben zu erschaffen? Der erste Schritt zu mehr Glück ist, genau zu wissen, was dich eigentlich happy macht. Und das ist manchmal garnicht so einfach. Mit dem kostenlosen WorksheetFinde deine Glücksfaktoren“ möchte ich dich deshalb dabei unterstützen. Wir finden gemeinsam heraus, welche Aktivitäten zu deinem Glück beitragen und was du eigentlich von einem glücklichen Leben erwartest. Also: Lass einfach deine Email-Adresse da und geh den ersten Schritt in ein Happy-Life.

Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt 🙂

Und wie immer ist der Schlüssel zum Glück dein Mindset. Du kannst dich nämlich bewusst den guten Gefühlen zuwenden und gezielt nach ihnen suchen. Welche Gefühle du dabei besonders beachten solltest und wie du sie steigern kannst, verrate ich dir gleich. Vorher möchte ich dir kurz noch erklären, was positive Gefühle mit uns machen. 

Die Aufwärtsspirale guter Gefühle

Barbara Frederickson hat die Wirkung von positiven Emotionen nämlich intensiv erforscht und aus Basis ihrer Erkenntnisse die “Broaden & Build Theory” aufgestellt. Darin stellt sie eine Art Aufwärtsspirale dar, die durch positive Emotionen entsteht. 

Demnach erweitern gute Gefühle kurzfristig gedacht unsere Fähigkeit zu flexiblem Denken, kreativem Problemlösen und unser Aufmerksamkeitsfeld. Außerdem steigt unsere Integrationsfähigkeit, sowie unser Mitgefühl und wir bekommen eine offene Körperhaltung. Du wirst bindungsfähiger, mutiger und neugieriger. 

Positive Gefühle steigern dein Mitgefühl.
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Wenn wir positive Gefühle länger in unser Leben integrieren, dann bauen wir irgendwann Ressourcen auf, die dafür sorgen, dass wir langfristig besser gegen Krisen gewappnet sind. Die Ressourcen entstehen dabei in vier Bereichen

Kognitiv

Achtsamkeit, Lernfähigkeit und Flexibilität

Körperlich

Gesundheit und körperliche Fitness

Sozial

Empathie und Aufbau von sozialen Bindungen

Psychologisch

Residenz (Widerstandskraft) und Selbstwirksamkeitserwartung

Last but not least helfen uns die Auswirkungen der positiven Emotionen langfristig, körperlich und mental gesund zu bleiben. Wer sich an die guten Gefühle gewöhnt, der kann dadurch auch besser mit negativen Emotionen umgehen und nimmt sie nicht mehr so wichtig. 

Ja, du hast richtig gelesen. Die negativen Gefühle wirst du auch durch die Aufwärtsspirale nicht abschalten können – aber du wirst lernen, sie als Teil des Lebens anzunehmen. Und damit kommen wir nun zum wichtigsten Teil: Den wirklich wichtigen, guten Gefühlen für dein glückliches und selbstbestimmtes Leben. Nimm dir so viel davon, wie du bekommen kannst und genieß es 🙂 

Diese 10 Gefühle brauchst du für ein glückliches Leben

  1. Freude

Dieses Gefühl ist wohl das erste, das wir mit dem Glück an sich in Verbindung bringen. Denn Freude ist im Endeffekt die Reaktion auf einen echten Glücksmoment in unserem Leben. Wir freuen uns über eine nette Geste, einen schönen Moment mit unseren Liebsten oder eine tolle Erinnerung. Und wenn wir uns freuen, dann kommt auch der Spieldrang unseres Inneren Kindes hervor, wir werden kreativer und finden Lösungen, auf die wir sonst niemals gekommen wären.

Tipp: Wenn du mal einen schlechten Moment hast, dann kann dir eine freudige Erinnerung dabei helfen, diesen Moment zu überstehen. Suche dafür nach einer Erinnerung, die dich zuverlässig mit Freude erfüllt – und rufe sie immer dann hervor, wenn du etwas Freude vertragen kannst. 

  1. Dankbarkeit

Sei dankbar – das ist einer der wichtigsten Grundsätze eines achtsamen Lebensstils. Und das aus gutem Grund, denn Dankbarkeit hilft uns, das Gute in unserem Leben zu erkennen und wertzuschätzen. Und wenn wir dankbar sind, dann steigt auch unsere Bereitschaft, Gutes zu tun

Tipp: Schreibe ein Dankbarkeitstagebuch. Darin notierst du am besten jeden Tag oder eben dann, wann dir danach ist, drei Dinge, für die du dankbar sein kannst. Und nach einigen Wochen wirst du merken, dass du plötzlich auch die kleinsten Schönheiten deines Alltags wieder wertschätzt. 

  1. Gelassenheit

Mönche sind der beste Beweis, dass man inneren Frieden lernen kann. Wer die Gelassenheit eines Mönchs besitzt, den bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Denn dieses Gefühl zeugt von einer inneren Ausgeglichenheit mit sich selbst und der Welt. Es ist das wohl friedlichste Gefühl in diesem Überblick. 

Gelassenheit zeugt von einem inneren Frieden.
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Tipp: Um Gelassenheit zu lernen, musst du zunächst deinen Stress reduzieren und Entspannungstechniken lernen. Meditation ist zum Beispiel eine super Möglichkeit, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Und dafür reicht es schon, fünf Minuten kontrolliert auf deinen Atem zu hören oder deine Umgebung mit allen Sinnen zu erleben.

  1. Neugier

Interesse am Leben und die Bereitschaft, immer wieder Neues zu erleben – das ist Neugierde. Und sie macht unser Leben auf viele Weisen wertvoller, denn wer neugierig und mit einem offenen Blick durch die Welt geht, der sieht unter Umständen deutlich mehr, als derjenige, der mit Scheuklappen vorm Fernseher sitzt. 

Tipp: Neugier ist zum Teil zwar eine genetische Sache, aber du kannst sie steigern. Wenn du zum Beispiel immer wieder Dinge hinterfragst, dann weckst du vielleicht die Neugier tief in deinem Inneren. Oder du gehst die Sache andersrum an und versuchst, deine Angst vorm Scheitern abzulegen. Die steht der Neugier nämlich oft im Weg. 

  1. Hoffnung

Wenn es im Leben mal rumpelt, dann ist es die Hoffnung, die uns durch die Krise hilft. Denn dank der Hoffnung glauben wir an ein Happy End – ganz egal, wie ungewiss die Zukunft aussieht. Und diese optimistische Sicht aufs Leben kann sogar bei der Genesung von Krankheiten helfen. 

Tipp: Falls dich die Hoffnung mal verlässt, erinnere dich an all die Hürden, die du in der Vergangenheit bereits gemeistert hast. Es ist doch am Ende immer irgendwie gut ausgegangen – auf die ein oder andere Weise – oder? Und falls deine Gedanken trotzdem mal verrückt spielen, male dir das Worst Case Szenario aus. Was ist das Schlimmste, das passieren kann? Meistens fällt uns dann auf, dass es selbst im Akutfall noch Auswege und gute Dinge im Leben gibt. Und darauf gilt es den Fokus zu richten.

  1. Stolz

Zugegeben, Stolz kann auch negative Auswirkungen haben. Hier geht es aber um die positive Form des Stolzes. Also die ausgeprägte Zufriedenheit mit sich selbst und die Anerkennung eigener Leistung. Denn diese Art Stolz ist gesund für unser Selbstbild und steigert unsere Selbstliebe

Wenn du stolz auf dich selbst bist, dann tust du damit deinem Selbstbewusstsein was Gutes.
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Tipp: Wenn du lernen möchtest, stolz auf dich zu sein, dann mach eine Liste mit all den Dingen, die du in deinem Leben erreicht hast. Ganz egal, wie klein sie sind, schreib alles auf, was dir einfällt. Und dann lies es dir laut vor. Und – bist du stolz auf dich?:)

  1. Vergnügen

Hiermit ist kein Synonym für Freude gemeint, sondern vielmehr die Momente, in denen wir ausgelassen feiern oder uns kaputtlachen. Das ist nämlich ein bisschen mehr als Freude, kommt aber in der heutigen Gesellschaft nicht mehr ganz so häufig vor.

Tipp: Manchmal verlernen wir das Lachen regelrecht. Hier kann Lachyoga helfen. Dabei lachst du gezielt solange künstlich, bis aus dem Fake-Grinsen ein echtes wird. Auf Dauer kommst du so wieder in den Genuss von wirklichen Lachmomenten.

  1. Inspiration

Sich von der Umwelt inspirieren zu lassen und dadurch zu neuen Denkansätzen zu kommen, kann unser Leben auf mehrere Weisen bereichern. Denn wer mit offenen Augen durch die Welt geht, der lernt auch viel über sich selbst

Tipp: Inspiration kommt nur selten im Fernseher, deshalb solltest du ab und zu mal deine Routinen aufbrechen und neue Wege einschlagen, um dir selbst mehr Gelegenheiten zu geben, dich inspirieren zu lassen. 

  1. Ehrfurcht

Hierbei handelt es sich um die höchste Form der Anerkennung für einen Menschen oder eine Sache. Du kannst zum Beispiel Ehrfurcht vor dem Leben oder einer der Bewältigung einer schwierigen Aufgabe haben. Mit dem Gefühl geht auch gleich eine große Ladung Wertschätzung einher. 

Ehrfurcht kannst du vor einer großen Aufgabe oder dem Leben an sich haben.
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Tipp: Wenn du die Ehrfurcht vor dem Leben lernen möchtest, dann setz dich mit deiner eigenen Vergänglichkeit auseinander. Denn dann merkt du recht schnell, wie wertvoll es ist, dass wir gerade jetzt hier auf der Welt sind und diesen Moment erleben dürfen.

  1. Liebe

Das schönste Gefühl der Welt – und die größte Form der Zuneigung einem anderen Menschen gegenüber, die wir empfinden können. Die Liebe ist – da sind sich Wissenschaftler und Philosophen ausnahmsweise mal einig – unentbehrlich für ein glückliches Leben

Tipp: Um Liebe geben zu können, solltest du erstmal lernen, dich selbst zu lieben. Damit meine ich nicht, dass du dich jeden Tag supertoll finden sollst – denn das ist ohnehin utopisch. Ich meine vielmehr, dass die Liebe zu dir selbst viel über die Liebe zu anderen verraten kann. Und es sich deshalb lohnt, darauf zu achten, wie liebevoll du zu mit dir selbst umgehst.


Abonniere den Happy-Newsletter

Wenn du ein glückliches und selbstbestimmtes Leben führen möchtest, dann lohnt es sich, den Blick immer öfter auf das Positive zu richten. Und damit dir das ab jetzt noch etwas leichter fällt, gibt es den Happy-Newsletter. Darin erwarten dich jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat Glückstipps, Good-News und Geschichten für mehr Gute Laune und Zufriedenheit in deinem Leben. Also lass einfach deine Email-Adresse da und hol dir eine Portion Glück in dein Postfach 🙂

Einen Moment…
Juhu – das hat geklappt 🙂

Fazit

Positive Gefühle haben vielfältige Auswirkungen auf unser Leben. Wenn wir es schaffen, sie gezielt in unseren Alltag zu integrieren, dann erschaffen wir dadurch eine Aufwärtsspirale in ein glückliches und selbstbestimmtes Leben. Und kleine Glücksmomente zu finden ist garnicht so schwer 🙂